Head Mounted Display: Cinera Edge soll ein Kino zum Aufsetzen sein
Das Entwicklerteam von Cinera(öffnet im neuen Fenster) finanziert auf Kickstarter derzeit die Cinera Edge(öffnet im neuen Fenster) . Dabei handelt es sich um ein Headset mit zwei OLED-Bildschirmen vor den Augen und großen ohrumschließenden Kopfhörern. Das System erinnert an herkömmliche VR-Headsets, verzichtet allerdings auf jegliche Art von räumlichen Sensoren. Stattdessen können damit Kinofilme oder anderes 3D-Material geschaut werden.
Das Unternehmen bestückt das Head Mounted Display mit zwei 0,9 Zoll großen Bildschirmen, die jeweils mit 2.560 x 1.440 Pixeln auflösen. Dahinter sind Linsen angebracht, die zudem für verschiedene Sehstärken eingestellt werden können. Daher soll das Tragen einer Brille nicht notwendig sein, solange die eigene Sehkraft zwischen +3 und -8 Dioptrien liegt. Auch der Pupillenabstand kann berücksichtigt werden. Das Headset unterstützt zudem 3D-Technik, wodurch auch keine separaten Shutter-Brillen benötigt werden. HDR wird unterstützt, allerdings nur nach HDR400-Standard.
Die integrierten Kopfhörer sollen für Dolby Surround 5.1 ausgelegt sein – ein relativ weit verbreiteter Standard bei Filmen und Serien. Der Umgebungssound wird durch insgesamt 8 Treiber realisiert und soll so ein Kinogefühl vermitteln. Das Unternehmen wirbt auch damit, dass die Bildschirme sich wie eine 1.200-Zoll-Leinwand aus 20 Metern Entfernung verhalten sollen. Das Sichtfeld von 66 Grad soll dabei größer als 21-zu-9-Kinoleinwände sein und fast an IMAX-Kinos heranreichen.
Drahtlos per WLAN und Bluetooth
Angesteuert wird das System mit einem ARM-Cortex-A17-Prozessor und einer darauf integrierten Mali-T764-GPU. Der Arbeitsspeicher beträgt 2 oder 4 GByte, je nach Modell. Das Gleiche gilt für den vorinstallierten Flash-Speicher, der 16 oder 32 GByte (Pro-Version) beträgt. Filmmaterial kann vom Headset von einer Micro-SD-Karte oder per WLAN abgespielt werden. Die Lautsprecher sind an Bluetooth Low Energy angebunden. Somit funktioniert das System komplett drahtlos. Die Pro-Version bietet die Option, ein Kabel per HDMI 2.0b anzuschließen. Außerdem ist nur dort Dolby Surround freigeschaltet. Die Akkulaufzeit soll 3 Stunden betragen. Das reicht für die meisten Filme. Titel wie Herr der Ringe sind allerdings dadurch eher ausgeschlossen.

Die Idee an sich ist nicht neu: So konnte Golem.de bereits 2016 das Avegant Glyph testen . Dieses HMD basiert auf einem ähnlichen Konzept. So richtig funktionieren wollte das Gerät nicht, denn kleinste Bewegungen veränderten den Fokus auf die Augen oder machten die Linsen sichtbar.
Die Kickstarter-Kampagne des Cinera Edge läuft noch drei Tage und ist bereits erfolgreich finanziert. Zurzeit kostet die Standard-Version der Cinera Edge 425 Euro. Die Pro-Version kostet 508 Euro. Die Auslieferung soll ab dem Dezember 2020 erfolgen. Der Versand ist weltweit möglich.

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