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HAV 304 Airlander: länger als Airbus A-4380 oder Boeing 747
HAV 304 Airlander: länger als Airbus A-4380 oder Boeing 747 (Bild: HAV)

HAV 304 Airlander: Iron-Maiden-Sänger investiert in Hybridluftschiff

HAV 304 Airlander: länger als Airbus A-4380 oder Boeing 747
HAV 304 Airlander: länger als Airbus A-4380 oder Boeing 747 (Bild: HAV)

Was haben Iron Maiden und ein britisches Hybridluftschiff gemeinsam? Bruce Dickinson. Der Sänger der Metal-Gruppe ist an der Entwicklung eines Hybridluftschiffs beteiligt, das künftig große Lasten transportieren soll.

Transporte in unwegsame Gegenden, Hilfslieferungen in Katastrophengebiete, Überwachung: Das britische Unternehmen Hybrid Air Vehicles (HAV) hat ein riesiges Luftschiff entwickelt, das künftig diese Aufgaben übernehmen kann. An dem Projekt ist ein bekannter Sänger beteiligt.

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Der HAV 304 Airlander sieht ein wenig aus, als seien mehrere Luftschiffe zu einem zusammengefügt worden. Das mit Helium gefüllte Luftschiff ist 92 Meter lang und damit noch einmal knapp 20 Meter länger als der Airbus A-380 und die Boeing 747-8, aber immer noch gut zehn Meter länger als die Antonov An-225, das größte Frachtflugzeug der Welt. Mit den alten Zeppelinen kann der Airlander indes nicht konkurrieren: LZ 127 und LZ129 waren mehr als 200 Meter lang. Der Bau hat 60 Millionen britische Pfund, umgerechnet etwa 73 Millionen Euro, gekostet.

Der Airlander ist ein Hybridluftschiff, das sich sowohl durch ein Traggas, das leichter als Luft ist, als auch mit Hilfe von Tragflächen in der Luft hält. Vorteil der Hybridtechnik ist unter anderen, dass das Luftfahrzeug schwerer als Luft sein kann, was die Landeprozedur deutlich einfacher macht als bei einem Luftschiff, das leichter als Luft ist: Es muss nicht von Dutzenden Hilfskräften an Seilen zu Boden gezogen werden.

Landen auf dem Feld, auf Eis, auf Wasser

Der Airlander braucht zum Starten und Landen keine Infrastruktur wie eine Landebahn. Eine ebene Fläche, die groß genug ist, reicht. Das kann in der Wüste sein, auf einem freien Feld oder im ewigen Eis. Notfalls kann das Luftfahrzeug auch auf dem Wasser aufsetzen. Es kann fliegen wie ein Flugzeug, aber auch wie ein Helikopter in der Luft stehen und soll dabei die Umwelt deutlich weniger belasten als ein herkömmliches Flugzeug.

Es bedarf nur einer zweiköpfigen Besatzung, um den Airlander zu fliegen. Das Luftschiff kann zudem auch unbemannt eingesetzt werden. Dann soll es monatelang in der Luft bleiben und zu Überwachungs- und Spionagezwecken eingesetzt werden. Deshalb wollte die US-Armee für die Überwachung nutzen. Allerdings fiel es den Kürzungen des US-Verteidigungshaushaltes zum Opfer.

Alte Luftschiffwerft

Gebaut wird der Airlander in Cardington in der englischen Grafschaft Bedfordshire nördlich von London. Auf einem ehemaligen Stützpunkt der britischen Luftwaffe stehen noch zwei Hangars, in denen schon Anfang des 20. Jahrhunderts Luftschiffe gefertigt wurden. Dort sollen auch noch weitere Airlander entstehen. Der nächste soll knapp 120 Meter lang werden und eine Nutzlast von 50 Tonnen transportieren können.

Neben Transportluftschiffen könnten auch Passagier-Airlander gebaut werden, die mit allem erdenklichen Luxus ausgestattet werden könnten, etwa einem Schwimmbecken. Eine andere Möglichkeit wären kleinere Airlander, die für Tierbeobachtungen eingesetzt werden könnten. Da sie leiser sind als Hubschrauber, würden Antilopen, Wale oder andere Tiere weniger aufgeschreckt.

Bruce will von Pol zu Pol fliegen

Zu den Investoren des Unternehmens gehört Bruce Dickinson, Sänger der britischen Heavy-Metal-Gruppe Iron Maiden. "Das Luftschiff war immer da. Es hat nur auf die Technik gewartet, die es auf den neuesten Stand bringt", sagte Dickinson der BBC. Das Luftschiff beflügele seine Fantasie: "Ich will da rein und es von einem Pol zum anderen fliegen." Das dürfte durchaus ernst gemeint sein: Der Sänger hat als Pilot für eine Fluglinie gearbeitet und bildet Piloten aus.

Assoziation Cargolifter

Das Projekt erinnert ein wenig an Cargolifter: Das Berliner Unternehmen wollte ebenfalls Luftschiffe bauen. Es ließ eine Produktionshalle in Brand, südlich von Berlin, errichten, wo die Giganten gebaut werden sollten. Tatsächlich schaffte es Cargolifter nur, einen Ballon und einen 32 Meter langen Luftschiffprototyp zu bauen.

2002 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. In die Produktionshalle - das größte freitragende Gebäude der Welt - zog zwei Jahre nach dem Konkurs ein Freizeitpark ein.


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Technikfreak 05. Mär 2014

Ja so eine Kombination könnte man prüfen. Oder eben Wiederverflüssigen.

Technikfreak 04. Mär 2014

Was spricht dagegen, einen Teil widerverflüssigen und in einem mitgeführten Tank zu...

breadbaker 04. Mär 2014

Das war doch Absicht. Oder, nicht?

Technikfreak 04. Mär 2014

Ist schon etwas tragisch, wenn man keine Ahnung hat. IT ist nicht nur involvierrt, wenn...

Technikfreak 04. Mär 2014

aber nach England



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