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Einige HDR-Demos enttäuschten

Trotz des immer noch frühen Stadiums und weniger konkreter Produktankündigungen wurde HDR in zahlreichen Demos auf der CES gezeigt - unter anderem von Panasonic, Samsung, LG, Sony, Toshiba und Philips. Zu Philips sei angemerkt, dass das niederländische Unternehmen das TV-Geschäft längst aufgegeben hat. Philips-Fernseher sind eigentlich von TP Vision, das die Lizenz für das Philips-Logo hat.

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Die Unterschiede zwischen HDR und normalen Fernsehern waren mitunter schwer auszumachen, denn die AB-Vergleiche der Hersteller sind meist so, dass neben den nagelneuen Modellen übertrieben schlecht konfigurierte alte Modelle positioniert werden. Sony hatte beispielsweise eine solche HDR-Demo. Der neben dem HDR-Fernseher stehende Vergleichsfernseher ohne HDR war so stark aufgehellt, dass man meinen könnte, Sonys aktuelle Fernseher könnten kein Schwarz darstellen.

Aus eigener Erfahrung wissen wir aber, dass Sony-TVs mit LCD-Technik sehr wohl ordentliche Schwarzwerte beherrschen. Um Händler zu überzeugen, sind solche verfälschenden Demos allerdings offenbar notwendig. So gut wie jeder Hersteller nutzt diese Art der Manipulation, damit überhaupt ein Unterschied zwischen den Generationen der Fernseher dargestellt werden kann. Bei HDR sind die Unterschiede aber eigentlich so deutlich, dass die Hersteller auf solche Tricks verzichten könnten.

Unabhängig von dem gestellten und in diesem Fall nichtssagenden AB-Vergleich sah das HDR-Bild für sich genommen sehr gut aus - nicht in allen Szenen, aber gerade, wenn bildtechnisch eindeutig ist, dass etwas strahlen muss, gelingt das dem Demogerät auch. Es gab allerdings genügend Szenen, wo wir etwas mehr erwartet hätten. Da das Gerät noch nicht marktreif ist, muss hier das finale Modell abgewartet werden. Das Gerät ohne Namen war noch in einer dunklen Ecke hinter einer Absperrung. Wie dick es war, ist damit unklar. Die Demos von Samsung auf den offen gezeigten dicken Fernsehern und LG mit seinen dünnen OLED-Fernsehern machten jeweils einen ähnlichen Eindruck: sieht gut aus, ist aber noch nicht so, wie es sein könnte, wenn man die Dolby-Vision-Demos auf den Referenzmonitoren kennt, die allerdings rund 4 kW elektrische Leistungsaufnahme benötigen. Dolbys Referenzgerät beherrscht allerdings auch 4.000 cd/qm, was es im Handel erst einmal nicht geben wird.

Die Dolby-Vision-Demos sollten also besser sein. Sind sie mit ersten Vorabgeräten von bekannten Fernsehgeräteherstellern jedoch nur zum Teil. Wie schwierig die vernünftige Darstellung dunkler Farben auf hellen Fernsehern sein kann, zeigte jedoch gerade Dolby mit Geräten von Hisense, Philips und Toshiba. Alle Geräte waren noch im Prototyp-Status, so dass hier Verbesserungen zu erwarten sind. Doch in dieser Demo gelang nur dem Philips-Gerät eine vernünftige Darstellung von Schwarz.

Bei den anderen Geräten, die jeweils ebenfalls über 700 cd/qm erzeugen können, konnte man allenfalls von einem guten Grauwert sprechen, so schlecht war die Darstellung von Schwarz. Das bessert sich hoffentlich noch bis zum Marktstart. Bedingt durch die hohe Helligkeit setzten alle Geräte auf LCD-Technik mit Hintergrundbeleuchtung und Local Dimming. Es waren entsprechend dicke Geräte, die dem schlanken Design von LGs OLED-Fernsehern oder Edge-Lit-LCD-Fernsehern abseits von LG nichts entgegenzusetzen hatten.

Bis zur Ifa 2015 sollten erste HDR-TVs zu sehen sein

Tatsächlich angekündigte Dolby-Vision-Geräte gibt es noch nicht, und Dolby vermied es, einen Termin zu nennen. Das sei die Sache der Partner, gab uns Dolby zu verstehen. So richtig los geht es also noch nicht. Wir erwarten dennoch, dass die ersten Termine für Produkte spätestens auf der Ifa 2015 in Berlin genannt werden.

