Abo
  • Services:
Anzeige
Hortonworks Data Platform 2.1 ist als Preview verfügbar.
Hortonworks Data Platform 2.1 ist als Preview verfügbar. (Bild: Hortonworks/Screenshot: Golem.de)

HDP 2.1: Hortonworks erweitert Hadoop

Schnellere SQL-Abfragen mit Apache Hive, eine verbesserte Mapreduce-Abfrage mit Tez und eine lange geforderte Suche sind die Komponenten, mit denen Hortonworks Hadoop weiterhin als Vorreiter im Bereich Big Data behaupten will. Die Investition Intels in Cloudera schürt die Angst vor einer Fragmentierung.

Anzeige

Hortonworks hat seine Plattform (HDP) in Version 2.1 vorgestellt. Damit wurden integrale Bestandteile verbessert, etwa Apache Hive, die Schnittstelle zu SQL sowie Apache Tez, ein Framework für Datenverarbeitung mit Mapreduce. Auf mehrfachen Kundenwunsch wurde die Suche Solr in HDP integriert. Hortonworks hat außerdem in seinem auch Enterprise Hadoop genannten HDP das System zur Verarbeitung von Datenströmen namens Storm integriert. Die Konkurrenz der Hadoop-Anbieter wird derweil größer und es gibt Befürchtungen, die Entwicklung Hadoops und seiner Komponenten könnte fragmentieren.

Neben SAP, Facebook, Twitter oder eben Yahoo, dessen Hadoop-Entwickler das Unternehmen Hortonworks gründeten, ist auch Microsoft intensiv mit der Entwicklung von HDP 2.1 und vor allem an Hive in Version 0.13 involviert. Von dem Windows-Hersteller stammen nicht nur Anpassungen, damit Hadoop auch in Windows-Umgebungen läuft, sondern auch Hive-Codeteile, die etwa SQL-Abfragen effizienter durchführen können (Vectorized Query Execution).

Mehr SQL in HiveQL

Hives Abfragesprache HiveQL orientiert sich immer mehr an dem SQL-92-Standard. In der aktuellen Version 0.13 wurde beispielsweise die OVER-Klausel integriert. Ferner erlaubt WHERE jetzt Unterklauseln. Mit Tez enthält HDP auch eine weitere Schnittstelle für Mapreduce-Abfragen in den unter Hadoop gesammelten Rohdaten. Die aktuelle Version verringert Latenzzeiten, indem lediglich ein einziger Job pro Abfrage gestartet werden muss. Dennoch soll sich Tez auch für große Abfragen mit hohem Datendurchsatz eignen.

Um die umfangreichen Datenbestände zu verwalten, wurde das Apache-Projekt Falcon integriert. Damit lässt sich beispielsweise über dessen grafische Oberfläche bestimmen, wie lange Datenbestände vorgehalten werden oder die Replikation verwalten. Das Hadoop-Verwaltungswerkzeug Ambari wurde ebenfalls aktualisiert. Die Module Tez und Flacon lassen sich dort künftig ebenso installieren und konfigurieren wie Apache Strom. Über Ambari lassen sich beispielsweise Storm-Cluster verwalten und entsprechende Dienste starten oder stoppen.

Sicherheit erhöht

Für mehr Sicherheit soll Apache Knox sorgen, das jetzt in HDP 2.1 integriert wurde. Mit Knox sollen sich Authentifizierungen in Hadoop und sämtliche Komponenten vornehmen lassen. Dazu bringt Knox ein entsprechendes API mit. Große Teile des Codes stammen von Microsoft. Darüber hinaus erhält das Hadoop Distributed File System (HDFS) die Unterstützung für Zugriffssteuerungslisten (Access Control Lists) sowie Grant/Revoke-Funktionen für Hive. Hive erhält außerdem Unterstützung für PAM (Pluggable Authentication Modules).

Die Suchmaschine Apache Solr wurde ebenfalls in HDP integriert, samt einer Benutzeroberfläche. Außerdem will Hortonworks künftig mit Lucidworks kooperieren. Das Unternehmen bietet Support und Training für den Einsatz von Solr und Apache Lucene, das den Kern von Solr bildet.

