Healthkit: Immer mehr Krankenhäuser nutzen Apples Gesundheits-App
An einem großen Teil der führenden US-Krankenhäuser sind mittlerweile Pilotprojekte gestartet, bei denen mit Hilfe von Apples Gesundheits-App Health und deren Entwicklerversion Healthkit Patienten aus der Ferne überwacht werden. Mindestens 7 der 17 am besten bewerteten Krankenhäuser der USA nutzen Healthkit, wie Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster).

Mit Healthkit(öffnet im neuen Fenster) können in Verbindung mit Blutzuckermessgeräten, WLAN-fähigen Waagen, Fitness-Armbändern und Tracking-Apps zahlreiche Informationen zu Körperfunktionen gesammelt und in Apples Health-App zentralisiert dargestellt werden. Ärzte können auf diese Weise frühzeitig Veränderungen bei Patienten erkennen und handeln, bevor das Problem akut wird – stellenweise, ohne dass der Patient überhaupt ins Krankenhaus kommen muss.
Fernüberwachung des Blutdrucks
So betreut das Ochsner Medical Center in New Orleans laut Reuters etwa Hunderte Patienten, die Probleme mit einer regelmäßigen Kontrolle ihres Blutdrucks haben. Ein Gerät misst den Blutdruck automatisch und schickt ihn an die iPads und iPhones der Ärzte.
Aber auch Googles Fit-App wird von manchen Krankenhäusern in Betracht gezogen. Samsung arbeitet laut Reuters mit dem Massachusetts General Hospital in Boston an mobiler Gesundheitstechnik. Apple scheint die Integration in den Krankenhausbereich aktuell allerdings am zielstrebigsten voranzutreiben: Das Unternehmen hat bereits zahlreiche Experten aus dem Gesundheitswesen angeheuert.
Messergebnisse nicht immer qualitativ gut
Der Grund für die Einbindung überwachender Systeme dürfte für viele Krankenhäuser neben dem Vorteil einer frühzeitigen Erkennung von Problemen auch die veränderte Gesetzgebung in den USA sein. So müssen Krankenhäuser jetzt eine Strafe zahlen, wenn Patienten wiederholt zur Behandlung kommen müssen. Ein Problem stellt allerdings die Verwaltung der vielen Informationen dar. Zudem sind die Messergebnisse – je nach Patient – von unterschiedlicher Qualität.
Einige Experten haben bereits die Notwendigkeit angemerkt, in der Zukunft einen gemeinsamen Standard für die Systeme der verschiedenen Hersteller zu haben. Nur so können sowohl Daten von Apples Geräten als auch die der Mitbewerber sinnvoll gesammelt und ausgewertet werden.
Daten müssen sehr gut gesichert sein
Die Übertragung selbst gesammelter Gesundheitsdaten müsste in der Praxis gut abgesichert sein. Dritte dürften auf die Daten keinen Zugriff haben – Versicherungen könnten mit ihnen beispielsweise die Beitragssätze ihrer Kunden neu berechnen.
- Anzeige Hier geht es zum Samsung Galaxy S25 bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



