• IT-Karriere:
  • Services:

Seriöse IT-Headhunter rufen nicht am Arbeitsplatz an

Golem.de: Wo finden sie wechselbereite Kandidaten und wie kommen sie mit ihnen ins Gespräch?

Stellenmarkt
  1. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  2. BG-Phoenics GmbH, München, Hannover

Wenzel: Um Kandidaten für eine direkte Ansprache zu finden, bedienen wir uns aller möglichen Zugänge zu deren Profilen. Das sind Profildatenbanken wie Experteer, Placement24, Monster oder Stepstone sowie die sozialen Medien Xing und Linkedin. Um dort nach Kandidaten suchen zu dürfen, müssen wir teure Lizenzen erwerben.

Selbstverständlich suchen wir auch in kostenlosen Communitys und Fachforen der IT-Freaks. Darüber hinaus finden wir neue Kontakte auf Fachkongressen, Digitalisierungsveranstaltungen oder IT-Messen. Diese Kandidaten geben sich im Web nicht für einen Jobwechsel zu erkennen und sind daher eine schlummernde, aber sehr wertvolle Quelle.

Golem.de: Dürfen Headhunter überhaupt Mitarbeiter von anderen Unternehmen abwerben oder ist das verboten aus Wettbewerbsgründen?

Wenzel: Für den dauerhaften Erfolg entscheidend ist eine seriöse und abgeklärte Vorgehensweise. Wir machen das nicht während der Arbeitszeit der Kandidaten und daher auch nicht an ihrem Arbeitsplatz. Schon daran kann ein Angesprochener erkennen, ob er es mit einem seriösen Headhunter zu tun hat.

Wenn wir davon überzeugt sind, dass ein Wechsel in den Lebenslauf eines Kandidaten passen könnte, dann sprechen wir ihn auch an. Das sind Leute, die schon lange in einem Unternehmen sind und denen ein Wechsel zur Erweiterung ihres Horizontes guttun würde. Sollte ein Kandidat im Netz seine Wechselbereitschaft signalisieren, dann ist das für uns Headhunter eine Aufforderung zum Anruf.

Golem.de: Gibt es Regeln im Headhunting, die Ihnen das Wildern in bestimmten Revieren verbietet?

Wenzel: Ja, die gibt es. Manchmal sind sie vertraglich verankert, in anderen Fällen der Ethik unseres Berufes geschuldet. Wir dürfen nicht und würden auch nicht bewusst Kandidaten von unseren Kunden ansprechen und abwerben. Und wir würden auch kein Unternehmen so massiv im Headhunting angehen und mehrere Kandidaten abwerben, dass die Firma dadurch in ihrer Existenz gefährdet ist.

Golem.de: Lassen Sie uns - wie zum Schluss in einem Vorstellungsgespräch - über das Gehalt sprechen: Ist Headhunting ein lukrativer Job?

Wenzel: Headhunting ist zwischenzeitlich ein Knochenjob geworden. Wenn wir aber unsere Arbeit sehr verantwortungsvoll betreiben, uns über Jahre ein wertvolles Netzwerk zu Kunden und Kandidaten aufbauen und immer seriös und hochvertraulich diesen Job machen, dann ist er auch heute noch lukrativ.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Headhunter: "Wegen der Krise verlassen mehr IT-Profis ihre Komfortzone"
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. This War of Mine für 4,75€, Children of Morta für 11,99€, Frostpunk für 9,99€, Beat...
  2. 0,45€
  3. 64,99€
  4. (-78%) 9,99€

Sybok 01. Jul 2020

Ich habe dasselbe Problem. Interesse besteht seitens der Arbeitgeber mehr als genug...

Lanski 17. Jun 2020

Mantra ist schon ganz gut, scheint mir auch so. Vor allem muss man im Optimalfall auch...

eyemiru 15. Jun 2020

Sonst wäre es ja kein cooles sondern ein doofes Team. ;-)

Michael H. 10. Jun 2020

Ja als Freaks bezeichnete man "unnatürliche" Menschen. Im aktuellen Kontext ist aber...

Shred 10. Jun 2020

Die Sache ist trotzdem nicht unbedingt ein win-win. Spätestes wenn der Headhunter nur...


Folgen Sie uns
       


    •  /