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Head Mounted Display: Cinera Edge soll ein Kino zum Aufsetzen sein

Das Headset bietet zwei 1.440p-OLED-Screens, 3D, HDR und 5.1-Surround-Sound. Auch lässt sich eine Sehschwäche damit ausgleichen.
/ Oliver Nickel
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Die Cinera Edge wird auf dem Kopf wie ein VR-Headset getragen. (Bild: Cinera)
Die Cinera Edge wird auf dem Kopf wie ein VR-Headset getragen. Bild: Cinera

Das Entwicklerteam von Cinera(öffnet im neuen Fenster) finanziert auf Kickstarter derzeit die Cinera Edge(öffnet im neuen Fenster). Dabei handelt es sich um ein Headset mit zwei OLED-Bildschirmen vor den Augen und großen ohrumschließenden Kopfhörern. Das System erinnert an herkömmliche VR-Headsets, verzichtet allerdings auf jegliche Art von räumlichen Sensoren. Stattdessen können damit Kinofilme oder anderes 3D-Material geschaut werden.

Das Unternehmen bestückt das Head Mounted Display mit zwei 0,9 Zoll großen Bildschirmen, die jeweils mit 2.560 x 1.440 Pixeln auflösen. Dahinter sind Linsen angebracht, die zudem für verschiedene Sehstärken eingestellt werden können. Daher soll das Tragen einer Brille nicht notwendig sein, solange die eigene Sehkraft zwischen +3 und -8 Dioptrien liegt. Auch der Pupillenabstand kann berücksichtigt werden. Das Headset unterstützt zudem 3D-Technik, wodurch auch keine separaten Shutter-Brillen benötigt werden. HDR wird unterstützt, allerdings nur nach HDR400-Standard.

Die integrierten Kopfhörer sollen für Dolby Surround 5.1 ausgelegt sein – ein relativ weit verbreiteter Standard bei Filmen und Serien. Der Umgebungssound wird durch insgesamt 8 Treiber realisiert und soll so ein Kinogefühl vermitteln. Das Unternehmen wirbt auch damit, dass die Bildschirme sich wie eine 1.200-Zoll-Leinwand aus 20 Metern Entfernung verhalten sollen. Das Sichtfeld von 66 Grad soll dabei größer als 21-zu-9-Kinoleinwände sein und fast an IMAX-Kinos heranreichen.

Drahtlos per WLAN und Bluetooth

Angesteuert wird das System mit einem ARM-Cortex-A17-Prozessor und einer darauf integrierten Mali-T764-GPU. Der Arbeitsspeicher beträgt 2 oder 4 GByte, je nach Modell. Das Gleiche gilt für den vorinstallierten Flash-Speicher, der 16 oder 32 GByte (Pro-Version) beträgt. Filmmaterial kann vom Headset von einer Micro-SD-Karte oder per WLAN abgespielt werden. Die Lautsprecher sind an Bluetooth Low Energy angebunden. Somit funktioniert das System komplett drahtlos. Die Pro-Version bietet die Option, ein Kabel per HDMI 2.0b anzuschließen. Außerdem ist nur dort Dolby Surround freigeschaltet. Die Akkulaufzeit soll 3 Stunden betragen. Das reicht für die meisten Filme. Titel wie Herr der Ringe sind allerdings dadurch eher ausgeschlossen.

Cinera Edge 5K – Trailer
Cinera Edge 5K – Trailer (03:44)

Die Idee an sich ist nicht neu: So konnte Golem.de bereits 2016 das Avegant Glyph testen. Dieses HMD basiert auf einem ähnlichen Konzept. So richtig funktionieren wollte das Gerät nicht, denn kleinste Bewegungen veränderten den Fokus auf die Augen oder machten die Linsen sichtbar.

Die Kickstarter-Kampagne des Cinera Edge läuft noch drei Tage und ist bereits erfolgreich finanziert. Zurzeit kostet die Standard-Version der Cinera Edge 425 Euro. Die Pro-Version kostet 508 Euro. Die Auslieferung soll ab dem Dezember 2020 erfolgen. Der Versand ist weltweit möglich.

Avegant Glyph – Test
Avegant Glyph – Test (01:47)

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