Abo
  • Services:

Fast jede Millisekunde zählt

Die eigentliche Herausforderung beim Bau des Head Mounted Display war für Carmack nicht, Displays für ein gutes Bild zu finden - erstklassige Bildschirmtechnologie gibt es bereits. Der Nasenbildschirm verwendet eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln - 640 x 800 Pixel für jedes Auge. "Die eigentliche Herausforderung war, das ganze System schnell und präzise hinzubekommen - da hat jede Millisekunde gezählt". Für die Bewegungssteuerung etwa hat er Teile der Software verwendet, die er für bestimmte Geräte bei Armadillo Aerospace verwendet hat. Gemeinsam mit einer Firma namens Hillcrest Labs hat er dann eine neue Firmware programmiert, so dass das Gyroskop doppelt so oft Daten abliefert, 250-mal pro Sekunde. "Windows und der USB-Anschluss benötigen auch ein bisschen Zeit", aber das sei eben mehr oder weniger unvermeidbar.

Stellenmarkt
  1. Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd
  2. McDonald's Deutschland LLC, München

Auch mit den Grafiktreibern müsse man aufpassen, weil die teilweise Daten zwischenspeicherten, um gut in Benchmarks dazustehen. Ebenfalls wichtig: Die Art des Bildschirms. "Ein sehr gutes LCD wie das Retina-Display eines iOS-Geräts benötigt ungefähr vier Millisekunden, um ein neues Bild anzuzeigen" - abhängig davon, innerhalb welcher Farbschattierung das geschieht. "Es gibt aber bessere Technologien wie OLED-Displays, die innerhalb von Mikrosekunden reagieren, also super schnell sind".

Laut Carmack ist das wichtig: "Das Gehirn weiß, wie es aussehen muss, wenn man den Kopf bewegt - es ist also sehr intolerant im Hinblick auf Latenz". Nach seiner Auffassung liege die magische Grenze bei 20 Millisekunden: Wenn die Verzögerung zwischen Bewegung und Wahrnehmung so kurz sei, wirke es natürlich. Das Auge sei zwar in der Lage, Bildwiederholraten von bis zu rund 240 Bildern pro Sekunde zu registrieren - aber so weit gehe er mit seiner Technologie nicht, sondern begnüge sich mit 60 Bildern pro Sekunde und greife zusätzlich auf Tricks wie Bewegungsunschärfen zurück.

Carmack würde die Doom 3 BFG Edition, die im Herbst 2012 erscheinen soll, gerne als Sammlerausgabe mit seinem dann in Serie produzierten Head Mounted Display anbieten, die dann wohl um die 500 US-Dollar kosten würde. Das letzte Wort ist in der Sache allerdings noch nicht gesprochen - id Software und Publisher Bethesda prüfen derzeit, ob das möglich ist.

 Head Mounted Display: John Carmack und die Jagd nach der flüssigen Bewegung
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  3. 5€ inkl. FSK-18-Versand

ThadMiller 14. Jun 2012

Im RL bewege ich meine Augen nicht bis zum Anschlag zur Seite. Warum sollte ich es hier...

Hotohori 11. Jun 2012

Ja, so wie 3D ;) Es dauert eben bis die Technik so weit ist, dass sich etwas gut genug...

Sir Richfield 08. Jun 2012

Wenn ich ihn nicht völlig falsch verstanden habe, spricht er in dem Zusammenhang von der...

r3verend 08. Jun 2012

Ultima 8 und 9. qed

r3verend 08. Jun 2012

Hängt allerdings auch wirklich davon ab wo die denn direkt herkommen. Hatte neulich ein...


Folgen Sie uns
       


Razer Hypersense angesehen (CES 2019)

Razer hat Vibrationsmotoren in Maus, Handballenablage und Stuhl verbaut - und wir haben uns auf der CES 2019 durchrütteln lassen.

Razer Hypersense angesehen (CES 2019) Video aufrufen
Raspberry Pi: Spieglein, Spieglein, werde smart!
Raspberry Pi
Spieglein, Spieglein, werde smart!

Ein Spiegel, ein ausrangierter Monitor und ein Raspberry Pi sind die grundlegenden Bauteile, mit denen man sich selbst einen Smart Mirror basteln kann. Je nach Interesse können dort dann das Wetter, Fahrpläne, Nachrichten oder auch stimmungsvolle Bilder angezeigt werden.
Eine Anleitung von Christopher Bichl

  1. IoT mit LoRa und Raspberry Pi Die DNA des Internet der Dinge
  2. Bewegungssensor auswerten Mit Wackeln programmieren lernen
  3. Raspberry Pi Cam Babycam mit wenig Aufwand selbst bauen

Ottobock: Wie ein Exoskelett die Arbeit erleichtert
Ottobock
Wie ein Exoskelett die Arbeit erleichtert

Es verleiht zwar keine Superkräfte. Bei der Arbeit in unbequemer Haltung zum Beispiel mit dem Akkuschrauber unterstützt das Exoskelett Paexo von Ottobock aber gut, wie wir herausgefunden haben. Exoskelette mit aktiver Unterstützung sind in der Entwicklung.
Ein Erfahrungsbericht von Werner Pluta


    Mac Mini mit eGPU im Test: Externe Grafik macht den Mini zum Pro
    Mac Mini mit eGPU im Test
    Externe Grafik macht den Mini zum Pro

    Der Mac Mini mit Hexacore-CPU eignet sich zwar gut für Xcode. Wer eine GPU-Beschleunigung braucht, muss aber zum iMac (Pro) greifen - oder eine externe Grafikkarte anschließen. Per eGPU ausgerüstet wird der Mac Mini viel schneller und auch preislich kann sich das lohnen.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Apple Mac Mini (Late 2018) im Test Tolles teures Teil - aber für wen?
    2. Apple Mac Mini wird grau und schnell
    3. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

      •  /