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Hasta la vista, Vista: Entkernt und abgesichert

Wennschon - dennschon: Microsoft hat Windows mit Vista teils fundamental umgebaut. Davon ist, im Gegensatz zu den optischen Änderungen am Desktop, in späteren Windows-Versionen viel übrig geblieben.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Ein wichtiger Hinweis von Vista, aber kaum jemand liest das Kleingedruckte.
Ein wichtiger Hinweis von Vista, aber kaum jemand liest das Kleingedruckte. (Bild: Golem.de)

Revolutionär sind die Neuerungen meist nicht. Denn Microsoft ist bei der Entwicklung von Windows Vista alias NT 6.0 längst in den zeitlichen Verzug geraten. Von wirklich spektakulären Änderungen wie Next-Generation Secure Computing Base (NGSCB) oder WinFS ist kaum etwas übrig geblieben. Ab dem Jahr 2004 schlägt man bei Microsoft einen eher pragmatischen Pfad ein: Windows Vista soll ein modernes Betriebssystem, aber auch möglichst bald fertig werden. Das neue Sicherheitsmodell hingegen ist tatsächlich ein völlig anderer Ansatz als alles bisher dagewesene und fordert dem Nutzer einiges an Geduld ab. Etwas mehr als zehn Jahre später, am heutigen 11. April 2017, beendet Microsoft die Unterstützung für Windows Vista. Wir blicken zurück.

  • Vista prüft bei der Installation, ob der Rechner auch genügend Leistung hat. (Screenshot: Golem.de)
  • Erster Auftritt des Bitte-warten-Sie-Kringels, den so mancher später zu oft sehen muss. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Hardware eines Rechners bekommt eine Schulnote. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Begrüßungscenter bietet Verknüpfungen zu allerlei Informationen und erscheint automatisch beim ersten Start. (Screenshot: Golem.de)
  • Das neue Theme Aero Glass bringt Schatten und Transparenzeffekte mit und verleiht Vista ein modernes Aussehen.  (Screenshot: Golem.de)
  • In der Taskleiste sowie ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... im Taskmanager werden Vorschaubilder geöffneter Anwendungen gezeigt. (Screenshot: Golem.de)
  • Rechts gibt es die Sidebar, in der nützliche, aber meist auch sinnlose Widgets untergebracht werden können. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Explorer in Vista erhält ein Brotkrumenmenü zur besseren Orientierung und zeigt erweiterte Dateiinformationen an. (Screenshot: Golem.de)
  • Die integrierte Suche nutzt einen verbesserten Indizierungsdienst. (Screenshot: Golem.de)
  • Es gibt keinen Startknopf mehr, sondern nur das Vista-Logo für den Zugang zum erneuerten Startmenü. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Hauptbenutzer bekommt neben einfachen Benutzerrechten auch administrative Rechte.
  • Vista bringt eine neue Kindersicherung mit.
  • Die Zustimmung ist besonders zu Anfang allenthalben notwendig und nervt Anwender zusehends.
  • Erst als Softwareentwickler ihre Programme anpassen, muss nicht mehr zugestimmt werden.
  • Nicht nur Microsoft beendet seinen Support für Windows Vista.
  • Das neue Netzwerkcenter bietet einen deutlich besseren Überblick.
Der Hauptbenutzer bekommt neben einfachen Benutzerrechten auch administrative Rechte.

Da ist die Überraschung groß: Plötzlich warnt uns Windows unentwegt, wenn wir Software oder Treiber installieren oder schlichtweg die Systemzeit ändern wollen. Mit Windows Vista führt Microsoft die Benutzerkontensteuerung ein (User Account Control, UAC). Zwar ist Windows XP bereits ein Mehrbenutzersystem, bei dem Nutzer verschiedene Rechte genießen. Allerdings wird neben einem Gast dort lediglich zwischen den Kontotypen "Computeradministrator" und "Eingeschränkt" unterschieden. Ein eingeschränktes Konto ist es dann auch wirklich, weder die Installation von Anwendungen noch Änderungen in der Systemsteuerung sind möglich. Auch wenn die eingeschränkte Nutzung allenthalben empfohlen wird, verwendet wird sie nur in den seltensten Fällen. Deshalb haben es Viren und Trojaner unter Windows XP besonders leicht, einen Rechner zu befallen.

Die eingeschränkten Konten kommen nicht gut an

Besonders bei der Installation von Anwendungen ist das eingeschränkte Benutzerprofil unter Windows XP lästig. Viele Softwarehersteller hatten ihre Programme noch nicht auf das neue Sicherheitssystem eingestellt, das unter den Vorgängern Windows 95, 98, 98 SE und ME gänzlich fehlte. Erst nach und nach konnten Anwendungen auch im Kontext eines eingeschränkten Benutzers installiert werden. Das betraf besonders Spiele. Also verzichteten auch wir wider besseren Wissens auf die alltägliche Arbeit als eingeschränkter Nutzer und verließen uns auf Virenscanner und Firewalls, um uns zu schützen. Auch bei anderen konnten wir die Verwendung eingeschränkter Konten nicht durchsetzen. Befallene Windows-Rechner bei Kunden, Freunden oder in der Familie zu säubern, gehörte zum Alltag. Noch im Mai 2008 forderte der ehemalige Programmmanager bei Winternals und Microsoft, Wes Miller, uns auf, den Schmerz zu fühlen, wenn wir nicht mehr mit vollen Administratorrechten unter Windows arbeiten.

Wir fühlen den Schmerz 
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plutoniumsulfat 12. Apr 2017

Er spricht ja von der Zeit danach.

Neuro-Chef 12. Apr 2017

Jetzt ratet mal, wer von euch älter ist..^^ Ich hatte ganz kurz noch 98 auf meinem...

pica 11. Apr 2017

Die lassen sich von der NSA erpressen, gegen meinen Willen den Rechner zu verlassen.

pica 11. Apr 2017

Die 3er Versionen von Windows NT hatten einen architektonisch sauberen Mikrokernel. Ab...

ve2000 11. Apr 2017

Woraus schließt Du, das Ich Vista "kacke" fand? Verständnisproblem? Ah ok, Du bist noch...


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