HBO Max im Test: Warners Abo ist technisch top, enttäuscht aber beim Katalog
Wer HBO-Serien im Streamingabo sehen wollte, musste sich bisher mit dem Sky-Streamingabo Wow begnügen, das noch immer keine 4K-Auflösungen kennt. Mit der Markteinführung von Warners Streamingabo HBO Max in Deutschland lassen sich die Inhalte erstmals in einem Abo in hoher Auflösung schauen. Wir haben getestet, wie gut die technische Umsetzung des Warner-Abos gelungen ist, und uns auch den Katalog von HBO Max angeschaut.
Das letzte neue Streamingabo auf dem deutschen Markt war Paramount+. Es wurde technisch miserabel umgesetzt, mit einer unzureichenden Steuerung und anderen Unzulänglichkeiten. Umso erfreuter sind wir, dass es bei Warner Brothers anders ist.
Das fängt bereits mit der Abobuchung an: Wir sehen alle verfügbaren Abos auch ohne Anlegen eines Kontos, anders als bei Paramount+. Es wird sogar auf die RTL+-Pakete hingewiesen, die Waipu-TV-Pakete fehlen hingegen. Neben den üblichen Kreditkarten kann mittels Paypal oder Klarna bezahlt werden. Eine Bezahlung per Bankeinzug oder mittels Guthabenkarte gibt es nicht.
Superbequeme Anmeldung auf Smart-TVs und Co.
Begeistert sind wir von der Anmeldung auf den Geräten: Wir können uns auf Smart-TVs oder Streaminggeräten superbequem anmelden, indem wir das in der HBO-App auf dem Smartphone bestätigen. Es ist keine lästige Eingabe von Buchstaben- oder Ziffernfolgen per Fernbedienung nötig – das kann sich die Konkurrenz zum Vorbild nehmen. Leider gibt es diese Komfortanmeldung nicht auf Roku-Geräten.
HBO Max macht einen ausgesprochen soliden Eindruck, die Streams laufen in hoher Qualität stabil, die Oberfläche ist angenehm aufgeräumt und reagiert immer schnell. Es gibt eine Spulvorschau und das Springen in Zehn-Sekunden-Schritten ist in beide Richtungen möglich.
Dabei sind die Cover-Icons in einer angenehmen Größe gehalten, Warner Brothers folgt nicht dem Trend von Disney und Netflix, die Bilder übergroß zu machen. Ebenfalls angenehm: Die Cover werden nicht wie bei Netflix andauernd gewechselt, auch das macht die Oberfläche übersichtlicher.
Tolle Funktionen für die Merkliste
Sowohl für die Merkliste als auch für den Weiterschauen-Bereich gibt es eigene Bereiche, so dass uns nicht etwa nur eine schmale Leiste bleibt. Eine Umsortierung ist nicht möglich und eine Unterteilung nach Filmen und Serien fehlt ebenfalls.
Immerhin können wir bildschirmfüllend alle Inhalte im Blick behalten. Auf Streaminggeräten sehr clever gelöst: Wenn wir in der App einen Titel sehen, den wir auf die Merkliste setzen wollen, müssen wir nur die OK-Taste länger drücken. Das Öffnen der Details ist nicht nötig – bequemer geht es kaum noch.
Mit dem Lang-Halten-Befehl können wir sogar den Weiterschauen-Bereich auf Smart-TVs und Streaminggeräten bereinigen. Auf Smartphones und Tablets geht das ebenfalls, so dass wir hier keine Einbußen beim Funktionsumfang haben, wie es bei vielen Konkurrenzdiensten der Fall ist.
Keinesfalls selbstverständlich, wie etwa das Beispiel Paramount+ zeigt: Bei HBO Max stimmen die Markierungen zum Überspringen von Vorspännen oder Rückblenden oder dem Wechsel zur nächsten Episode einer Serie. Randnotiz: Mit den Waipu-TV-Geräten können wir mittels Fernbedienung von Episode zu Episode springen.
Zumindest auf Streaminggeräten und Smart-TVs können wir uns auch die Übersicht der Folgen einblenden lassen. Etwas schade ist, dass das auf Smartphones und Tablets nicht geht.
Insgesamt macht Warner Brothers längst nicht so viel falsch wie etwa Paramount.
Viel ist bei HBO Max gut umgesetzt
Die Genres der Film- und Serienrubriken zeigen die entsprechenden Inhalte immer in alphabetischer Reihenfolge. Wir finden das übersichtlicher, als wenn eine vom Anbieter ausgedachte Sortierung gewählt wird.
Gut gefällt uns die Suchfunktion. Sie zeigt Filmreihen oft in der richtigen Reihenfolge und wirbelt die Titel nicht wild durcheinander. Das darf gerne immer so sein. Wir können nicht nur nach Titeln, sondern auch nach Personen suchen, die an den Filmen oder Serien beteiligt sind.
Warner Brothers folgt allerdings der Unsitte anderer Anbieter wie Apple, Disney, Paramount und Sky, indem auch in den vermeintlich werbefreien Abos Werbeschaltungen erscheinen. Es handelt sich dabei um Programmhinweise, die sich zwar überspringen lassen, aber von vielen als Werbung empfunden werden, weil nicht direkt der ausgewählte Inhalt abgespielt wird.
Kopfhörernutzung funktioniert einfach
Eigentlich wäre das keiner Erwähnung wert, aber Paramount+ macht es nötig: Bei HBO Max können wir die Wiedergabe über einen per Bluetooth mit dem Smartphone oder Tablet verbundenen Kopfhörer steuern.
Anders als Disney+ bietet HBO Max zu Filmen und Serien keinen Sonderbereich, um dort Bonusmaterial, gestrichene Szenen, Audiokommentare, Hintergrundberichte oder Ähnliches anzubieten.
Profilfunktionen mit Licht und Schatten
Überwiegend sehr gut umgesetzt sind die Profilfunktionen bei HBO Max. Die Kinderprofile verdienen dabei Lob und Tadel zugleich. Positiv sind zusätzliche Altersfreigaben, die sich nicht nur nach der FSK-Einstufung richten. Schade nur, dass die Freigabe von Inhalten für Kinder über 13 Jahre automatisch auch alle FSK-16- und FSK-18-Inhalte erlaubt.
Es fehlt eine Möglichkeit, diese Inhalte von einem Kinderprofil auszuschließen. Dafür muss ein normales Profil verwendet werden, für das keine Verlassen-PIN festgelegt werden kann. Jugendliche könnten dann in andere Profile wechseln, falls diese nicht alle einzeln mit einer PIN gesichert werden.
Dafür ist die Absicherung der Kinderprofile perfekt umgesetzt: Es gibt einen Zugangscode und einen Code zum Verlassen des Profils. Dadurch müssen die Elternprofile nicht mit einer PIN geschützt werden, um den Zugriff von Kindern zu verhindern.
Anders als bei der Konkurrenz werden Wiedergabeeinstellungen wie etwa der Episodensprung oder automatische Wiedergabestarts nicht in den Profilen konfiguriert. Das macht HBO Max an der Stelle unkomfortabler, falls das gleiche Gerät von mehreren Personen verwendet wird.
Denn diese Einstellungen gelten immer für das entsprechende Gerät. Wäre das in den Profilen hinterlegt, müsste die Einstellung nicht auf jedem weiteren Gerät angepasst werden.
Diese Komfortfunktionen fehlen
Trotz aller Begeisterung bei der technischen Umsetzung und Steuerung hinkt Warner Brothers der Konkurrenz doch in ein paar Punkten hinterher. Es gibt bei HBO Max keine Einblendungen zu Schauspielern in einer Szene, wie sie bei Prime Video und Apple TV angeboten werden. In der Smartphone-App gibt es auch keine Helligkeitsregelung – das bleibt weiterhin eine Netflix-Besonderheit.
HBO Max hat die mit Abstand unüblichste Regelung zu Offline-Inhalten. Je nach Abostufe lassen sich pro Monat 30 oder 100 Titel herunterladen. Dabei wird eine Serienepisode als ein Titel gezählt, so dass sich umfangreichere Serien gar nicht erst für die Offline-Nutzung herunterladen lassen.
