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HBO Max im Test – Verfügbarkeit und Fazit

Warner Brothers bietet keinen Testzeitraum von HBO Max an, so dass Interessenten gleich dafür bezahlen müssen. In einem gesonderten Artikel auf Golem gehen wir auf die jeweiligen Abomodelle von HBO Max ein, die es im Paket mit RTL+ oder Waipu TV mit entsprechenden Preisnachlässen gibt. Allerdings gibt es das 4K-Abo nicht im Paket mit RTL+.

Der Start von HBO Max zeigt, wie teuer und technisch rückständig Sky Wow-Abonnenten bisher behandelt hat und das weiterhin tut. Ein zu HBO Max vergleichbares Wow-Abo kostete bisher und weiterhin 4 Euro mehr, nach wie vor fällt Sky negativ mit fehlender 4K-Unterstützung auf. Wer für HBO Max einen Euro mehr als bisher für das betreffende Wow-Abo zahlt, bekommt erstmals die meisten Inhalte in 4K-Auflösung.

Fazit

Technisch überzeugt Warners Streamingabo HBO Max, auch die Bedienung und Steuerung sind gelungen. Wer bisher Wow verwendet hat, kann sich über ein besseres Streamingabo zu einem deutlich niedrigeren Preis freuen. Lediglich bei den Downloadfunktionen ist HBO Max so schlecht wie Wow.

Hoffentlich behebt Warner Brothers noch einige technische Fehler, die bei uns nur auf Android-Geräten aufgetreten sind. Schade auch, dass zahlende Kunden der werbefreien Abos trotzdem Werbung erhalten.

Der größte Schwachpunkt von HBO Max ist zur Markteinführung der Katalog. In Stichproben fehlten viele Dutzende Filmreihen und Spielfilme aus dem Warner-Sortiment. Wer also meint, mit HBO Max eine Art Warner-Videothek zu erhalten, wird maßlos enttäuscht – viele Filmklassiker aus den zurückliegenden Jahrzehnten fehlen.

Der Serienbereich vermittelt einen besseren Eindruck, hier fallen die Lücken in Stichproben kleiner aus – es gibt sie aber. Besonders ärgerlich sind die vielen Inhalte ohne deutsche Tonspur, die zum Großteil sogar deutsche Titel tragen. Ebenfalls ärgerlich ist, dass es kaum Titel mit deutschem Dolby-Atmos-Ton gibt, obwohl Abonnenten dafür extra mehr bezahlen. Warner Brothers muss also beim Katalog deutlich nachbessern, derzeit ist die Auswahl vor allem bei Filmen einfach unnötig beschränkt.

Ingo Pakalski testet für Golem.de seit rund elf Jahren Streamingdienste und legt großen Wert darauf, dass sich diese möglichst gut bedienen lassen. Auch vernünftige Suchfunktionen und ein guter Überblick über den Katalog von Filmen und Serien sind dabei wichtig.


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