Compleo verweist auf Mobilitätsprovider
Compleo teilte dazu mit: "Der Nutzer kann den Hashwert zu seiner Karte beim Betreiber der Ladesäule erfragen. Der Betreiber hat die Information, wie der Hashwert gebildet wird, und kann mit der Tag-ID von Kunden (diese hat der EMSP auch) den Hashwert erzeugen. Es kann auch der Hashwert mit auf die Rechnung gedruckt werden, das ist aber vom Betreiber (EMSP/CPO) abhängig. Die Beweislast liegt beim EMSP." Das ist alles andere als kundenfreundlich.
Ohnehin erfüllen EMSP wie Plugsurfing bislang nicht die Voraussetzungen, um einen Ladevorgang noch einmal an der Ladesäule zu überprüfen. So ist auf den Rechnungen weder die UID noch ein Hashwert zu finden. Zudem lässt sich mit den Rechnungsangaben nicht der Ladevorgang an dem Compleo-Modul aufrufen. Denn dazu muss man an der Ladesäule den Zählerstand zu Beginn und Ende eines Ladevorgangs eingeben. Das wird auf den Rechnungen nicht angegeben.
Kritik von Dalheimer
CCC-Mitglied Dalheimer zeigte sich unzufrieden mit der Nachbesserung durch Compleo. "Wenn ich jetzt als Kunde zu einem Dritten gehen muss, um herauszufinden, wie ich die Signatur überprüfen kann, dann kann mir der Dritte auch alles Mögliche vorlügen. Das ist wie eine Zapfsäule ohne Anzeige, bei der man beim Bezahlen auf einen handschriftlichen Zählerstand des Tankwarts vertrauen muss", sagte er auf Anfrage von Golem.de.
Seiner Ansicht nach ist die Nachvollziehbarkeit der Rechnung laut MessEG nicht gegeben, da nicht bekannt ist, wie die Hashwerte mit der UID zusammenhängen. "Was Compleo im vergangenen Jahr gemacht hat, ist, das Verfahren zu vergolden, obwohl es unrettbar kaputt ist. Es liegt nicht im Interesse von Compleo, ein kundenfreundliches und eichrechtskonformes Verfahren umzusetzen. Das wird scheitern, spätestens, wenn massenhaft die Abrechnungen an SAM-Ladestationen angezweifelt werden", sagte Dalheimer.
Absurde Lösungen mit wenig Nutzen
Das Beispiel zeigt einmal mehr: Die Forderungen des Mess- und Eichrechts führen in der Praxis zu absurden Lösungen, die für alle Beteiligten einen hohen Aufwand bedeuten. Allego musste in diesem Frühjahr die Hälfte seiner Mitarbeiter entlassen, weil die Einnahmen gemessen an den Investitionen noch zu niedrig sind. Der Aufwand für eichrechtskonforme Module bringt den Elektroautofahrern aber wenig. Stattdessen wird bislang eher die Sicherheit ihrer Ladetags gefährdet.
Abhilfe ist im Grunde nur möglich, wenn die unsicheren Mifare-Classic-Tags durch andere Chips ersetzt werden, die über einen zweiten Faktor wie eine Pin verfügen. Diese Anforderungen sollen mittelfristig in eine neue Anwendungsregel VDE-AR-E 2532-100 einfließen. Bis solche Tags auf den Markt kommen und die bisherigen ausgetauscht sind, dürfte es noch einige Zeit dauern.
Noch komfortabler und sicherer wäre es, einen Ladevorgang durch die Funktion Plug and Charge zu starten, wie es bei Tesla möglich ist. Zwar gibt es bereits einen entsprechenden Standard (ISO-15118) für die flächendeckende Einführung dieses Systems, doch ist dieser längst noch nicht umgesetzt. Möglicherweise kommt eine Verpflichtung für Plug and Charge mit der neuen Ladesäulenverordnung.
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Hallo nosstromOS, Ihre Erläuterungen sind völlig nachvollziehbar. Natürlich wäre es...
https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/Deutschland/Bochum/Lidl-Poststrasse...
Ob nun ein allgemeines EC/KK Terminal oder eines für Betreiberspezifische Karten macht...
was für ein Nervfaktor? man loggt sich in einigen Portale ein, bei denen keine...