Offline-Funktion von HBO Max nicht konkurrenzfähig
Sobald ein Offline-Titel gestartet wurde, muss er innerhalb von 48 Stunden zu Ende geschaut werden. Falls das nicht passiert, muss der Titel erneut heruntergeladen werden, was etwa auf Reisen vielleicht gar nicht ohne Weiteres möglich ist. Wurden Offline-Inhalte noch nicht gestartet, stehen sie maximal 30 Tage zur Verfügung.
In der niedrigsten Qualitätsstufe sind in Actionszenen sehr deutliche Artefakte zu sehen, so dass mindestens die mittlere Qualitätsstufe aktiviert sein sollte, falls solche Qualitätseinbußen unerwünscht sind. Ebenfalls unschön: Es gibt keinen Befehl, um die komplette Staffel einer Serie herunterzuladen. Wir müssen Folge für Folge einzeln für den Download auswählen – das ist mühsam.
Sowohl in der Android- als auch in der iOS-App fiel die Offline-Funktion mit lästigen Fehlern auf. Wenn wir einen Titel noch bei aktiver Internetverbindung angefangen haben und dann ohne Internetverbindung die Offline-Variante abspielen, startet der Inhalt nicht an der letzten Position, sondern beginnt von vorn.
Nur die iOS-App von HBO Max merkt sich die Wiedergabeposition, wenn wir den Offline-Titel mit aktiver Internetverbindung weiterschauen. Die Android-App vergisst auch hier die Stelle des Videos. Ebenfalls in der Android-App und in der App für Fire-TV-Geräte fiel ein Fehler mit Untertiteln auf: Bei etlichen Titeln waren standardmäßig Untertitel aktiviert, die wir dann jedes Mal erst ausschalten mussten, wenn wir sie nicht haben wollten. Schauen wir eine Serie, müssen wir das bei jeder neuen Folge umschalten, das ist nervig.
Da diese Fehler in der iOS-App von HBO Max nicht so massiv auftreten, haben wir die Hoffnung, dass Warner Brothers dies in den kommenden Wochen korrigiert.
Wir haben uns für den Test auch den Katalog von HBO Max in etlichen Stichproben genauer angeschaut – das Ergebnis war zum Teil erschreckend.
HBO Max ist keine Warner-Filmbibliothek
Kommen wir zunächst zu den reinen Zahlen. Nach Angaben der Streamingsuchmaschine Justwatch(öffnet im neuen Fenster) erhalten Abonnenten von HBO Max derzeit Zugriff auf 304 Filme und 408 Serien. Damit gehört HBO Max zu den Streamingabos mit dem kleinsten Katalog in Deutschland. Zum Vergleich: In den USA können Abonnenten von HBO Max aus 1.899 Filmen und 1.675 Serien auswählen.
Bei Paramount+ gibt es in Deutschland derzeit 525 Filme und 269 Serien, also zumindest mehr Filme als bei HBO Max. Wow schlägt HBO Max in beiden Rubriken mit 715 Filmen und 515 Serien deutlich. Lediglich Apple TV+ hat mit 98 Filmen und 206 Serien noch weniger Auswahl als HBO Max.
Abonnenten von Disney+ können aus 2.290 Filmen und 943 Serien wählen, Netflix-Abonnenten haben das größte Sortiment: Hier sind es 5.190 Filme und 2.935 Serien.
Lücken bei den Serien weniger groß
In Stichproben sahen wir nach, welche Inhalte uns bei HBO Max fehlen, die im Besitz von Warner Brothers sind. Bei den Serien waren die Lücken nicht so groß und auffällig. In jedem Fall gibt es aber nicht alle HBO-Serien bei HBO Max: So fehlt etwa The Flight Attendant, das wohl noch länger nur im Amazon-Abo zu haben ist.
Unverständlicherweise fehlen unter anderem die HBO-Serien Chernobyl, Oz und Deadwood, die es derzeit im Abo von Paramount+ gibt. Dafür gibt es den Spielfilm Deadwood bei HBO Max und er gilt als offizieller Abschluss der Serie. Wer also alles von Deadwood sehen möchte, braucht Abos von Paramount+ und HBO Max. Zudem fehlen etliche DC-Animationsserien im deutschen Abo von HBO Max.
