Von HDR zu SDR, von 5.1-Sound zu Stereo

Für eine HDR-Aufnahme muss zwingend ein HDR-fähiger Bildschirm am HDMI-Ausgang angeschlossen sein. Wer den PC mit den Capture-Karten an einem SDR-Bildschirm nutzt, bekommt ein durch Tone Mapping konvertiertes Signal in Echtzeit zu Gesicht. Im Normalfall speichert man eine zu SDR konvertierte Fassung auf seinem Rechner. Erst durch den manuellen Druck auf den HDR-Knopf in RECentral wird automatisch der Codec von H.264 auf H.265 gewechselt und HDR-Aufnahmen werden möglich.

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Über ein Auswahlmenü und Profile lassen sich die Signale auch herunterskaliert sichern. Wie erwähnt, haben wir so zum Beispiel ein HDR-Video in 1080p und 60 Bildern pro Sekunde gespeichert, obwohl das Signal in 4K vorlag - quasi Supersampling.

Mit Final Cut Pro X, Adobe Premiere oder Cyberlink Power Director 15 lassen sich Dateien laut Avermedia editieren. Für Letzteres liegt ein Produktschlüssel bei - wir konnten damit aber noch kein HDR-Video schneiden. Cyberlink will das passende Update bald nachreichen, wurde uns von Avermedia bestätigt.

Ruckelnde Videos

Sollten die Capture-Karten mit PCs unter den Mindestanforderungen genutzt werden, muss man aufpassen, welche Bildrate tatsächlich am PC ankommt. Sobald dieser Wert nicht stabil bei 30 oder 60 fps liegt, raten wir von der Aufnahme ab. Videos mit variabler Bildrate scheint RECentral nicht encoden zu können. Unsere Ergebnisse waren jedenfalls alle unbrauchbar.

Löblich ist die sehr geringe Eingabeverzögerung des Vorschaubildes bei 60 fps. Spiele, bei denen es nicht um millisekundengenaue Eingaben geht, lassen sich problemlos mit dem Vorschaubild spielen. Im Vergleich mit dem Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 konnten wir nur einen zusätzlichen Frame, also eine Verzögerung von circa 16 Millisekunden, messen. Bei der Aufnahme mit 30 fps ist die Verzögerung deutlicher spürbar.

Und was ist mit Mehrkanalsound?

Die Live Gamer 4K und Live Gamer Ultra bieten laut Herstellerangaben die Möglichkeit, auch Mehrkanalsound durchzuschleifen. Das würde tatsächlich einen optimalen Spielgenuss in 4K60 mit HDR und 5.1 ermöglichen bei gleichzeitiger Aufnahme oder Streaming. Uns ist es im Test aber nicht gelungen, den Capture-Karten etwas anderes als ein Stereosignal abzugewinnen.

In allen möglichen Reihenfolgen und verkabelten Varianten haben wir unseren Onkyo-Audio-Receiver, einen Philips OLED 9002 und die Capture-Karten ausprobiert - stets blieb der Sound maximal bei zwei Kanälen. Führen wir das Audiosignal über HDMI zuerst in den Audio-Receiver und von dort in die Capture-Karte, bekommen wir Mehrkanalton - allerdings kein Bild mehr, da dann die HDCP-Verschlüsselung eingreift.

So bleibt eines der interessantesten Features der Capture-Karten, die High-End-Gaming ermöglichen sollen, leider bisher auf der Strecke.

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 Hohe SystemvoraussetzungenStörender Lüfter, blinkende Lichter 
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Kevinjohn91 01. Dez 2018

Ich habe mir die externe Variante gestern bestellt und in Betrieb. Habe ein 4k HDR switch...

Peace Р03. Aug 2018

Ah gut zu wissen! Ich hatte mich nämlich schon öfter gefragt, warum die Qualität bzw...

mw (Golem.de) 02. Aug 2018

Nativ unter OBS schreiben wir. :) Um Elgatos Software und Treiber geht es dabei nicht.


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