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Teslas Akku rechnet sich

Ein kurzes Rechenexempel zeigt die Attraktivität von Powerwall. Wer über die Garantiezeit von zehn Jahren täglich nur die Hälfte der Akkuleistung für den häuslichen Eigenbedarf nutzt, kommt auf Speicherkosten von etwa 17 Eurocent pro Kilowattstunde. Deutsche Stromversorger verlangen für Ökostrom mindestens 10 Cent mehr. Wer den Strom seiner kleinen Solaranlage (bis 10 Kilowatt Leistung) direkt ins Stromnetz einspeist, erhält in Deutschland derzeit knapp 12,50 Cent Einspeisevergütung pro Kilowattstunde. So rechnet sich der direkte Eigenverbrauch des selbsterzeugten Stroms allemal. Mit dem Tesla-Stromspeicher rangieren die Stromkosten während der sonnenlosen Stunden auf dem gleichen Niveau. Sollte jemand täglich sogar die volle Speicherkapazität ausschöpfen, kann er sich über Speicherkosten von unter 10 Cent pro Kilowattstunde freuen.

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Das kalifornische Solarunternehmen Solar City wird den Powerwall-Speicher ab Sommer zusammen mit Photovoltaik-Anlagen anbieten. Solar City, an dem Elon Musk als Mitgründer ebenfalls Anteile hält, rechnet mit einer sehr großen Nachfrage. Um Gewerbekunden über Leasingverträge Solaranlagen und Speicher anbieten zu können, plant Solar City, mit bis zu einer Milliarde US-Dollar in Vorleistung zu gehen. Auch Deutschland als Stammland der Energiewende steht im Fokus von Tesla. Gemeinsam mit dem Hamburger Ökostromversorger Lichtblick soll der Hausakku erst hierzulande und danach EU-weit vertrieben werden.

Lichtblick plant Schwarmspeicher

"Die neuen Tesla-Batterien markieren einen Meilenstein, denn kostengünstige und leistungsfähige Speicher sind eine Schlüsseltechnologie der dezentralen Energie-Revolution", sagt Lichtblick-Chef Heiko von Tschischwitz. Die Akkus lassen nicht nur den Eigenverbrauch von Solarstrom steigen, sondern können sogar zu einem leistungsstarken Schwarm-Strom-Speicher vernetzt werden. Angebunden ans Stromnetz sollen sie intelligent gesteuert werden, um über ganze Regionen Leistungsschwankungen der Wind- und Solarkraftwerke auszugleichen. Millionen installierter Batterien könnten so wertvolle Regelleistung zur Verfügung stellen, die zu lukrativen Preisen an die Stromnetzbetreiber verkauft werden könnte. Die Erlöse will Lichtblick mit den Akkubesitzern teilen.

Ob sich die Anzahl der heute etwa 15.000 in Deutschland installierten Solarstromspeicher mit dem Tesla-Akku vervielfachen wird, lässt sich bisher noch nicht absehen. Auch offizielle Daten zum Material, zur Ladedauer, Sicherheit und Zuverlässigkeit der Powerwall-Speicher sind bislang nicht verfügbar. Tesla verweist bisher auf einen laufenden Praxistest mit ersten Stromspeichern in Kalifornien, bei dem offenbar keine nennenswerten Probleme aufgetreten sind.

Akkupreise könnten stark sinken

Die ersten Powerwall-Module stammen wahrscheinlich aus der kalifornischen Akkufabrik, die auch die Lithium-Ionen-Akkus für die Tesla-Elektromobile zuliefert. Laut Younicos-Ingenieur Schreieder handelt es sich dabei um eine etablierte Technologie auf der Basis von Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Oxid-Zellen. Um die erwartete Nachfrage decken zu können, entsteht derzeit im US-Wüstenstaat Nevada die Tesla-Gigafactory. In Zusammenarbeit mit Panasonic sollen ab kommendem Jahr auf einer Nutzfläche von einem Quadratkilometer Akkus mit mehreren Dutzend Gigawatt Leistung gefertigt werden. Diese Massenfertigung in der dann größten Einzelfabrik der Welt wird auch nötig sein, um die Produktionskosten wie von Experten erwartet um ein Drittel senken zu können.

Die Akkuhersteller in Asien, die heute über die größte Produktionskapazität verfügen, werden dem Vorpreschen von Tesla nicht tatenlos zusehen. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass das Billigangebot von Tesla die Akkupreise schon bald stark sinken lassen könnte. Wichtige Anteile an einem rasant wachsenden Milliardenmarkt - Experten schätzen die Umsätze für 2017 auf gut 19 Milliarden US-Dollar - stehen auf dem Spiel. Um wie Tesla sich als Newcomer auf diesem Markt behaupten zu können, wird die Gewinnspanne für die Powerwall-Module sicher knapp kalkuliert sein. Wenn Tesla in der Anfangsphase nicht sogar draufzahlt und eine erwartete Kostensenkung bei der Produktion vorwegnimmt. "Ich kann mir gut vorstellen, dass es ein subventionierter Preis ist", sagt auch Michael Schreieder.

Ob die Rechnung für Tesla aufgeht, werden die kommenden Jahre zeigen. Mit dem Medienhype um Powerwall hat Musk die erste Etappe jedenfalls erreicht. Ihn - wie in zahlreichen Medien zu lesen - als Energie-Messias zu feiern, mag übertrieben sein. Dennoch braucht eine globale Energiewende solche visionären Akteure, um breite Aufmerksamkeit zu erzeugen. Denn vor ihm ist es keinem gelungen, einem eigentlich schnöden Produkt wie einer Batterie einen Hauch von Glamour zu verleihen.

 Hausbatterie Powerwall: Tesla macht die Energiewende schick
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ChMu 19. Mai 2015

Jup, ist es. Bei mir seit ueber 10 Jahren. DU meinst Du wuerdest eingeschraenkt werden...

Workoft 12. Mai 2015

Ich hatte den Eindruck, dass Steinkohle zum Regeln verwendet wird. Die Stromproduktion...

Workoft 12. Mai 2015

Jeder, der eine Solaranlage hat, hat doch bereits einen inverter. Ist halt die Frage, in...

interlingueX 09. Mai 2015

Da möchte ich moderierend eingreifen und zu bedenken geben, dass nirgendwo vorher etwas...

Anonymer Nutzer 06. Mai 2015

Nun ich würde sagen das die Generation die weniger Öl zur Verfügung hat dankbar darüber...


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