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HathiTrust Digital Library: Weiterer Etappensieg für Googles Buchprojekt

Universitäten dürfen weiterhin Bücher scannen, ohne dafür die Erlaubnis der Autoren einholen zu müssen. Mit diesem Urteil stärkte ein Berufungsgericht auch Googles Buchprojekt.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
Universitäten dürfen Bücher über Googles Buchprojekt scannen.
Universitäten dürfen Bücher über Googles Buchprojekt scannen. (Bild: AFP/Getty Images)

Universitäten haben das Recht, Millionen von Büchern zu scannen, um deren Inhalte durchsuchbar zu machen, ohne dafür das Einverständnis der Autoren einholen zu müssen. Das entschied am Dienstag ein Berufungsgericht in den USA.

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Die Richter in New York urteilten, die Universitäten verstießen mit dem Einscannen der Bücher nicht gegen das Urheberrecht. Die Bildungseinrichtungen seien von der "fair use"-Doktrin geschützt. Diese erlaubt die nicht autorisierte Nutzung von geschütztem Material, sofern sie der öffentlichen Bildung dient.

73 Prozent der Bücher sind urheberrechtlich geschützt

Geklagt hatte 2011 die US-Autorengilde gemeinsam mit anderen Autorenverbänden. Sie warfen den Universitäten vor, für das Scannen von mehr als zehn Millionen Arbeiten keine Erlaubnis zu haben und deshalb gegen das Urheberrecht zu verstoßen. Rund 73 Prozent der für das Projekt gescannten Bücher sind urheberrechtlich geschützt.

Die Bücher sind Teil der 2008 gestarteten HathiTrust Digital Library (HDL), an der mehr als 80 Universitäten beteiligt sind. Dort können die Werke nach Stichwörtern durchsucht werden, der volle Text ist nur einsehbar, wenn ein Autor dazu das Recht erteilt. Sehbehinderte Nutzer haben Zugriff auf sämtliche Inhalte und können diese zum Beispiel per Sprachausgabe nutzen. Ein Großteil der Inhalte ist Teil von Googles Buchprojekt, der weltweit größten digitalen Bibliothek.

Kein finanzieller Schaden für Autoren

"Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Kopien dem Zweck nicht angemessen sind oder sich nicht im Rahmen der vom Urheberrecht zugestandenen Nutzung befinden", hieß es in dem Urteil. Die Kopien seien notwendig, um der Öffentlichkeit die Dienste der HDL zur Verfügung zu stellen und das Risiko des Datenverlustes zu verringern. Mit dem Einscannen erweiterten die Universitäten den Nutzen der Werke. Den Autoren entstehe dadurch kein finanzieller Schaden.

Im November 2013 hatte Googles Buchprojekt selbst bereits einen ersten Sieg vor Gericht errungen. Damals entschieden die Richter in erster Instanz gegen eine Klage der Autorenverbände wegen Urheberrechtsverletzungen. Die Entscheidung des Berufungsgerichts steht bislang aus.



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