Abo
  • Services:
Anzeige
HDR ist das neue Verkaufsargument für Geräte.
HDR ist das neue Verkaufsargument für Geräte. (Bild: Niklas Landerer)

HDR: Wir brauchen bessere Pixel

HDR ist das neue Verkaufsargument für Geräte.
HDR ist das neue Verkaufsargument für Geräte. (Bild: Niklas Landerer)

Die nächste Fernsehgeneration bietet nicht nur mehr, sondern vor allem reichhaltigere Pixel. Dank High Dynamic Range (HDR) mitsamt sehr hell ansteuerbaren Pixeln und anderen Farbstandards ist die Darstellung von starken Kontrasten zwischen hell und dunkel kein Problem mehr.
Eine Analyse von Simon Fuchs und Niklas Landerer

HDR10, Dolby Vision, HDR Pro, trueHDR, Ultra-HD Premium, 4K HDR oder HDR perfect? HDR-Video hat viele Namen. Nach Ultra-HD scheint die Technik High Dynamic Range zur kontrastreicheren Helligkeitsdarstellung von Videos das nächste Verkaufsargument für Geräte sowohl in der Videoproduktion als auch im Consumer-Bereich zu sein. Vor allem die TV-Hersteller werfen dabei mit allerlei Namen und Labels um sich. Doch worin unterscheiden sich die Technologien und worauf ist zu achten? Wir haben versucht, ein wenig Ordnung ins Chaos zu bringen.

Anzeige

Die Umstellung auf HDR erfordert ähnlich wie eine Erhöhung der Pixelzahl von zum Beispiel Full-HD auf Ultra-HD eine Anpassung der gesamten Kette von der Video- und Filmproduktion über die Verteilungskanäle bis hin zu den Endgeräten. Statt die Zahl der Pixel sowohl bei den Videoinhalten als auch bei den Endgeräten zu erhöhen, wird bei dieser Technik versucht, die Qualität der bereits vorhandenen Pixel zu verbessern. Der Ansatz scheint durchaus sinnvoll, da die stetige Erhöhung der Pixelzahlen in den vergangenen Jahren nur eine geringe subjektiv wahrgenommene Verbesserung bei Auflösungen über 4K gebracht hat.

  • Der HDR-Workflow mit größerem Farbraum und besseren Displays soll die Verluste beim Dynamikumfang im Vergleich zu SDR minimieren. (Bild: Dolby)
  • Farbränder werden bei geringen Bit-Tiefen umso deutlicher sichtbar, je größer der Dynamikumfang des Displays ist. Eine höhere Farbtiefe bietet mehr Abstufungen. (Bild: Dolby)
  • Die PQ-Kurve (links) enthält für die dunkleren Tonwerte deutlich mehr Informationen als der SDR-Standard und ist auf 10.000- statt 100 Nit Peak-Helligkeit ausgelegt. (Bild: Dolby)
Der HDR-Workflow mit größerem Farbraum und besseren Displays soll die Verluste beim Dynamikumfang im Vergleich zu SDR minimieren. (Bild: Dolby)

HDR-Displays und Projektoren sind deutlich heller als bisher verwendete oder erreichen bessere Schwarzwerte oder verbessern sich sogar in beiden Belangen. Die daraus resultierenden Kontraste stellen erhöhte Anforderungen an die Formate, die zur Übertragung verwendet werden, um ungewollte Stufenartefakte zu verhindern.

Lichtquellen werden samt realistischer Blendung gezeigt

In der Praxis ermöglicht HDR beispielsweise eine realistische Darstellung von Lichtquellen im Bildausschnitt wie etwa Feuer oder Autoscheinwerfer. Ebenso werden Farben mit hoher Helligkeit und gleichzeitig hoher Sättigung dank der Nutzung des neuen Farbraums REC2020 ermöglicht.

Mit HDR-Displays und -Projektoren wird versucht, eines der grundsätzlichen Probleme der Foto- und Videografie zu lösen: Bislang konnten die Ausgabegeräte nur einen Bruchteil des Dynamikumfangs darstellen, der von professionellen Kameras aufgenommen werden kann. Für die Postproduktion von Filmen lag dabei die Herausforderung darin, durch sogenanntes Tone Mapping den eingefangenen Dynamikumfang so zusammenzustauchen, dass auch bei der Anzeige auf einem Standardmonitor sowohl sehr helle als auch sehr dunkle Bereiche gut zu erkennen sind, beziehungsweise zu entscheiden, welcher Teil des Dynamikumfangs verloren gehen darf.

