Headset: iPhone-Apps laufen direkt auf Apples Vision Pro
Im Herbst soll Apples Headset Vision Pro einen eigenen App Store bekommen – und iPhone-Apps ohne Änderungen abspielen können.
Apple hat in seinem Entwickler-Blog bekanntgegeben, dass ursprünglich für iOS oder iPad OS geschriebene Apps ohne notwendige Änderungen auch auf dem Vision Pro laufen. Entwickler müssen Apple zufolge in der Regel keine Neuprogrammierung vornehmen, damit ihre Apps auch unter Vision OS laufen.
Ab Herbst 2023 soll die Entwickler-Betaversion für Vision OS Apples App Store enthalten, wie das Unternehmen erklärt. Dieser soll zusätzlich zu speziellen, für das Vision Pro entwickelten Programmen auch alle iOS- und iPad-OS-Apps enthalten. "Standardmäßig werden Ihre iPad- und iPhone-Apps automatisch im App Store auf dem Vision Pro veröffentlicht", heißt es in der Mitteilung.
Laut Apple sind die meisten für iOS und iPad OS notwendigen Frameworks auch in Vision OS vorhanden. Nutzer sollen die Anwendungen Seite an Seite mit Vision-OS-Apps laufen lassen können, etwa in einzelnen Fenstern, die vor einem virtuellen Hintergrund schweben.
Fast alle Apps sollen automatisch unter Vision OS laufen
Apple zufolge kann vorkommen, dass die für iOS und iPad OS programmierten Apps nicht direkt auf dem Vision Pro laufen. In diesem Fall wird Entwicklern in der Entwicklerkonsole App Store Connect das Problem angezeigt und die Anwendung nicht im Marktplatz für Vision OS veröffentlicht.
Programmierer müssen in diesem Fall Änderungen am Quelltext ihrer Anwendung vornehmen oder das UIRequiredevicecapabilities aktualisieren. Wer sich unsicher ist, ob die eigene App unter Vision OS läuft, kann diese bereits in einem Emulator überprüfen. Das Vision-Pro-Headset soll Anfang 2024 auf den Markt kommen, zunächst nur in den USA. Der Preis liegt bei 3.500 US-Dollar zuzüglich Steuern.