Angst vor Fragmentierung

Die massive Investition von 900 Millionen US-Dollar Intels in Cloudera traf Hortonworks offenbar unvorbereitet. Dafür hat Intel die Eigenentwicklung an Hadoop und seinen Komponenten aufgegeben. Mehrfach war auf dem diesjährigen Hadoop Summit davon die Rede, dass sich die Entwicklung der unter der Schirmherrschaft von Apache stehenden Teile des Hadoop-Projekts oder sogar Hadoop selbst fragmentiert. Cloudera steuert einen großen Teil des Codes für Hadoop bei, bietet aber zahlreiche proprietäre Erweiterungen für das Framework an.

HDP 2.1 steht als Preview-Version zum Download bereit. Auch eine eigenständige virtuelle Maschine mit einem vorkonfigurierten HDP 2.1 samt Anleitungen gibt es. Die finale Version soll am 22. April 2014 veröffentlicht werden. HDP 2.1 bleibt weiterhin kostenlos. Hortonworks finanziert sich mit kostenpflichtigem Support und Training.


eye home zur Startseite
cafun4o 08. Mai 2014

Cloudera Manager is das einigste von Cloudera was nicht open source ist. Die andere tools...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. Bühler Motor GmbH, Nürnberg
  3. Storch-Ciret Business Services GmbH, Wuppertal
  4. Robert Bosch GmbH, Leonberg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 56,08€ (Vergleichspreis ab ca. 65€)
  2. 399€ + 3,99€ Versand
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Folgen Sie uns
       


  1. Globalfoundries

    AMD nutzt künftig die 12LP-Fertigung

  2. Pocketbeagle

    Beaglebone passt in die Hosentasche

  3. Fifa 18 im Test

    Kick mit mehr Taktik und mehr Story

  4. Trekstor

    Kompakte Convertibles kosten ab 350 Euro

  5. Apple

    4K-Filme in iTunes laufen nur auf neuem Apple TV

  6. Bundesgerichtshof

    Keine Urheberrechtsverletzung durch Google-Bildersuche

  7. FedEX

    TNT verliert durch NotPetya 300 Millionen US-Dollar

  8. Arbeit aufgenommen

    Deutsches Internet-Institut nach Weizenbaum benannt

  9. Archer CR700v

    Kabelrouter von TP-Link doch nicht komplett abgesagt

  10. QC35 II

    Bose bringt Kopfhörer mit eingebautem Google Assistant



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test: Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test
Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
  1. Adware Lenovo zahlt Millionenstrafe wegen Superfish
  2. Lenovo Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust
  3. Lenovo Patent beschreibt selbstheilendes Smartphone-Display

Wireless Qi: Wie die Ikealampe das iPhone lädt
Wireless Qi
Wie die Ikealampe das iPhone lädt
  1. Noch kein Standard Proprietäre Airpower-Matte für mehrere Apple-Geräte

Apples iPhone X in der Analyse: Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
Apples iPhone X in der Analyse
Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
  1. Face ID Apple erlaubt nur ein Gesicht pro iPhone X
  2. iPhone X Apples iPhone mit randlosem OLED-Display kostet 1.150 Euro
  3. Apple iPhone 8 und iPhone 8 Plus lassen sich drahtlos laden

  1. Mobileye hat die Zusammenarbeit beendet...

    johnDOE123 | 08:31

  2. Re: die hätten vor dem unfähigen LG Köln klagen...

    Arestris | 08:29

  3. Re: Vergleich mit Asus Zenbook UX360CA-C4227T

    DeathMD | 08:21

  4. Re: Apple könnte das iPhone auch pünktlich...

    CopyUndPaste | 08:18

  5. Re: Als Android-Nutzer beneide ich euch

    logged_in | 08:09


  1. 08:11

  2. 07:21

  3. 18:13

  4. 17:49

  5. 17:39

  6. 17:16

  7. 17:11

  8. 16:49


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel