Abo
  • Services:

Hauptversammlung: Telekom-Chef Höttges für Abschaffung der Roaming-Gebühren

Wenn es in der EU eine einheitliche Regelung für das Nutzen von fremden Mobilfunknetzen gibt, könnte die Roaming-Gebühr generell wegfallen. Diese Idee brachte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Telekom, bei der Hauptversammlung seines Unternehmens ins Spiel.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Der Telekom-Chef mit Kanzlerin Merkel auf der Cebit 2014
Der Telekom-Chef mit Kanzlerin Merkel auf der Cebit 2014 (Bild: Reuters)

Tim Höttges, seit Anfang 2014 Chef der Telekom, sperrt sich nicht gegen eine Abschaffung der Roaming-Gebühren. Dies sagte der Manager am 15. Mai 2014 auf der Telekom-Hauptversammlung. Für den europäischen Binnenmarkt forderte Höttges eine einheitliche Regulierung. Dann könnten die Roaming-Gebühren, die für das Telefonieren im europäischen Ausland anfallen, komplett wegfallen.

Stellenmarkt
  1. ETAS, Stuttgart
  2. Alfred Kärcher SE & Co. KG, Winnenden bei Stuttgart

Im Gegenzug sollten die Kartellbehörden aber auch nicht mehr auf winzige Teilmärkte schauen, meinte er in Anspielung auf die derzeitige Praxis bei der Prüfung von Fusionsvorhaben. Das EU-Parlament hat unlängst den Wegfall der Roaming-Gebühren Ende 2015 beschlossen. Allerdings müssen die EU-Staaten diesem Beschluss noch zustimmen.

Die bereits vorher bekannt gewordenen Pläne für ein weiteres Wachstum der Telekom führte Höttges auf der Hauptversammlung ebenfalls näher aus. Er hielt dabei ein Plädoyer für den Netzausbau und neue Partnerschaften mit Internetfirmen. "Wir werden die Telekom zum führenden Anbieter von Telekommunikationsdiensten in Europa machen", sagte er auf seiner ersten Hauptversammlung als Vorstandsvorsitzender in Köln.

Die eigentliche Konkurrenz sitzt in den USA

Dabei kritisierte der Manager, der am Jahresanfang die Nachfolge von René Obermann an der Unternehmensspitze angetreten hatte, die Dominanz amerikanischer Giganten wie Google und Facebook. Sie seien heute an der Börse deutlich mehr wert als die gesamte europäische Telekommunikationsindustrie und längst zu Anbietern von Kommunikationsdiensten aufgestiegen. "Wenn wir jetzt auch noch die Infrastruktur verlieren, verlieren wir unsere digitale Souveränität", warnte er.

In den USA sieht der Konzernchef die Mobilfunktochter für ein mögliches Zusammengehen mit einem Wettbewerber gerüstet. Entscheidend sei die Sicht der amerikanischen Wettbewerbsbehörden. "Kommt es zu einer Marktbereinigung, wäre T-Mobile US auch gut dafür positioniert", sagte er. Zu Spekulationen über eine mögliche Fusion mit dem drittgrößten US-Anbieter Sprint äußerte Höttges sich nicht. Er wies aber darauf hin, dass die US-Tochter angesichts des Wachstums vor enormen Investitionen etwa für den Netzausbau stehe.

Mit weltweit 230.000 Beschäftigten hat die Telekom im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 3,4 Prozent auf 60,1 Milliarden Euro gesteigert. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 1,2 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen für 2013 eine Dividende von 0,50 Euro erhalten.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 2,99€
  3. (u. a. Assassin's Creed Origins PC für 29€)
  4. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt

PeterlePeterleP... 21. Mai 2014

So ein Zufall, dass ihm das einfällt nachdem im Prinzip klar ist dass er bis in 1,5...

fesfrank 17. Mai 2014

bei 230.000 beschäftigte ist das ein riesen brocken ,der muss erstmal bezahlt werden...

Kondom 16. Mai 2014

Oder die AGBs werden einfach dahingehend geändert das man mit Inklusivminuten im Inland...

Optimizer 15. Mai 2014

Heißt der Timotheus jetzt Tim ... ;-)


Folgen Sie uns
       


Blackberry Key2 - Test

Das Blackberry Key2 überzeugte uns nicht im Test - trotz guter Tastatur.

Blackberry Key2 - Test Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm
Indiegames-Rundschau
Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Gas geben, den weißen Hai besiegen und endlich die eine verlorene Socke wiederfinden: Die sommerlichen Indiegames bieten für jeden etwas - besonders fürs Spielen zu zweit.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Schwerelose Action statt höllischer Qualen
  2. Indiegames-Rundschau Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht
  3. Indiegames-Rundschau Mutige Mäuse und tapfere Trabbis

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

    •  /