Zur Markteinführung von HBO Max wurden etliche Warner-Serienklassiker wie Friends und The Big Bang Theory aus anderen Abos entfernt, so dass es sie derzeit nur exklusiv bei HBO Max gibt. Andere Serien wie etwa Young Sheldon sind unter anderem weiterhin bei Netflix und Disney+ im Abo zu finden.
HBO Max fehlen viele Warner-Filmklassiker
Wer hofft, mit HBO Max quasi eine Filmbibliothek mit Warner-Klassikern zu erhalten, wird maßlos enttäuscht. In Stichproben waren wir überrascht, wie viele berühmte Warner-Filme fehlen. Wer etwa die beiden Es-Verfilmungen vergleichen möchte, kann das nicht tun, denn die ursprüngliche Verfilmung fehlte bei HBO Max. Nach Erscheinen des Tests wurde der Titel nachgefügt und das Original ist nun im Abo verfügbar.
Die Matrix-Filme: Fehlanzeige. Die Lethal-Weapon-Filmreihe ist nicht vorhanden. Die Dirty-Harry- und Gremlins-Filme fehlen ebenfalls. Gleiches gilt für die Filmreihen Nightmare on Elm Street, Mad Max, Police Academy sowie Ocean's Eleven. Und bei der Reihe zu Final Destination hört es mit dem fünften Teil auf, der letzte Teil fehlt. Von Blade Runner fehlt die Neuverfilmung.
Bei der neuen Dune-Verfilmung ist der aktuelle Teil nicht vorhanden und Filmklassiker wie Doktor Schiwago, Der unsichtbare Dritte, Is was Doc? oder Denn sie wissen nicht, was sie tun sind nicht zu finden.
Abonnenten erwarten mehr von einem Warner-Abo
Weitere fehlende Titel sind: Full Metal Jacket, Shining, Die Unbestechlichen, Auf der Flucht, Natural Born Killers, L.A. Confidential, Die Farbe Lila, Heat, Die Akte, The Green Mile, JFK – Tatort Dallas, Contact, Fletchers Visionen, Demolition Man, Space Cowboys, Im Auftrag des Teufels, S1mone, Tango & Cash, Der seltsame Fall des Benjamin Button, Three Kings, Todesstille, Last Boy Scout, 16 Blocks, Payback und Inception.
Diese Liste lässt sich mühelos verlängern, wir haben uns hier auf besonders bekannte Filme von Warner Brothers aus den vergangenen Jahrzehnten konzentriert. Jedenfalls verliert das HBO-Max-Abo an Reiz, wenn Kunden ein spezielles Warner-Abo buchen und dann auf so viele Warner-Produktionen nicht zugreifen können.
Fehlende Tonspuren oder Untertitel
Beim Stöbern durch den Katalog von HBO Max stießen wir gelegentlich auf fehlende englische Untertitel, so etwa bei der Peacock-Miniserie All Her Fault, die diese Woche auf HBO Max startete. Bei etlichen HBO-Spielfilmen wunderten wir uns über fehlende deutsche Tonspuren.
Unpraktisch dabei: Deutsche Tonspuren werden meist am Ende der Tonspurliste angegeben und nicht etwa an erster oder zweiter Stelle. Viele der Spielfilme ohne deutsche Tonspur tragen sogar deutsche Titel und auf anderen Diensten haben wir diese Titel zum Teil mit deutschem Ton angeschaut. Dazu gehören etwa Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt, The Sunset Limited – Eine Frage des Glaubens und Ein Werk Gottes.
In Stichproben fehlten deutsche Tonspuren zudem bei Angeklagt – Der McMartin-Prozess, Gia – Preis der Schönheit, Die Wannseekonferenz, Reiter auf verbrannter Erde, Begrabt mein Herz am Wounded Knee, Die Ehre zu fliegen, Einstein und Eddington sowie Bernard und Doris. Bei keinem der Titel erhalten Abonnenten einen deutlichen Hinweis auf das Fehlen der deutschen Tonspur.
Das bleibt hoffentlich ein Einzelfall. In einer Episode der HBO-Serie The Newsroom ist der deutsche Ton komplett asynchron und stellenweise sehr leise und kaum mehr zu verstehen. Auch in einer Folge von Game of Thrones ist die deutsche Tonspur asynchron zum Bild. Es bleibt zu hoffen, dass Warner Brothers solche technischen Fehler zeitnah behebt.
