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Armar III: Haushaltsroboter mit menschenähnlicher Aktorik und Sensorik
Armar III: Haushaltsroboter mit menschenähnlicher Aktorik und Sensorik (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Haushaltsroboter: Armar hilft in der Küche

Armar III: Haushaltsroboter mit menschenähnlicher Aktorik und Sensorik
Armar III: Haushaltsroboter mit menschenähnlicher Aktorik und Sensorik (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Das Karlsruher Institut für Technologie zeigt auf der Cebit, was der Haushaltsroboter Armar III alles kann. Sein Nachfolger Armar IV kann ebenfalls bestaunt werden.

"Nimm den Multivitaminsaft", fordert Tamim Asfour, Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), den Roboter auf. "Den Multivitaminsaft nehmen", wiederholt Armar III. Dann schaut er auf die Kartons vor sich und visiert den Saft an. Er betrachtet die Saftpackung einen Moment und merkt dann an: "Der Saft steht zu nahe am Kühlschrank. Ich versuche mit der linken Hand."

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Armar III heißt der Serviceroboter, den das KIT auf der Cebit (Halle 26, Stand G33) präsentiert. Er soll in Zukunft dem Menschen im Haushalt zur Hand gehen. Dabei solle der Mensch mit dem Roboter genau so interagieren können wie mit seinesgleichen, erklärt Kosta Schinarakis vom KIT im Gespräch mit Golem.de. Das solle die Hürde für die Mensch-Maschine-Kommunikation senken.

Sensorik und Aktorik wie ein Mensch

Damit Roboter im Haushalt eingesetzt werden könnten, müssten diese an die Umgebung angepasst werden und nicht die Wohnung an den Roboter, sagt Schinarakis. Entsprechend soll der Roboter auch über eine Sensorik und Aktorik verfügen, die der menschlichen ähneln. Er sieht mit zwei Augen, in die jeweils zwei Kameras integriert sind - ein Kamerapaar dient für das Sehen in der Nähe, das andere für den Fernbereich. Zum Hören habe er sechs Mikrofone, die in den Ohren sowie vorne und hinten am Kopf angebracht seien, zählt Asfour auf.

  • Armar III, der Haushaltsroboter des KIT (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Seine Augen verfügen über zwei Kamerapaare. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Er kann den Kühlschank öffnen... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und Gegenstände herausholen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Er greift... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... mit einer pneumatischen Hand. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Eine Detailansicht der Schulter (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Armar IV hat zwei Beine, sitzt aber noch untätig herum. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Steuerungssoftware für den neuen Roboter ist noch in Arbeit. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Armar III, der Haushaltsroboter des KIT (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Insgesamt verfügt der Roboter über 43 Freiheitsgrade. Wie ein Mensch hat auch der Roboter zwei Hände mit fünf Fingern. Sie werden pneumatisch betrieben. Eine andere Version des Armar III verfügt zudem über eine künstliche Haut, die erkennen kann, ob ein Gegenstand deformierbar ist oder nicht.

Roboter zerbricht Ei nicht

Armar soll sich in der Küche nützlich machen. So kann er beispielsweise Gegenstände holen - von der Anrichte, aber auch aus dem Kühlschrank, den er öffnen kann. Da seine Hände mit Drucksensoren ausgestattet sind, kann er auch ein Ei greifen, ohne es zu zerbrechen. Armar lernt auf verschiedene Arten. Der Mensch kann ihm etwas zeigen, etwa wie er einen Tisch abwischt, und Armar schaut sich die Bewegung ab. Er versteht aber auch einen gesprochenen Befehl. Der Mensch kann auch seine Hand nehmen und ihm eine Bewegung vorführen.

Noch sieht der Roboter allerdings nur bis zur Hüfte menschlich aus, gibt der KIT-Mitarbeiter zu: Denn statt auf Beinen bewegt sich der Armar III auf Rädern fort, die unter einem Chassis sitzen. Diese Fortbewegung erfordert auch eine zusätzliche Sensorik: In der Plattform sitzen drei Laserscanner, mit denen er Hindernisse erkennt. Darin befindet sich auch die Stromversorgung des Roboters in Form von zwei LKW-Batterien, die zusammen 80 Kilogramm wiegen. Damit kann der Roboter zwei bis drei Stunden lang aktiv sein.

Armar IV geht

Die kommende Version, Armar IV, haben die Karlsruher auch mit nach Hannover gebracht. Während Armar III fleißig vorführt, was er alles kann, sitzt der Nachfolger noch unbeteiligt daneben. Der Grund: Die Hardware ist fertig, an der Steuerungssoftware wird aber noch gearbeitet. Unter anderem sind Anpassungen notwendig, da der Roboter über neue Sensoren verfügt. In seinen Händen sind beispielsweise bessere Drucksensoren verbaut.

Der größte Unterschied zwischen Armar II und Armar IV ist aber die Fortbewegung: Der neue Roboter wird nicht mehr fahren, sondern auf zwei Beinen gehen. Dafür ist eine neue Steuerungssoftware nötig. Dabei seien sie noch am Anfang, berichten die KIT-Forscher.

Bis Roboter tatsächlich den Haushalt erledigen, werde es aber noch eine Weile dauern, sagt Schinarakis. In 20 bis 30 Jahren, schätzt er, werden die Roboter dafür einsatzfähig sein.


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Pinguin 12. Mär 2012

Blödes Rumgenöle ... Ich finde das durchaus beeindruckend und wenn Sie den Artikel mal...

Charles Marlow 08. Mär 2012

Das habe ich mich schon spontan in dem Moment gefragt, als ich I, ROBOT das erste Mal...


Robotersauger / 12. Mär 2012



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