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Hausautomatisierung: Google Nest kommt in deutsche Wohnzimmer

Nest Labs will seine Smart-Home-Geräte demnächst in Deutschland verkaufen. Die vernetzten Überwachungskameras und Rauchmelder können vorbestellt werden, das Thermostat erscheint erst viel später.
/ Andreas Donath
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Nest Protect (Bild: Nest Labs)
Nest Protect Bild: Nest Labs

Nest(öffnet im neuen Fenster) will im Februar 2017 Überwachungskameras und einen vernetzen Rauchmelder offiziell auf den deutschen Markt bringen. Wer sich für diese Geräte interessierte, muss sie bisher importieren. Erst Mitte Februar 2017 werden die Produkte in Deutschland erscheinen.

Die Smart-Home-Geräte sollen auch in Österreich, Italien und Spanien eingeführt werden. Bislang bot sie Google nur in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, den Niederlanden, Kanada und den USA an.

Die Überwachungskamera Nest Outdoor Cam mit WLAN ist für den Außeneinsatz gedacht und erkennt Menschen im Bild. So wird nicht bei jeder Bewegung ein Alarm ausgelöst. Die Kamera ist mit einem Lautsprecher und einem Mikrofon ausgerüstet und kann dank mehrerer Infrarot-LEDs Nachtaufnahmen machen. Bei vielen ähnlichen Geräten lösen alle Bewegungen, die im Bild erkannt werden, eine Alarmmeldung beim Nutzer aus. Die Nest-Kamera hingegen verfügt über eine Personenerkennung und kann auf Wunsch nur dann eine Benachrichtigung auslösen, wenn Menschen in das Blickfeld der Kamera geraten. Der Anwender erhält eine Meldung auf seinem Mobilgerät und kann per Mikrofon und Lautsprecher Kontakt mit der Person aufnehmen. Die Nest Outdoor Cam soll knapp 200 Euro kosten.

Nest Outdoor Cam (Herstellervideo)
Nest Outdoor Cam (Herstellervideo) (01:17)

Die Nest Cam Indoor ist hingegen für den Innenbereich gedacht. Auch sie arbeitet per WLAN und Full-HD-Kamera, bietet eine Zwei-Wege-Audiofunktion sowie einen Nachtsichtmodus. Der Preis liegt bei ebenfalls 200 Euro.

Der Nest-Protect-Rauch- und Kohlenmonoxidmelder für 120 Euro pro Stück soll Feuer und Kohlenmonoxid erkennen und warnt den Benutzer über eine Sprachausgabe und einen Alarm. Auch hier ist eine Fernmeldefunktion integriert, die dem Nutzer eine entsprechende Warnung auf sein Smartphone schickt. Wer will, kann den Alarm auch aus der Ferne abschalten.

Den Nest-Learning-Thermostat, der das erste Produkt des Unternehmens war, bietet das Unternehmen in Deutschland erst in der zweiten Jahreshälfte an und wird dann 250 Euro kosten. Das Gerät merkt sich die Wunschtemperaturen und wie lange das Aufheizen des Zuhauses dauert. So soll das Gerät dann selbstständig für angenehme Temperaturen sorgen und fährt die Heizung herunter, wenn die Bewohner das Haus verlassen haben. Der Thermostat kann auch übers Internet bedient und damit die Heizung aus der Ferne reguliert werden. Für Mietwohnungen ist das Gerät in aller Regel ungeeignet, weil es einen Anschluss an die Heizanlage selbst erfordert und nicht etwa Heizkörperthermostate ansteuert.

Google hatte das Unternehmen Nest 2014 für rund 3,2 Milliarden US-Dollar übernommen . Später kam der Überwachungskamerahersteller Dropcam zu Google. Dafür soll die Google-Tochter Nest rund 555 Millionen US-Dollar bezahlt haben. Bisher wurden von Google nur Überwachungskameras für Innenräume vermarktet.


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