Abo
  • Services:
Anzeige
HDEV: Gehäuse mit vier Kameras am europäischen Columbus-Modul
HDEV: Gehäuse mit vier Kameras am europäischen Columbus-Modul (Bild: HDEV/Screenshot: Golem.de)

HD Earth Viewing Experiment: Die Erde aus der Sicht eines Astronauten betrachten

Seit Kurzem können Erdbewohner ihren Heimatplaneten aus dem Weltall betrachten. An der ISS sind vier Kameras angebracht worden, die rund um die Uhr die Erde von oben aufnehmen. Die Bilder sind im Netz verfügbar.

Anzeige

Bislang konnten wir uns die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) von unten anschauen, wenn sie mit etwa 28.000 Kilometern pro Stunde über uns hinweg saust. Seit Kurzem gibt es den Blick auch aus der anderen Perspektive: Das High Definition Earth Viewing Experiment (HDEV) liefert rund um die Uhr einen hochaufgelösten Videostream, der die Erde aus der Sicht der ISS zeigt.

  • Die Erde von ganz oben: HDEV liefert einen Blick von der ISS - rechts ist die nordafrikanische Küste zu erkennen. (Bild: HDEV/Screenshot: Golem.de)
  • Das HDEV besteht aus vier handelsüblichen Kameras, deren Bilder ins Netz gestreamt werden. (Bild: HDEV/Screenshot: Golem.de)
  • Die Kameras haben verschiedene Blickwinkel. Nach einigen Minuten wechselt die Perspektive. (Bild: HDEV/Screenshot: Golem.de)
  • Ist es auf der Erde dunkel, bleibt das Bild logischerweise schwarz. Hier überquert die ISS gerade die Tag-und-Nachtgrenze: Unten ist es noch dunkel, die Station wird bereits angestrahlt. (Bild: HDEV/Screenshot: Golem.de)
Die Erde von ganz oben: HDEV liefert einen Blick von der ISS - rechts ist die nordafrikanische Küste zu erkennen. (Bild: HDEV/Screenshot: Golem.de)

Das HDEV besteht aus vier handelsüblichen HD-Kameras, die in einem Gehäuse stecken, das unter Druck steht. Es soll die Kameras vor der Temperatur und der Weltraumstrahlung schützen. Das Kameragehäuse ist am Columbus-Modul angebracht, das die Europäische Weltraumorganisation (Esa) zur ISS beigesteuert hat.

Vier Kameras

Die Kameras sind fest, sie können nicht geschwenkt werden und auch nicht zoomen. Zwei der Kameras sind nach vorne, in Flugrichtung gerichtet, eine schaut nach hinten und eine gerade nach unten. Die Bilder werden laut der US-Raumfahrtbehörde Nasa in einem "Ethernet-kompatiblen Format für die Übertragung zur Erde" kodiert. Die Bilder werden nicht auf der ISS aufgezeichnet, sondern in Echtzeit zur Erde gestreamt. Im Stream wechselt die Perspektive jeweils nach einigen Minuten. Ist die ISS über der Nachtseite der Erde unterwegs, bleibt das Bild dunkel.

Die Raumfähre Dragon des privaten US-Raumfahrtunternehmens Space Exploration Technologies (SpaceX) hat HDEV zur ISS gebracht. Dragon ist am 18. April zur dritten regulären Versorgungsmission gestartet und dockte am 22. April an der Station an. HDEV wurde am 30. April in Betrieb genommen.

Gemüse für die ISS

Der Start der Dragon hatte sich mehrfach verzögert - die Fähre sollte bereits im März fliegen. Zur Ladung gehörte neben HDEV auch ein Weltraumgewächshaus - es soll getestet werden, ob die Pflanzen in weitgehender Schwerelosigkeit gedeihen. Außerdem transportierte die Raumfähre als Sekundärnutzlast einen Cubesat3, der 200 Nanosatelliten ausgesetzt hat.

Die aktuelle Position der ISS zeigt die Esa auf einer Website an. Die Nasa hat eine Seite eingerichtet, auf der der Stream und die aktuelle Postion gemeinsam zu sehen sind.

