HDR im Kino? Selten

HDR-Video entfaltet sein volles Potenzial in abgedunkelten Umgebungen. Dolby-Cinema-zertifizierte Kinos haben deshalb auch bauliche Vorgaben einzuhalten, so ist die gesamte Ausstattung in Schwarz gehalten und teilweise wird sogar auf beleuchtete Notausgangsschilder verzichtet.

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In Kombination mit weiteren Features wie hohen Bildraten (HFR), 3D-Projektion und einem objektbasierten Audiosystem (Dolby Atmos) sind beeindruckende und extrem immersiv wirkende Szenen möglich, wie uns auf der IBC von Regisseur Ang Lee ("Life of Pi") eindrucksvoll demonstriert wurde. Sein neuer Film "Billy Lynn's Long Halftime Walk" (Kinostart Januar 2017) wurde in 4K, 3D, HDR und 120fps produziert.

Wir hatten in diesem Rahmen die Möglichkeit, bereits erste Szenen zu sehen. Das volle Potenzial der HDR-Laserprojektoren zeigte sich zum Beispiel bei Feuerwerksszenen vor tiefschwarzem Hintergrund oder Aufnahmen mit direktem Gegenlicht. Nebenbei bemerkt, trägt vor allem die hohe Framerate einen großen Teil zum besseren Seherlebnis bei. 3D wird in 120 fps butterweich wiedergegeben, während bei 48 fps 3D noch leichtes Ruckeln zu verzeichnen ist. Besonders beeindruckend wirkte auf uns eine Szene, in der Personen in einem stark wackelnden Militärjeep gezeigt wurden.

Derartig verwackelte Bilder hätten mit normalen Bildraten ein völlig unscharfes Bild ergeben, dank der 120 fps waren jedoch die Gesichtsausdrücke im Detail zu erkennen. Hier wird allerdings auch ein Problem deutlich: Mit den aktuellsten Aufnahmetechniken stehen Filmemachern und Regisseuren zwar erweiterte Möglichkeiten der Bildsprache zur Verfügung, um die Story bestmöglich umzusetzen, jedoch sehen Szenen, die zum Beispiel von HFR oder HDR leben, in älteren Kinosälen oder zu Hause ohne geeigneten TV bei weitem nicht mehr so aus, wie vom Regisseur gewünscht.

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Der Dolby-Cinema-Aufbau auf der IBC bestand aus dem Dolby-Atmos-System mit objektbasiertem Surround Sound sowie sechs 4K-Laserprojektoren von Christie. Ob sich in naher Zukunft mehr Kinobetreiber finden, die sich den teuren Umbau ihrer Vorführsäle leisten, bleibt abzuwarten. In Deutschland sind nach aktuellen Informationen noch keine Dolby Cinemas geplant.

Die Hersteller machen es kompliziert

Für die Endnutzer, die einen HDR-TV mit bestmöglicher Bildqualität kaufen möchten, machen es die Hersteller derzeit besonders kompliziert. Käufer von Dolby-Vision oder UHD-Premium-zertifizierten Geräten machen zumindest in Bezug auf HDR nichts falsch. Wer weniger Geld ausgeben möchte, muss sehr genau aufpassen, ob der TV echte HDR-Unterstützung bietet oder nur die entsprechenden Formate kennt.

Am beeindruckendsten wirken Filme nach wie vor auf der großen Kinoleinwand. Wer die Chance hat, einen in Dolby Vision produzierten Film in bester Qualität zu sehen, sollte sich das Erlebnis nicht entgehen lassen. HDR-Video im Allgemeinen ist definitiv ein großer Schritt in die richtige Richtung zur Verbesserung der Bildqualität.

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 Wenig echtes HDR
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Anonymer Nutzer 10. Sep 2017

Kommt es denn tatsächlich bereits bei 16 Blendenstufen Dynamikumfang nicht mehr vor, dass...

Anonymer Nutzer 10. Sep 2017

-------------------------------------------------------------------------------- Das...

PiranhA 28. Okt 2016

Was soll deiner Meinung nach ein HDR-Bildschirm sein? Einen Monitor mit HDR gibt es...

pythoneer 27. Okt 2016

Man kann sehr gut im MediaMarkt testen, man muss sich nur die Zeit nehmen und die Geräte...

nachgefragt 26. Okt 2016

das hat mein winrar in der tat schon des öfteren geleistet ;)



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