HBO Max läuft allen wichtigen Geräten
Ebenfalls unschön: Wir stießen immer wieder auf Filme, bei denen deutsche Einblendungen fehlten und wir sie nur bekamen, indem wir in solchen Szenen manuell die Untertitel an- und dann wieder abschalteten. Auch hier sollte Warner Brothers unbedingt nachbessern.
Wer das 4K-Abo von HBO Max bucht, bekommt sehr viele Inhalte in dieser Auflösung präsentiert. Damit gibt es auch Ton in Dolby Atmos, allerdings fehlt dann meist die deutsche Tonspur, was für einen Dienst für den deutschen Markt sehr ärgerlich ist.
HBO Max steht vorbildlicherweise für alle wichtigen Plattformen(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung. Neben Smartphones und Tablets werden Smart-TVs, Streaminggeräte und Spielkonsolen sowie Desktop-Browser für Windows, Mac und Linux unterstützt. Sogar für die nischigen Fire-Tablets gibt es die Streaming-App. Sehr praktisch: Auf den meisten Streaminggeräten war die HBO-Max-Apps ganz vorn in den jeweiligen Appstores schnell zu finden.
HBO Max im Test – Verfügbarkeit und Fazit
Warner Brothers bietet keinen Testzeitraum von HBO Max an, so dass Interessenten gleich dafür bezahlen müssen. In einem gesonderten Artikel auf Golem gehen wir auf die jeweiligen Abomodelle von HBO Max ein, die es im Paket mit RTL+ oder Waipu TV mit entsprechenden Preisnachlässen gibt. Allerdings gibt es das 4K-Abo nicht im Paket mit RTL+.
Der Start von HBO Max zeigt, wie teuer und technisch rückständig Sky Wow-Abonnenten bisher behandelt hat und das weiterhin tut. Ein zu HBO Max vergleichbares Wow-Abo kostete bisher und weiterhin 4 Euro mehr, nach wie vor fällt Sky negativ mit fehlender 4K-Unterstützung auf. Wer für HBO Max einen Euro mehr als bisher für das betreffende Wow-Abo zahlt, bekommt erstmals die meisten Inhalte in 4K-Auflösung.
Fazit
Technisch überzeugt Warners Streamingabo HBO Max, auch die Bedienung und Steuerung sind gelungen. Wer bisher Wow verwendet hat, kann sich über ein besseres Streamingabo zu einem deutlich niedrigeren Preis freuen. Lediglich bei den Downloadfunktionen ist HBO Max so schlecht wie Wow.
Hoffentlich behebt Warner Brothers noch einige technische Fehler, die bei uns nur auf Android-Geräten aufgetreten sind. Schade auch, dass zahlende Kunden der werbefreien Abos trotzdem Werbung erhalten.
Der größte Schwachpunkt von HBO Max ist zur Markteinführung der Katalog. In Stichproben fehlten viele Dutzende Filmreihen und Spielfilme aus dem Warner-Sortiment. Wer also meint, mit HBO Max eine Art Warner-Videothek zu erhalten, wird maßlos enttäuscht – viele Filmklassiker aus den zurückliegenden Jahrzehnten fehlen.
Der Serienbereich vermittelt einen besseren Eindruck, hier fallen die Lücken in Stichproben kleiner aus – es gibt sie aber. Besonders ärgerlich sind die vielen Inhalte ohne deutsche Tonspur, die zum Großteil sogar deutsche Titel tragen. Ebenfalls ärgerlich ist, dass es kaum Titel mit deutschem Dolby-Atmos-Ton gibt, obwohl Abonnenten dafür extra mehr bezahlen. Warner Brothers muss also beim Katalog deutlich nachbessern, derzeit ist die Auswahl vor allem bei Filmen einfach unnötig beschränkt.
Ingo Pakalski testet für Golem.de seit rund elf Jahren Streamingdienste und legt großen Wert darauf, dass sich diese möglichst gut bedienen lassen. Auch vernünftige Suchfunktionen und ein guter Überblick über den Katalog von Filmen und Serien sind dabei wichtig.
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