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HD Graphics 5300: Broadwell-GPU mit 24 oder 48 EUs, sparsamer und schneller

In San Francisco hat Intel bestätigt, was durch die Die-Fotos des Core M alias Broadwell schon erkennbar war: Es gibt für die sparsamsten Versionen 24 statt bisher 20 Ausführungseinheiten. Für die größeren Chips sind 48 dieser EUs möglich.

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24 EUs für ein Slice bei Broadwell-GPU
24 EUs für ein Slice bei Broadwell-GPU (Bild: Intel)

"Intel Processor Graphics Gen8" - so lautet firmenintern der offizielle Name des Grafikkerns der neuen Architektur Broadwell, die zuerst mit dem Core M für lüfterlose x86-Tablets erscheinen wird. In einem Vortrag auf dem Intel Developer Forum hat GPU-Chefarchitekt Stephen Junkins die Architektur im Detail vorgestellt. In knapp 90 Minuten raste er dabei durch ganze 97 Folien.

  • Die Slices und Sub-Slices im Detail (Folien: Intel)
  • 12, 24 oder 48 EUs sind möglich. (Folien: Intel)
  • Rechenleistung der GPUs von Haswell und Broadwell (Folien: Intel)
12, 24 oder 48 EUs sind möglich. (Folien: Intel)
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Der Marketingname der GPU wird HD Graphics 5300 lauten - wir bleiben der Einfachheit halber vorerst bei der Bezeichnung Broadwell-GPU. Deren grundlegende Struktur bleibt nach der Runderneuerung mit Haswell unverändert, wie bereits beschrieben gibt es aber nun drei statt bisher zwei sogenannte "Sub-Slices". In diesen SIMD-Einheiten sind die eigentlichen Rechenwerke (Executions Units) zusammen mit L1- und Texturcaches zusammengefasst.

Die Zahl der EUs hatte Intel vorher noch nicht bestätigt, anhand der Die-Fotos von Broadwell konnte man aber von 24 EUs ausgehen. Die kleinsten Versionen der GPU-Kerne von Haswell kamen nur auf 20. Junkins nannte mit 24 die Anzahl der EUs und erwähnte, dass auch 12 oder 48 möglich seien. Die größte Konfiguration ist wohl für eine neue Version von Iris Graphics vorgesehen, so nennt Intel seine schnellsten GPUs.

  • Die Slices und Sub-Slices im Detail (Folien: Intel)
  • 12, 24 oder 48 EUs sind möglich. (Folien: Intel)
  • Rechenleistung der GPUs von Haswell und Broadwell (Folien: Intel)
Rechenleistung der GPUs von Haswell und Broadwell (Folien: Intel)

Dabei dürfte die Rechenleistung deutlich gesteigert werden. Für Core M steht zunächst im Vordergrund, sie trotz deutlich gesenkter Leistungsaufnahme moderat zu erhöhen. Die sparsamsten Haswells mit 11,5 Watt TDP und 20 EUs bei 850 MHz kommen auf 227 Gflops. Mit demselben Takt soll die Broadwell-GPU durch 24 EUs, mehr Sub-Slices und andere Maßnahmen immerhin 326,4 Gflops erreichen - bei nur 4,5 Watt TDP. Die nächsten passiv gekühlten Tablets werden also eine höhere Grafikleistung haben können als die sparsamsten Ultrabooks des letzten Modelljahrgangs.

Das soll nicht nur Spielen zugutekommen. Was vor einigen Jahren bei Intel noch undenkbar war, sagte Stephen Junkins am Ende seines Vortrags ganz deutlich: Die inzwischen recht fixen HD-Graphics-GPUs sollen vermehrt auch für allgemeine Rechenaufgaben genutzt werden. Das könnte langfristig eine Entlastung der bei Core M nur zwei vorhandenen CPU-Kerne bewirken und auch anderen Herstellern nützen, denn Intel setzt voll auf Standards wie Direct Compute und Open CL 2.0.

Für Entwickler hat Intel daher zum IDF auch ein umfangreiches Whitepaper (PDF) zur Broadwell-GPU veröffentlicht.



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