Hayabusa 2: Wertvolle Asteroidenprobe ist auf der Erde gelandet

Sechs Jahre sind eine lange Zeit für eine Reise von Japan nach Australien. Aber der Umweg durch das Sonnensystem hat sich gelohnt. Schon auf dem Deckel des Probenbehälters befindet sich mehr Material als Hayabusa gesammelt hat.

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In den Probenkapseln fand sich diesmal deutlich mehr Asteroidenmaterial als bei Hayabusa 2.
In den Probenkapseln fand sich diesmal deutlich mehr Asteroidenmaterial als bei Hayabusa 2. (Bild: Jaxa)

In der Nacht vom 5. zum 6. Dezember 2020 landete die Eintrittskapsel mit den Asteroidenproben der japanischen Raumsonde Hayabusa 2 auf der Erde - im südlichen Outback von Australien. Das Ereignis hat die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa live übertragen. Am frühen Morgen wurde die Kapsel von Experten der Jaxa geborgen. Sie wird nun nach Japan geflogen, wo sie sehr vorsichtig geöffnet und ihr Inhalt ausgewertet werden wird.

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Mit der Landung der Probenkapsel in Australien ist der wichtigste Teil der Mission in Sachen Raumfahrt abgeschlossen. Hayabusa 2 startete am 3. Dezember 2014 von der japanischen Insel Tanegashima. Von dort flog sie mithilfe von vier Ionentriebwerken zum Asteroiden 162173 Ryugu, wo die Sonde am 27. Juni 2018 ankam. Nachdem sie den japanischen Rover Minerva und die deutsche Mission Mascot auf der Oberfläche abgesetzt hatte, begann die Probensammlung.

Die Proben wurden gewonnen, indem kleine Projektile aus Tantal in die Oberfläche geschossen wurden. Wegfliegende Steine und Staub wurden dann mit einem Trichter in den Sammelbehältern aufgefangen. Dabei sorgte eine mitgebrachte Sprengladung nach der Bauart einer Panzerfaust für einen künstlichen, frischen Krater. Darin konnten auch Proben von Material genommen werden, das weniger stark durch den ständigen Wechsel von Sonnenlicht und Schatten, Sonnenwind und kosmischer Strahlung beeinflusst war.

Hayabusa 2 fliegt weiter

Das Sammelverfahren war damit viel gezielter als bei der amerikanischen Raumsonde Osiris Rex, die den Asteroiden Bennu untersuchte. Allerdings konnte bei weitem nicht so viel Material gesammelt werden. Erwartet wird aber, dass es zumindest 100 Milligramm Proben gibt. Das wäre sehr viel mehr als bei der Vorgängersonde Hayabusa, wo der Schussmechanismus nicht ausgelöst wurde und sich nur wenige Staubkörner im Probebehälter verfingen.

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Nach der viel erfolgreicheren Probennahme flog die Sonde am 12. November 2019 wieder zurück zur Erde. Der Feuerball beim Eintritt in die Erdatmosphäre war zwar bei weitem nicht so eindrucksvoll wie bei der Vorgängersonde Hayabusa, der entstand allerdings, weil Hayabusa dabei selbst verglühte. Hayabusa 2 wird hingegen die Mission noch bis ins Jahr 2031 fortsetzen. Auf dem Plan steht der Besuch von zwei Asteroiden, Untersuchungen von Staub im Sonnensystem und eine Nebenmission als Weltraumteleskop zur Untersuchung heller Sterne.

Nachtrag vom 14. Dezember 2020, 12:36 Uhr

Ein Probenbehälter wurde am 14. Dezember 2020 von der Jaxa geöffnet. Schon der Eingang des eigentlichen Sammelmechanismus, der Staub in mehreren Kammern gesammelt hat, enthält deutlich mehr Material als die wenigen mikroskopischen Staubkörner bei der Vorgängersonde Hayabusa.

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gelöscht 07. Dez 2020

Mega! Danke für den nützlichen Link und die Info!!!

Kein Kostverächter 07. Dez 2020

http://www.cineoutsider.com/reviews/pix/a/an/andromedastrain_01.jpg

repet 07. Dez 2020

Du hast es richtig erkannt, es ist ein Splitterschutz wie man es von...

Flatsch 07. Dez 2020

So Material aus dem Weltraum ist da, läuft also Venom bald rum :) Spaß muss sein



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