  • Sonys neue Fernsehgeräte-Generation ist dünner als so manches Smartphone. Im unteren Bereich ist der Fernseher aber der Anschlüsse wegen dick. (Bild: Sony)
  • Samsungs JS-Serie (Modell 9500) verschleiert geschickt im Design, wie dick die Geräte sind. (Bild: Samsung)
  • Bei näherer Betrachtung fallen jedoch Einbuchtungen auf, die das Volumen andeuten. (Bild: Samsung)
  • Dank OLED-Technik... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... sind LGs Fernseher besonders dünn. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • LG präsentierte gleich eine ganze Reihe neuer Fernseher. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • OLED-Fernseher zeigte auch Haier. HDR ist hier jedoch noch kein Thema. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Typisch für die Samsung-Neuheiten: Der Fernseher ist vergleichsweise dick, da er auf LED-LCD-Technik setzt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Typisch für die Samsung-Neuheiten: Der Fernseher ist vergleichsweise dick, da er auf LED-LCD-Technik setzt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Wenn die CES eines zeigte, dann war es die Bereitschaft der Fernsehgerätehersteller, jetzt nach langen Ankündigungen nach und nach HDR-Geräte auf den Markt zu bringen. Die Hardware ist da, die Serienreife ist nur eine Frage der Zeit und in manchen Fällen nur eine Frage weniger Monate. Bei der Infrastruktur könnte es hingegen noch einige Probleme geben. Nicht jeder wird Dolby-Vision-Fernseher anbieten. Die UHD-Allianz, der auch Dolby-Vision angehört, wird ebenfalls an HDR arbeiten. Netflix als Mitglied und Inhalteanbieter hat sogar detaillierte Pläne und nimmt einen Teil seiner Serien auch schon in HDR auf.

HDR ist auffallender als 4K

Die Darstellung von HDR, sei es nun wie vom Filmemacher gewünscht über Dolby Vision oder hochskaliert über die Techniken der Fernsehgerätehersteller, ist eine interessante Funktion der nächsten Fernsehergenerationen. Der Kunde wird bei HDR-Inhalten eher Unterschiede zu Nicht-HDR-Geräten sehen als bei 4K-Fernsehern zu 2K-Geräten. Doch für HDR-Inhalte gilt dasselbe wie schon für 4K-Inhalte: Sie müssen erst einmal zum Kunden kommen, will man sich nicht mit dem reinen Hochrechnen der Bilder begnügen.

Ein Umstieg könnte sich für Filmfreunde lohnen, die auf helle Lichteffekte und trotzdem niedrige Schwarzwerte hoffen und die Details auch in schattigen Bereichen heller Szenen sehen wollen. Fraglich ist allerdings, welcher Weg derzeit der beste zum HDR-Erlebnis ist: die teure OLED-Technik oder konventionelle, aber bewährte LED-Backlight-LCD-Technik. Die Edge-Lit-Technik, die ohnehin prinzipbedingt kein vernünftiges Local Dimming ermöglicht, wolkige Darstellungen provoziert und an den Rändern zu Light Bleeding führen kann, hat nach derzeitigem Stand für die kommende HDR-Generation jedenfalls ausgedient.

 Die meisten Hersteller machen ihre Fernseher dicker
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HansiHinterseher 09. Feb 2015

Von Panasonic gab es 2010 (!) ein 4k-3D-Plasma-Display mit über 152 Zoll Diagonale für...

Gen_elec 08. Feb 2015

Schade, dass du soviel Halwissen dazu gibst. Ich schätze dein Engagemant im Breich Lfe...

iu3h45iuh456 02. Feb 2015

Mein Samsung D6500 (2011er Modellreihe) ist nur etwas über 3 cm dick. Die aktuellen...

Tobias Claren 31. Jan 2015

@ as Wenn es im Chip drin ist, dann schafft man halt einen eigenen Stecker hinten oder...

m9898 29. Jan 2015

Wärme beeinträchtigt die Lebensdauer von Elkos relativ stark. Gut, wesentlich bessere...


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