Verfügbarkeit und Fazit

Schon allein vom Preis her sind die beiden Kameras nicht das Richtige für Amateurfotografen: Hasselblad hatte uns die X1D mit einem 45-Millimeter-Objektiv zur Verfügung gestellt. Das Gehäuse kostet 7.900 Euro, das Objektiv 2.290 Euro. Das Fuji-GFX-50S-Gehäuse kostet 7.000 Euro. Dazu bekamen wir vom Hersteller zwei Objektive: eines mit einer Brennweite von 45 Millimetern für 2.900 Euro sowie ein 32-Millimeter- bis 64-Millimeter-Zoom-Objekt für 2.500 Euro.

Stellenmarkt
  1. Domänenarchitekt (w/m/d) Komposit
    W&W Informatik GmbH, Ludwigsburg
  2. Softwareentwickler (m/w/d) Full Stack
    Captana GmbH, Ettenheim
Detailsuche

Eine Minimalausrüstung mit Gehäuse und einem Objektiv kostet also rund 10.000 Euro - und damit deutlich mehr als eine hochwertige DSLR-Ausrüstung. Das Gehäuse der bereits erwähnten Oberklasse-DSLR Canon EOS 5Ds etwa kostet 3.800 Euro. Im Bereich der Mittelformatkameras hingegen sind die beiden Systemkameras Einsteigermodelle. Eine Hasselblad H6D-50c etwa kostet ohne Objektiv 12.900 Euro, die H6D-400c rund 48.000 Euro. Für den Einstieg in die Mittelformatfotografie eignen sich die beiden Kameras also gut.

Fazit

Wegen des intuitiven und durchdachten Bedienungskonzepts fanden wir die Hasselblad X1D zunächst einfacher zu nutzen. Wer hingegen seine Kamera gern personalisiert, ist mit der Fuji sicher besser dran. Zwar bietet auch Hasselblad die Möglichkeit, Funktionen selbst zu definieren, allerdings nicht in gleichem Maße. Von den Hardware-Spezifikationen her schneidet die GFX 50S von Fuji etwas besser ab: Die Auflösung von Display und Sucher sowie die der Bilder ist etwas höher.

Beide Kameras zeichnen auch Videos auf, allerdings nur in Full-HD-Auflösung. Die X1D macht 25, die GFX 50S knapp 30 Bilder pro Sekunde. Die Qualität ist allerdings nicht so gut, beide Kameras zeigen Aufnahmefehler. Die Videoaufnahme ist wohl eher eine Zusatzfunktion.

Golem Akademie
  1. Azure und AWS Cloudnutzung absichern: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. März 2022, virtuell
  2. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27.–28. Januar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Beide Kameras sind in erster Linie Fotoapparate. Hier spielen sie auch ihr ganzes Können aus, hier macht sich der größere Dynamikumfang und das bessere Rauschverhalten bemerkbar: Vor allem, wer gern bei Dunkelheit zum Fotografieren loszieht, wird mit den Kameras seine Freude haben. Zwar hat die Fuji eine etwas höhere Auflösung: 51,4 Megapixel gegenüber 50 Megapixel bei der Hasselblad. Doch bei der Qualität der Bilder konnten wir keine Unterschiede feststellen.

Auf dem Balkon stehen Pflanzen

Auch wenn ein Foto auf den ersten Blick heillos unterbelichtet erscheint: In einem Bildbearbeitungsprogramm lassen sich problemlos zwei, drei oder sogar noch mehr Belichtungsstufen herausholen. Ein unterbelichtetes Foto eines Schiffs in der Hamburger Hafencity etwa ließ sich mühelos um gut 3,5 Blendenstufen aufhellen. Der Detailreichtum zeigt sich auch bei Hineinzoomen in ein das Bild: Auf einem Hochhaus im Hintergrund etwas lassen noch sehr gut die Möbel und Pflanzen auf dem Balkon ausmachen.

Auch hier profitieren die Nachtfotografen: Bei den Fotos an dem Wiesbadener Brunnen ließen sich mit etwas Nachbearbeitung sowohl in den angestrahlten Bereichen des Steins noch Strukturen herausarbeiten als auch in den dunklen Partien durch Aufhellen die Blätter der Pflanzen sichtbar machen.

Wer den Preis nicht scheut - für das Geld gibt es beispielsweise einen Fiat 500 in der Basisausführung, sollen noch mehr Objektive dazukommen, wird daraus auch schnell der Gegenwert eines Fiat 500 Cabrio -, der wird mit einer der beiden Kameras definitiv seine Freude haben. Für welches System die Entscheidung fällt - die Bedienung per Touchscreen von Hasselblad oder die Knöpfe der Fuji, die mehr Möglichkeit zur Personalisierung bietet - ist dann Geschmackssache. Das etwas merkwürdige Gefühl, mit einem Kleinwagen herumzulaufen, das den Fotografen anfangs beschleicht, verflüchtigt sich zusehends mit dem Spaß an den Bildern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Der Sensor macht den Unterschied
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4


fotografer 14. Aug 2018

Da die Mittelformat Kamereas aber nicht so Lichtstarke Objektive nutzen oft nur F4 F3,5...

B.I.G 04. Jul 2018

Sehr gerne, den Aufwand um einen Brauchbaren Vergleich zwischen den Formaten zu...

ArcherV 03. Jul 2018

Edit: Was mir gestern noch eingefallen ist: Die Kamera darf nicht zu neu sein. Ich nutze...

sg-1 01. Jul 2018

hast du auch einen Tipp für mich?

t3st3rst3st 30. Jun 2018

Einem Irrtum unterlegen? Die Damit mit Haar stammt nicht von Golem sondern DPReview...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kanadische Polizei
Diebe nutzen Apples Airtags zum Tracking von Luxuswagen

Autodiebe in Kanada nutzen offenbar Apples Airtags, um Fahrzeuge heimlich zu orten.

Kanadische Polizei: Diebe nutzen Apples Airtags zum Tracking von Luxuswagen
Artikel
  1. Blender Foundation: Blender 3.0 ist da
    Blender Foundation
    Blender 3.0 ist da

    Die freie 3D-Software Blender bekommt ein Update - wir haben es uns angesehen.
    Von Martin Wolf

  2. 4 Motoren und 4-Rad-Lenkung: Tesla aktualisiert Cybertruck
    4 Motoren und 4-Rad-Lenkung
    Tesla aktualisiert Cybertruck

    Tesla-Chef Elon Musk hat einige Änderungen am Cybertruck angekündigt. Der elektrische Pick-up-Truck wird mit vier Motoren ausgerüstet.

  3. DSIRF: Hackerbehörde Zitis prüft österreichischen Staatstrojaner
    DSIRF
    Hackerbehörde Zitis prüft österreichischen Staatstrojaner

    Deutsche Behörden sind mit mehreren Staatstrojaner-Herstellern im Gespräch. Nun ist ein weiterer mit Sitz in Wien bekanntgeworden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Advent: SanDisk Ultra 3D 1 TB 77€ • KFA2 Geforce RTX 3070 OC 8GB 1.019€ • Alternate (u. a. AKRacing Core SX 269,98€) • Sharkoon PureWriter RGB 44,90€ • Corsair K70 RGB MK.2 139,99€ • 2x Canton Plus GX.3 49€ • Gaming-Monitore günstiger (u. a. Samsung G3 27" 144Hz 219€) [Werbung]
    •  /