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Haswell-E: X99-Chipsatz für Intels Achtkerner mit bis zu 128 GByte RAM

In Taipeh zeigen Mainboardhersteller Vorserienprodukte für den Haswell-E mit acht Cores. Zunächst werden 64 GByte RAM unterstützt, demnächst aber auch 128.

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Intels Luftkühler für den Sockel LGA2011 auf einem Asus P9X79 Pro
Intels Luftkühler für den Sockel LGA2011 auf einem Asus P9X79 Pro (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Der X99-Chipsatz, der für Intels bald erwarteten Haswell-E mit acht Kernen vorgesehen ist, kann auf der Computex schon unter anderem bei Asrock, EVGA und MSI begutachtet werden. Er steuert den neuen Sockel LGA2011 v3 an, der anders als der bisherige LGA2011 beschaltet ist. In diesen passten Sandy Bridge-E (Core i7-39xx) und Ivy Bridge-E (Core i7-49xx).

  • Der Ein-Chip-Chipsatz X99 ohne Kühler (Fotos: Fabian Hamacher/Golem.de)
  • Acht Speichermodule sind möglich.
  • Ein X99-Mainboard von EVGA
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Bei v3 sind jedoch neue Leitungen für den neuen DDR4-Speicher nötig. Wie beim bisherigen LGA2011 werden aber weiterhin acht Module unterstützt, bei den anderen Haswell-Chipsätzen für Desktop-PCs sind es nur vier. Mit den derzeit verfügbaren 8-GByte-Modulen sind somit beispielsweise mit dem Core i7-5960X schon 64 GByte möglich, was aber schon seit Sandy Bridge-E der Fall war.

Wie von Speicherherstellern in Taiwan zu hören ist, sollen auch die für 2014 erwarteten 16-GByte-Module mit dem X99 laufen. Das hat Intel aber bisher nicht getestet, generell werden bei den E-Plattformen nur vier Riegel vor dem Marktstart überprüft. Intel müsste es eigentlich genau wissen, zumal der Speichercontroller wie gehabt in der CPU selbst steckt. Im Serverbereich, von dem die schnellsten Desktop-CPUs abstammen, sind aber auch schon 128-GByte-Module angekündigt.

Während der große Speicherbereich für manche spezielle Anwendungen wie das Bearbeiten von sehr großen Bildern etwa bei Panoramen oder dem Vorbereiten von Werbedrucken eine Erleichterung darstellt, muss nach bisherigem Stand ein Umstieg auf Haswell-E aus Gründen der Rechenleistung genau abgewogen werden. Das gilt natürlich nur, wenn die Anwendungen nicht speicherlimitiert sind.

Unbestätigten Angaben zufolge kommt die schnellste CPU der Serie, die wohl Core i7-5960X heißt, bei Last auf allen acht Kernen nur auf 3,0 GHz, die Turbo-Takte sind noch nicht bekannt. Schon der direkte Vorgänger, Core i7-4960X (Ivy Bridge-E), erreicht 3,6 GHz Basistakt und 4,0 GHz, wenn nur ein Kern belastet ist. Haswell-E dürfte demnach nur bei sehr genau in Threads aufgeteilten Anwendungen deutlich schneller sein.

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