Haushalt 2019: Bund will 50 Millionen Euro Förderung für Spielentwickler

Die letzten Beschlüsse fehlen noch, aber 2019 dürften sich die Rahmenbedingungen für Spielentwickler in Deutschland drastisch ändern: Dann stehen 50 Millionen Euro an Fördergeldern allein durch den Bund zur Verfügung. Auch für E-Sportler gibt es gute Nachrichten aus der Politik.

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Spieler auf der Gamescom 2018
Spieler auf der Gamescom 2018 (Bild: Michael Gottschalk/Getty Images)

Bei den Beratungen über den Bundeshaushalt 2019 hat die Regierung erstmals eigene Mittel für die Förderung von Spielentwicklern vorgesehen. Eingeplant sind nun 50 Millionen Euro. Zuständig für diesen "Deutschen Games-Fond" ist das von Andreas Scheuer (CSU) geführte Ministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI).

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Bis die Gelder tatsächlich zur Verfügung stehen, sind noch ein paar Schritte nötig. So muss der Bundestag den Haushalt noch verabschieden, was voraussichtlich Anfang Dezember 2018 geschieht. Außerdem ist die Spielebranche selbst gefragt: "Jetzt muss es darum gehen, das konkrete Förderprogramm schnellstmöglich zu entwickeln und von der EU notifizieren zu lassen", sagt Felix Falk, der Geschäftsführer des Verbands der deutschen Game-Branche Game.

Der Verband hatte den Fonds im Frühjahr 2018 vorgeschlagen und empfohlen, dass Entwickler die Gelder nach einem festen Mechanismus abrufen können, ohne dass dazu ein Gremium entscheiden müsse. Für Prototypen sollten Summen ab 15.000 Euro vorgesehen werden, für Großproduktionen sollte die Fördersumme zwischen 25 und 50 Prozent des Gesamtbudgets betragen. Neben der nun fast beschlossenen Hilfe durch den Bund gibt es bereits länger Förderung auf Länderebene, mit der allerdings größere Projekte so gut wie gar nicht zu stemmen sind.

Der Verband gab sich damals überzeugt, dass sich die Förderung durch den Bund lohnt. In Frankreich würden nach Angaben des Game für jeden Förder-Euro zusätzliche 1,80 Euro an Steuern sowie weitere 8 Euro an Investitionen generiert. Auf Deutschland und den Game-Fonds übertragen würde das laut Game ein erhöhtes Steueraufkommen von 90 Millionen Euro sowie zusätzliche Investitionen in Höhe von rund 400 Millionen Euro bedeuten.

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Im Rahmen der aktuellen Sitzung des Bundestags ging es auch um das Thema E-Sport - passend zu den Klischees über das Computerdaddeln übrigens erst spät nach Mitternacht am 6. November 2018, und sogar live übertragen auf Twitch und weiteren Streamingkanälen. Anlass der Debatte war ein Antrag der Fraktion Die Grünen/Bündnis 90. Darin ging es unter anderem um die Positionierung des Deutschen Olympischen Sportbunds, dessen Abgrenzung vom E-Sport nun im Bundestag auf Kritik traf. Außerdem wurde gefordert, die Gemeinnützigkeit von E-Sports neu zu bewerten und die Vergabe von Visa für E-Sportler zu erleichtern, so dass sie zu Events in Deutschland einreisen und auch am längerfristigen Liga- und Trainingsbetrieb teilnehmen können.

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andy01q 12. Nov 2018

Nein, die WM-Übertragungsgelder werden von der ehem. GEZ bezahlt, die wir alle bezahlen...

Cok3.Zer0 09. Nov 2018

Der Schwanz wedelt mit dem Hund! Es gibt keine Rechnung. Das Geld wäre woanders...

Tommy-L 09. Nov 2018

Die Summe ist in der Tat lächerlich niedrig.

Hotohori 09. Nov 2018

Quark, er schließt nur die billig Spiele aus, die gibt es auch auf PC. Man kann auch gute...

andy01q 09. Nov 2018

Das ist eine zusätzliche Spritze... "Der Etat des Bundesministeriums für Bildung und...



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