HDR-Video sollte nicht mit dem aus der Fotografie bekannten Vorgehen verwechselt werden, wobei Einzelbilder aus Belichtungsreihen desselben Motivs miteinander kombiniert werden, um den Dynamikumfang des Kamerasensors künstlich zu erweitern, wodurch man später dunkle Bildbereiche anheben und hellere Bildbereiche dunkler werden lassen kann.

Wie zuvor erwähnt, wird ein ähnliches Tone Mapping auch bei der Filmproduktion betrieben und HDR bietet dabei Filmemachern die Möglichkeit, ein kontrastreiches Bild an die Konsumenten zu liefern, ohne Details in den hellen und dunklen Bildbereichen zu verlieren. Zudem verbessern HDR-Geräte maßgeblich die Farbwiedergabe, das heißt, der darstellbare Farbraum und die Anzahl der Farbnuancen werden erweitert.

Displays werden heller 

eye home zur Startseite
PiranhA 28. Okt 2016

Was soll deiner Meinung nach ein HDR-Bildschirm sein? Einen Monitor mit HDR gibt es...

pythoneer 27. Okt 2016

Man kann sehr gut im MediaMarkt testen, man muss sich nur die Zeit nehmen und die Geräte...

nachgefragt 26. Okt 2016

das hat mein winrar in der tat schon des öfteren geleistet ;)

FreiGeistler 26. Okt 2016

Ein "dummer" Fernseher und eine Windows-Büchse mit Streaming und madVR? (gibts...

RandomCitizen 25. Okt 2016

bis sich die Hype Kurve etwas abgeflacht hat und Regisseure, die bald ihren Spaß daran...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Hirschvogel Holding GmbH, Denklingen
  2. MöllerTech International GmbH, Bielefeld
  3. Winkelmann Group GmbH + Co. KG, Ahlen
  4. SICK AG, Reute bei Freiburg im Breisgau


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals
  2. ab 799,90€
  3. 17,99€ statt 29,99€

Folgen Sie uns
       


  1. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  2. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  3. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  4. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  5. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  6. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  7. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht

  8. FSP Hydro PTM+

    Wassergekühltes PC-Netzteil liefert 1.400 Watt

  9. Matebook X und E im Hands on

    Huawei kann auch Notebooks

  10. Celsius-Workstations

    Fujitsu bringt sichere Notebooks und kabellose Desktops



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Yodobashi und Bic Camera: Im Rausch der Netzwerkkabel
Yodobashi und Bic Camera
Im Rausch der Netzwerkkabel
  1. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  2. Preisschild Media Markt nennt 7.998-Euro-Literpreis für Druckertinte

Vernetzte Hörgeräte und Hearables: Ich filter mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt
Vernetzte Hörgeräte und Hearables
Ich filter mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt
  1. The Dash Pro Bragis Drahtlos-Ohrstöpsel können jetzt auch übersetzen
  2. Beddit Apple kauft Schlaf-Tracker-Hersteller
  3. Smartwatch Huawei Watch bekommt Android Wear 2.0

In eigener Sache: Die Quanten kommen!
In eigener Sache
Die Quanten kommen!
  1. id Software "Global Illumination ist derzeit die größte Herausforderung"
  2. In eigener Sache Golem.de führt kostenpflichtige Links ein
  3. In eigener Sache Golem.de sucht Marketing Manager (w/m)

  1. Re: Naive Frage: Cloudzwang ?

    enjoy | 22:09

  2. Re: Zu kleine SSD

    rudluc | 22:08

  3. Re: Unity ist auch eine vergleichsweise gute Engine

    Trockenobst | 22:01

  4. Re: Wie soll das bei der Einreise funktionieren?

    robinx999 | 21:59

  5. Re: Marketing scheint bei Unity ein besonders...

    Lord Gamma | 21:54


  1. 18:58

  2. 18:20

  3. 17:59

  4. 17:44

  5. 17:20

  6. 16:59

  7. 16:30

  8. 15:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel