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HDMI 2.0 und Displayport: HDR bleibt Handarbeit

Wir wollen schöne Bilder in UHD und HDR nicht nur auf dem Fernseher, sondern endlich auch auf dem heimischen Rechner und Monitor genießen. Das wird wegen der vielen Kombinationen aus Betriebssystem, Grafiktreibern, Monitoren und vor allem Anschlüssen, Kabeln und Standards leider viel komplizierter als erwartet. Wir zeigen, wie es gut gehen kann.

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Für UHD und HDR brauchen wir nicht nur das richtige Kabel, sondern auch gute Hard- und Software.
Für UHD und HDR brauchen wir nicht nur das richtige Kabel, sondern auch gute Hard- und Software. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die auf PC-Monitoren immer noch wenig verbreitete UHD-Auflösung alias 4K verspricht scharfe Bilder. Zusammen mit HDR für bessere Kontraste und in Kombination mit satteren Farben sollen wir so endlich richtig schöne Bilder auch am heimischen Rechner bekommen. Unser Test von UHD-Hardware samt HDR-Inhalten vor rund einem Jahr beschränkte sich größtenteils auf Fernseher und dafür typische Zuspieler wie UHD-Blu-Ray-Player - und zeigte einige Probleme mit der Hardware. Seitdem sind einige PC-Monitore mit entsprechender UHD- und HDR-Unterstützung erschienen und vor allem unterstützt das aktuelle Windows 10 nativ UHD-Inhalte samt HDR.

Höchste Zeit also, uns die Fähigkeiten der klassischen PC-Betriebssysteme, weiterer kleiner Zuspieler und einiger extern angeschlossener Monitore anzusehen und mit verschiedenen Treibern, Kabeln und Protokollversionen zu testen. Unser Ziel: herauszufinden, ob die Erkenntnis unseres damaligen Tests auch am Rechner gilt: "4K-Hardware ist nichts für Anfänger" - oder ob Nutzer es inzwischen einfacher haben.

Leider ist die aktuelle Situation, so viel vorweg, weiter eher enttäuschend. In vielen Fällen ist die Unterstützung für UHD und HDR mehr schlecht als recht und vor allem wenig komfortabel. So kämpfen wir mit Systemabstürzen, Falschinformationen der Monitore und komplizierten Spezifikationen für HDR sowie für die Übertragungswege per HDMI und Displayport samt Farbräumen und Farbunterabtastung. Wir stellen deshalb die von uns vorgefundenen Probleme hier beispielhaft vor, versuchen die technischen Hintergründe dafür zu erläutern und mögliche Lösungen aufzuzeigen, um doch noch in den vollen Genuss von scharfen Bildern, satten Farben und tollen Kontrasten zu kommen.

Auf der Suche nach Plug and Play

Begonnen haben unsere Versuche mit Spezifikationen, Kabel, Hardware-Komponenten, Treibern und Betriebssysteme im vergangenen Herbst, als gleich mehrere Ereignisse in relativ kurzer Zeit unser Interesse geweckt hatten.

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So erklärte auf dem Open Source Summit in Prag der Linux-Entwickler Hans Verkuil, der an der Videokonferenzplattform Spark des Hersteller Ciscos arbeitet, warum das vom Nutzer gewünschte Plug-and-Play-Erlebnis bei der Verwendung von HDMI-Kabeln und UHD-Inhalten nur schwer umzusetzen ist. Das hat laut Verkuil vor allem technische Gründe, die sich in verschiedenen HDMI-Kabeln, -Versionen und der Hardware-Unterstützung manifestieren. Das von uns angestrebte UHD-Signal bei 60 Hz mit RGB-Farben beschrieb Verkuil gar als Grenze des zurzeit Machbaren. Das war uns eigentlich schon Ansporn genug und warf außerdem die Frage auf, was erst passiert, wenn da noch HDR-Informationen hinzukommen?

Zusätzlich stand im Herbst nach fast zwei Jahren Arbeit auch endlich der neue Display-Treiber für AMD-Grafikkarten im Hauptzweig des Linux-Kernels bereit, der für den Betrieb von Grafikeinheiten mit der Vega-Architektur zwingend notwendig ist. Und erst von dieser Kombination - Vega und neuer Display-Treiber - haben wir uns eine gute UHD-Unterstützung unter Linux erwartet.

Ebenso hat Microsoft begonnen, die Unterstützung für HDR-Inhalte nativ in sein Betriebssystem einzubauen und damit auch das Streaming entsprechender Inhalte über Dienste wie Netflix auf dem PC zu ermöglichen. Auch hier sollte uns die Vega von AMD oder die Hardware-Konkurrenz von Nvidia helfen. Letztlich hatten wir im Herbst dann auch zumindest auf dem Datenblatt hochklassige PC-Monitore im Büro, wie zum Testen den LG 32UD99-W, der UHD-Auflösungen und HDR unterstützen soll.

Nicht so einfach wie erhofft

Die Voraussetzungen für schöne Bilder erschienen uns beim ersten kurzen Test also eigentlich ganz gut. Doch das HDR auf dem LG-Monitor war irgendwie viel zu knallig und den Betrieb der UHD-Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln konnten wir bei der Verwendung von HDMI-Kabeln nur mit 30 Hz erreichen statt mit den eigentlich erwarteten 60 Hz. Zu unserer Überraschung lag das aber nicht an dem vielleicht noch nicht ganz fertiggestellten Linux-Treiber. Auch mit anderen Systemen und hier vor allem Windows 10 bekamen wir keine 60 Hz. Schon hier wussten wir, dass unser Test wohl schwieriger werden würde als erhofft.

Und wir ahnen, dass hinter dem Vortrag von Verkuil viel mehr Wahrheit steckt, als es der darin spürbare Frust des Linux-Entwicklers erahnen ließ, und begeben uns auf die Suche nach Spezifikationen, Monitor-Daten und Einstellungen in Betriebssystemen. Wir finden leider viel mehr Probleme als uns lieb ist und wissen danach plötzlich Dinge, von denen Endnutzer eigentlich keine Ahnung haben müssten. Irgendwann klappt es dann aber doch noch mit den schönen Farben und Kontrasten.

Auf der Suche nach 30 Hz extra 
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Friedhelm 05. Mär 2018

Das leidige Thema unsaubere Schriften ist mit einem 4K Monitor endlich passé. Weil die...

BobTheSponger 03. Mär 2018

Hier (https://youtu.be/Caz8ThPBa60?t=246) wird auch gesagt, dass Windows die Helligkeit...

Tragen 28. Feb 2018

Ich hab VLC3 mit komplett Standardeinstellungen getestet und funktioniert leider nicht...

Peh 28. Feb 2018

Soweit ich weiß...für hdr10 bei LCD Technik werden min. 1000 nit Helligkeit...

Neuro-Chef 27. Feb 2018

Ich mag ja sonst keinen Senf, muss aber zugeben, dass meine Fantasie soweit in dem Moment...


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