Die US-Raumfahrtbehörde informiert zudem darüber, wann die ISS vom eigenen Standort aus gut am Nachthimmel zu sehen ist: Nutzer können den Dienst Spot The Station abonnieren und erhalten eine Nachricht, wann die ISS ihren Standpunkt überfliegt. Diese enthält Angaben darüber, wann und wie lange die ISS zu sehen ist, wo sie erscheint und wo sie wieder verschwindet sowie die maximale Höhe über dem Horizont. Die ISS ist nach Sonne und Mond das hellste Objekt am Himmel.


eye home zur Startseite
freddypad 07. Mai 2014

Hau Deinen Kopf mal satt auf ne Tischplatte und sieh Dir das Bild dann nochmal an.

Michael H. 05. Mai 2014

Wird mit Hilfe von geflügelten Pferden an einem Streitwagen und 'nem Kerl Namens Helios...

Hotohori 05. Mai 2014

Ihr meint wohl den hier: http://www.ustream.tv/channel/live-iss-stream

Korashen 05. Mai 2014

Es gibt ja noch den Livestream: http://www.ustream.tv/channel/live-iss-stream Der "Blaube...

Eheran 04. Mai 2014

Wenn sich Kondenswasser/eis bilden würde, würde dies nach kurzer zeit ebenfalls...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. PRÜFTECHNIK AG, Ismaning
  2. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  3. AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster
  4. SQS Software Quality Systems AG, Frankfurt, Köln, München, deutschlandweit


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Folgen Sie uns
       


  1. Apple iOS 11 im Test

    Alte Apps weg, Daten weg, aber sonst alles gut

  2. Bitkom

    Ausbau mit Glasfaser kann noch 20 Jahre dauern

  3. Elektroauto

    Nikolas E-Trucks bekommen einen Antrieb von Bosch

  4. HHVM

    Facebook konzentriert sich künftig auf Hack statt PHP

  5. EU-Datenschutzreform

    Bitkom warnt Firmen vor Millionen-Bußgeldern

  6. Keybase Teams

    Opensource-Teamchat verschlüsselt Gesprächsverläufe

  7. Elektromobilität

    In Norwegen fehlen Ladesäulen

  8. Metroid Samus Returns im Kurztest

    Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin

  9. Encrypted Media Extensions

    Web-DRM ist ein Standard für Nutzer

  10. TP Link Archer CR700v

    Einziger AVM-Konkurrent bei Kabelroutern gibt auf



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Energieversorgung: Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
Energieversorgung
Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
  1. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack
  2. Kreditrating Equifax' Krisenreaktion ist ein Desaster
  3. Best Buy US-Handelskette verbannt Kaspersky-Software aus Regalen

Anki Cozmo im Test: Katze gegen Roboter
Anki Cozmo im Test
Katze gegen Roboter
  1. Die Woche im Video Apple, Autos und ein grinsender Affe
  2. Anki Cozmo ausprobiert Niedlicher Programmieren lernen und spielen

Indiegames-Rundschau: Cyberpunk, Knetmännchen und Kampfsportkünstler
Indiegames-Rundschau
Cyberpunk, Knetmännchen und Kampfsportkünstler
  1. Indiegames-Rundschau Fantasysport, Burgbelagerungen und ein amorpher Blob
  2. Indiegames-Rundschau Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
  3. Jump So was wie Netflix für Indiegames

  1. Neues Feature in iOS11

    iCmdr | 04:05

  2. Re: AI gibt es nicht.

    wlorenz65 | 03:52

  3. Re: Wieso gehts dann anderswo?

    Greys0n | 03:48

  4. Re: Ist doch alles ganz einfach... LTE High Speed...

    Greys0n | 03:46

  5. Re: Armes Deutschland

    medium_quelle | 03:36


  1. 19:04

  2. 18:51

  3. 18:41

  4. 17:01

  5. 16:46

  6. 16:41

  7. 16:28

  8. 16:11


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel