Deep Colour für 60 Hz

Das etwas neurotische Herumbasteln an Auflösungen, Timings und Wiederholraten kennen einige langjährige Linux-Nutzer wohl noch von früher. Mit Hilfe der sogenannten Modelines des XServers und speziellen Werkzeugen wie XRandr lassen sich die genannten Eigenschaften im Grafiktreiber exakt so festlegen, wie dies der Monitor gernhat. Hilfreich ist das nach wie vor bei fehlenden oder kaputten EDID-Daten sowie in Fällen, in denen das sogenannte Kernel-Modesetting, also das automatische Festlegen dieser Eigenschaften durch den Linux-Kernel, nicht so funktioniert wie gewünscht. Eigentlich sollte das alles inzwischen automatisch funktionieren.

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Ähnliche Möglichkeiten gibt es auch unter Windows. Hier sind die Optionen etwas einfacher über die grafischen Einstellungen der Grafiktreiber zu erreichen. Doch selbst mit den exakten Timings aus den EDID-Daten des Monitors können wir keines der Systeme dazu bringen, uns 60 Hz auszugeben. Stattdessen bekommen wir bestenfalls ein flackerndes Bild und schlimmstenfalls stürzt der Grafiktreiber samt Betriebssystem komplett ab.

Gegentest mit einem Fernseher

Wir müssen uns zur Problemlösung also etwas anderes überlegen und untersuchen statt eines PC-Monitors zunächst wieder einen Fernseher. Fernseher haben in unserem Test vor einem Jahr weniger Probleme gemacht und bringen uns vielleicht unserem Ziel näher, endlich ein UHD-Bild bei 60 Hz vom Rechner aus betreiben zu können und zusätzlich HDR. Wenn das schon nicht mit dem PC-Monitor klappt, dann ja vielleicht mit einem Fernseher, hoffen wir.

Wir schließen also die von uns genutzten Grafikkarten, eine RX Vega 64 von AMD und eine Nvidia GTX 1060, an ein 49-Zoll-Gerät der SJ80-Serie von LG an - und haben die gleichen Probleme. Statt eines UHD-Bilds mit 60 Hz bekommen wir wieder nur 30 Hz. Das Apple TV 4K dagegen bietet uns auch hier wieder die Möglichkeit des Betriebs mit 60 Hz.

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Offensichtlich geht das Modesetting hier aber nicht so vonstatten, wie es soll. Denn sobald wir die neue Auflösung in den Optionen bestätigen, verabschiedet sich unser Bild auch beim Apple TV 4K mit Flackern und grau-buntem Pixelmüll. Hier hilft das zwischenzeitlich eingetroffene zertifizierte Premium-HDMI-Kabel, das wir über unsere Bastelei auf der Kommandozeile fast schon vergessen hatten.

Endlich ein Signal mit 60 Hz!

Damit bekommen wir ein UHD-Bild bei 60 Hz und zusätzlich die Information des Fernsehers, dass der Ultra-HD-Deep-Colour-Modus aktiviert worden ist. Danach klappt es dann auch mit Windows und Linux sowie unseren Grafikkarten. Wir merken aber schnell, dass die Lösung unseres Problems auf der Suche nach schönen Bildern nicht nur ein anderes Kabel ist, sondern dass das Problem vielschichtiger ist.

Eine Suche im Internet bestätigt schnell: Nur wenn der Deep-Colour-Modus aktiviert ist, können wir die Geräte überhaupt mit 60 Hz und UHD-Auflösung an einem Rechner betreiben. Das bestätigt auch ein Blick in die EDID-Daten. Nachdem der Modus aktiviert ist, zeigt der HDMI-Anschluss des Fernsehers anders als zuvor nun plötzlich doch die Unterstützung für die 600-MHz-Timings und damit für das 60-Hz-UHD-Bild.

Wir sind glücklich, aber auch ziemlich irritiert. Die Entdeckung des Deep-Colour-Modus bei LG führt uns letztlich aber auf den richtigen Weg, um auch an anderen Monitoren und Testgeräten unser Wunschsignal doch noch zum Laufen zu bringen.

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 Auf der Suche nach 30 Hz extraVersteckte HDMI-Modi 
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StefanGrossmann 03. Jul 2018

https://www.kodinerds.net/index.php/Thread/62317-HDR-Aktivieren-des-HDR-Modus-unter...

Friedhelm 05. Mär 2018

Das leidige Thema unsaubere Schriften ist mit einem 4K Monitor endlich passé. Weil die...

BobTheSponger 03. Mär 2018

Hier (https://youtu.be/Caz8ThPBa60?t=246) wird auch gesagt, dass Windows die Helligkeit...

Tragen 28. Feb 2018

Ich hab VLC3 mit komplett Standardeinstellungen getestet und funktioniert leider nicht...



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