Hdmyboy: HDMI-Ausgang für den ersten grauen Gameboy

Gameboy-Spiele auf dem Fernseher laufen mit Emulatoren schon lange. Richtig retro ist es aber, einen originalen Gameboy und einen Controller im Nintendo-Stil zu verwenden. Das meinen zumindest zwei Brüder, die auf Kickstarter ein Projekt für einen HDMI-Port an einem echten Gameboy gestartet haben.

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Der Hdmyboy sitzt zwischen den Hälften des Gameboy
Der Hdmyboy sitzt zwischen den Hälften des Gameboy (Bild: Kickstarter / Screenshot: Golem.de)

Unter dem Namen Hdmyboy gewinnt derzeit ein Projekt auf Kickstarter schnell Unterstützer. In zwei Stunden des Abends vom 26. November 2014 erhöhte sich der zugesagte Betrag um rund 1.000 Euro. Das Ziel liegt bei 65.000 Euro, 29 Tage läuft die Kampagne noch.

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Hdmyboy ist eine Erweiterung für den ersten Gameboy von Nintendo, der in seinem typischen grauen und sehr robusten Gehäuse 1989 auf den Markt kam. Die Entwickler haben dafür eine Zwischenschicht zwischen Unter- und Oberschale des Geräts konstruiert, die den Gameboy um einen HDMI-Ausgang erweitert. Damit können auf der tragbaren Konsole dann Spiele auf modernen Fernsehern und Projektoren gespielt werden.

Aufgrund der Funktionsweise ist der Hdmyboy nur mit dem ersten Gameboy kompatibel, nicht mit dem Gameboy Color und dem Gameboy Advance. Das liegt daran, dass das Signal, das vom Mainboard des Gameboys ans Display übergeben wird, durch die Erweiterung abgegriffen wird. Das geschieht durch ein Flachbandkabel, das nicht mehr zum Display, sondern zum Hdmyboy führt. Die Entwickler zeigen das in ihrem Video nicht, aber der Bildschirm der Konsole dürfte dann dunkel - oder besser: grün - bleiben.

Da der Hdmybox nur die Bild- und Tonsignale von der Hardware des Gameboys abfängt, sollte er mit allen Spielen funktionieren. Die Entwickler haben das auch mit exotischen Modulen wie der Gameboy Camera ausprobiert, was nach ihren Angaben problemlos klappte.

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An einem Full-HD-Gerät bietet der Hdmyboy zwei Modi: Entweder im korrekten Seitenverhältnis mit 1.120 x 1.008 Pixeln, oder ins Vollbild gestreckt mit 1.920 x 1.008 Pixeln. Das Display des Gameboys stellt 160 x 144 Pixel dar und beherrscht vier Graustufen. Im Video der Entwickler sind auch farbige Darstellungen zu sehen, wie sie genau ausgewählt werden, ist noch nicht bekannt. Auf Kickstarter werden jedoch mehrere vorgegebene Farbpaletten erwähnt. Spätere Geräte wie der Gameboy Color konnten aber den Graustufen feste Farben zuweisen, womöglich beherrscht das auch der Hdmyboy.

Gameboy speist Hdmyboy

Mit Strom wird die Erweiterung über die Batterien der Nintendo-Konsole versorgt, was für acht Stunden reichen soll. Optional lässt sich auch ein externes Netzteil verwenden. Ein Controller im Stil des ersten Nintendo Entertainment Systems (NES) wird mitgeliefert, damit keine langen und wackeligen HDMI-Kabel nötig sind. Auch der passende Spezialschraubendreher zum Öffnen des Gameboys wird beigelegt.

Über Kickstarter wollen die Hdmyboy-Macher die Herstellung der Platinen und vor allem des Gehäuses finanzieren. Letzteres fertigen sie bisher im 3D-Drucker, künftig soll das Zwischenteil mit einer Spritzgussform gebaut werden - und die ist teuer. Für das Paket aus der Erweiterung, Controller und Schraubendreher sind für die ersten Unterstützer 115 Euro inklusive weltweiten Versands gefordert. Derzeit gibt es noch 62 der gebotenen 100 Pakete für diesen Preis, wer sich später beteiligt zahlt 125 Euro. Ausgeliefert wird im April 2015.

Noch zwei Pakete gibt es, wenn man nicht so lange warten will: Für 350 Euro gibt es im Januar 2015 einen einsatzbereiten Hdmyboy mit Gameboy, der von Hand gebaut wird. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, sollen die Unterstützer dieses Angebots einen weiteren Hdmyboy ohne Konsole erhalten.

In den günstigeren Angeboten ist die Nintendo-Konsole nicht enthalten, und auch den Umbau muss man selbst vornehmen. Wenn man den Gameboy nicht mehr besitzt, dürfte es nicht allzu schwierig sein, einen zu finden: Laut offiziellen Angaben von Nintendo wurden weltweit über 118 Millionen der Geräte verkauft, nur das Nintendo DS verkaufte sich von allen Konsolen des japanischen Herstellers mit 154 Millionen Exemplaren noch besser.

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UP87 03. Dez 2014

Nein, ich meinte, dass davon auszugehen wäre, dass es eigentlich ein 1080p Signal ist...

Atzeonacid 29. Nov 2014

Hat immerhin ein Retina-Display Modell 1989. Mehr Pixel konnte man damals einfach noch...

non_sense 29. Nov 2014

Abgesehen davon, dass es schon seit einer Ewigkeit nichts mehr neues von denen gibt...

Anonymer Nutzer 29. Nov 2014

Klar,mein Bravia kann 4:3 strecken und zoomen,und natürlich kann er 16:9 strecken. Aber...



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