Die meisten Hersteller machen ihre Fernseher dicker

Für die Darstellung von HDR und HDR über Dolby Vision sind die Anforderung an das Local Dimming und das Gegenteil davon, das lokale Heraufsetzen der Leuchtdichte, extrem hoch. Um so etwas wie einen Stern im Weltall sehr leuchtintensiv darzustellen und gleichzeitig das umgebene Weltall pechschwarz aussehen zu lassen, braucht es auf kleine Orte begrenzte Kontrollen zur Leuchtdichte. Laut Dolby sind das 400 Flächen, die separat kontrolliert werden und einzeln bei Bedarf auf 700 cd/qm oder mehr gebracht werden müssen.

Stellenmarkt
  1. Senior Software Entwickler (m/w/d) mit Schwerpunkt PLC
    SUSS MicroTec Lithography GmbH, Garching bei München
  2. (Senior) IT Security Engineer (w/m/d)
    NSCON GmbH, Frankfurt, München, Hamburg, Berlin, Köln (Home-Office)
Detailsuche

Mit der OLED-Technik ist das am einfachsten, da die Pixel hier selbst leuchten. Da können die Displays sehr dünn bleiben, was LG auf der CES auch deutlich mit zahlreichen OLED-Neuvorstellungen demonstrierte. LEDs oder CCFLs im Hintergrund sind für OLED nicht notwendig, wodurch OLED-Fernseher extrem dünn gebaut werden können. Sie sind aber auch teuer. LG bleibt damit vorerst der einzige Hersteller, der dünne Geräte mit hoher Leuchtdichte anbieten kann. Ohnehin beherrscht LG die OLED-Technik derzeit sehr gut. Neben Philips' Lichtsparte ist auch LG sehr erfolgreich bei der Entwicklung von OLED-Lampen. 100 Lumen pro Watt sind für die Koreaner schon möglich.

Es arbeiten zwar fast alle Hersteller an OLED-Fernsehern, OLED-Geräte gab es etwa von Haier und Panasonic zu sehen. Doch sie sind von der Marktreife noch weit entfernt, und HDR wird nicht mal erwähnt. Selbst das Unternehmen Samsung, das OLED-Fernseher bereits auf den Markt gebracht hat, setzt bei seinen neuen Curved-UHD-Fernsehern wieder auf konventionelle LCD-Technik. Und die sind deutlich dicker als so manche Vorgängergeneration. Es braucht nämlich die gute alte Technik der echten Hintergrundbeleuchtung, die ihre Pixel-Cluster getrennt beleuchten kann. Das bisher häufig genutzte Edge Lighting kann eine Hintergrundbeleuchtung nicht ersetzen.

Edge-Lit-Displays für HDR-Fernseher nicht geeignet

Mit sogenanntem Edge-Lighting geht das nicht mehr, wie uns Dolby erklärte. Bei dieser modernen Technik sitzt die platzkostende Hintergrundbeleuchtung nicht mehr hinter den Pixeln eines LCD-Fernsehers. Stattdessen sind LEDs am Rand positioniert. Erst über Lichtleiter wird die Helligkeit hinter die Pixel gebracht, was in den vergangenen Jahren maßgeblich dafür verantwortlich war, dass LCD-Fernseher immer dünner wurden und mitunter mit OLED-Fernsehern konkurrieren können. Diese Fernseher beherrschen in der Regel Frame Dimming, machen also das gesamte Bild bei Bedarf dunkler, nicht aber einzelne Zonen, wie es für echtes HDR notwendig wäre.

  • Sonys neue Fernsehgeräte-Generation ist dünner als so manches Smartphone. Im unteren Bereich ist der Fernseher aber der Anschlüsse wegen dick. (Bild: Sony)
  • Samsungs JS-Serie (Modell 9500) verschleiert geschickt im Design, wie dick die Geräte sind. (Bild: Samsung)
  • Bei näherer Betrachtung fallen jedoch Einbuchtungen auf, die das Volumen andeuten. (Bild: Samsung)
  • Dank OLED-Technik... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... sind LGs Fernseher besonders dünn. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • LG präsentierte gleich eine ganze Reihe neuer Fernseher. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • OLED-Fernseher zeigte auch Haier. HDR ist hier jedoch noch kein Thema. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Typisch für die Samsung-Neuheiten: Der Fernseher ist vergleichsweise dick, da er auf LED-LCD-Technik setzt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Sonys neue Fernsehgeräte-Generation ist dünner als so manches Smartphone. Im unteren Bereich ist der Fernseher aber der Anschlüsse wegen dick. (Bild: Sony)
Golem Akademie
  1. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    10. November 2021, virtuell
  2. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    12.–13. Januar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Wie dünn so ein LCD-Fernseher sein kann, demonstrierte Sony mit dem XBR X900C. Nur 4,9 mm misst das Panel in der Dicke. Da passt nicht einmal mehr ein Euro-Scart-Stecker von hinten in den Fernseher, weswegen der Fernseher unten für Anschlüsse deutlich dicker ist. Echtes HDR beherrscht das Gerät aber nicht. Stattdessen wird X-Tended Dynamic Range unterstützt - eine Softwarelösung, die den Fernseher aber nicht heller macht.

  • Sonys neue Fernsehgeräte-Generation ist dünner als so manches Smartphone. Im unteren Bereich ist der Fernseher aber der Anschlüsse wegen dick. (Bild: Sony)
  • Samsungs JS-Serie (Modell 9500) verschleiert geschickt im Design, wie dick die Geräte sind. (Bild: Samsung)
  • Bei näherer Betrachtung fallen jedoch Einbuchtungen auf, die das Volumen andeuten. (Bild: Samsung)
  • Dank OLED-Technik... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... sind LGs Fernseher besonders dünn. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • LG präsentierte gleich eine ganze Reihe neuer Fernseher. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • OLED-Fernseher zeigte auch Haier. HDR ist hier jedoch noch kein Thema. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Typisch für die Samsung-Neuheiten: Der Fernseher ist vergleichsweise dick, da er auf LED-LCD-Technik setzt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Samsungs JS-Serie (Modell 9500) verschleiert geschickt im Design, wie dick die Geräte sind. (Bild: Samsung)

Samsung hingegen zeigte HDR-fähige Geräte, wenn auch viele Daten noch unbekannt waren. Auf der CES ignorierte Samsung zudem die OLED-Technik völlig und konzentrierte sich stattdessen darauf, den Begriff SUHD zu etablieren. SUHD ist ein Marketingbegriff zur Abgrenzung von der Konkurrenz, der aber auch Displayverbesserungen beinhaltet. Die sind vergleichbar mit Sonys Triluminos-Displays oder Quantum-Dot-Displays anderer Hersteller. Mit SUHD lenkte Samsung ein wenig davon ab, dass die Neuvorstellungen allesamt erstaunlich dick waren. Immerhin sollen die Displays bis zu 1.000 cd/qm erreichen können. Offiziell ist das aber noch nicht, da Samsung die Datenblätter noch nicht veröffentlicht hat. Damit steht Samsung exemplarisch für den Trend der Branche, solange die OLED-Technik nur von LG beherrscht wird. HDR-Prototypen haben wir zudem von Toshiba, Hisense und Philips gesehen, die ebenfalls alle recht dick waren. Nur bei Sonys und Panasonics HDR-Demo konnten wir nicht herausfinden, wie dick die Geräte sind - dank einer Absperrung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 HDR und Dolby Vision: Die vorläufige Rückkehr der dicken FernseherEinige HDR-Demos enttäuschten 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


HansiHinterseher 09. Feb 2015

Von Panasonic gab es 2010 (!) ein 4k-3D-Plasma-Display mit über 152 Zoll Diagonale für...

Gen_elec 08. Feb 2015

Schade, dass du soviel Halwissen dazu gibst. Ich schätze dein Engagemant im Breich Lfe...

iu3h45iuh456 02. Feb 2015

Mein Samsung D6500 (2011er Modellreihe) ist nur etwas über 3 cm dick. Die aktuellen...

Tobias Claren 31. Jan 2015

@ as Wenn es im Chip drin ist, dann schafft man halt einen eigenen Stecker hinten oder...

m9898 29. Jan 2015

Wärme beeinträchtigt die Lebensdauer von Elkos relativ stark. Gut, wesentlich bessere...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Softwarepatent
Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten

Microsoft hat eine Klage um ein Software-Patent vor dem BGH verloren. Das Patent beschreibt Grundlagentechnik und könnte zahlreiche weitere Cloud-Anbieter betreffen.
Ein Bericht von Stefan Krempl

Softwarepatent: Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten
Artikel
  1. Krypto: Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten
    Krypto
    Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten

    Ein Gericht hat entschieden, dass Craig Wright der Familie seines Geschäftspartners keine Bitcoins schuldet - kommt jetzt der Beweis, dass er Satoshi Nakamoto ist?

  2. Fusionsgespräche: Orange und Vodafone wollten zusammengehen
    Fusionsgespräche
    Orange und Vodafone wollten zusammengehen

    Die führenden Netzbetreiber in Europa wollen immer wieder eine Fusion. Auch aus den letzten Verhandlungen wurde jedoch bisher nichts.

  3. Spielfilm: Matrix trifft Unreal Engine 5
    Spielfilm
    Matrix trifft Unreal Engine 5

    Ist der echt? Neo taucht in einem interaktiven Programm auf Basis der Unreal Engine 5 auf. Der Preload ist bereits möglich.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MM Weihnachtsgeschenkt (u. a. 3 Spiele kaufen, nur 2 bezahlen) • PS5 & Xbox Series X mit o2-Vertrag bestellbar • Apple Days bei Saturn (u. a. MacBook Air M1 949€) • Switch OLED 349,99€ • Saturn-Advent: HP Reverb G2 + Controller 499,99€ • Logitech MX Keys Mini 89,99€ [Werbung]
    •  /