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Hasbro Ahsoka Tano Lightsaber getestet: Das perfekte Geschenk für Star-Wars-Nerds

Hasbros Schwert-Replik ist ein schickes Ausstellungsstück für Star-Wars -Nerd-Höhlen. Die Lichtschwertduelle machen auch Spaß – mit Abstrichen.
/ Oliver Nickel
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Wer zum echten Nerd werden will, braucht sich nur mit dem Hasbro-Lichtschwert zu fotografieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Wer zum echten Nerd werden will, braucht sich nur mit dem Hasbro-Lichtschwert zu fotografieren. Bild: Martin Wolf/Golem

Es summt, kracht, knistert und leuchtet obendrein noch schön hell: Eine Lichtschwert-Replik ist ein Traum für jeden Star-Wars-Fan und ein perfektes Geschenk für die Nerds in der Familie. Hasbro verkauft unter dem Pulse-Label eine ganze Reihe an Lichtschwertern, die den Schwertern der jeweiligen Charaktere in Filmen und Serien nachempfunden sind.

Unter all den Lichtschwertern im Sortiment sticht die Jedi-Waffe von Ahsoka Tano(öffnet im neuen Fenster) , einstige Padawan von Anakin Skywalker und in mehreren Live-Action-Serien gespielt von Rosario Dawson, heraus. Nicht nur ist der Lichtschwertgriff von Ahsokas langem Schwert gekrümmt, statt wie bei den meisten Lichtschwertgriffen gerade. Auch leuchtet die Klinge weiß, ein Alleinstellungsmerkmal unter allen Star-Wars-Lichtschwertern.

Kein anderes Lichtschwert sieht so aus

Diese Optik wird auch bei Hasbros Black-Series-Replik imitiert. Das Design wirkt ein wenig wie der Griff eines traditionellen Katana, des gekrümmten Langschwerts der japanischen Samurai. Diese Ähnlichkeit ist kein Zufall, denn die Designer haben sich von traditionellen japanischen Kriegern inspirieren lassen. In der Serie Star Wars: Rebels und in ihrer eigenen Live-Action-Serie trägt Ahsoka etwa ein an Samurairüstungen erinnerndes Outfit samt Haidate und Kusazuri – dem traditionellen zweiteiligen Beinschutz japanischer Lamellenrüstungen.

Ahsoka Tano Lichtschwert ausprobiert
Ahsoka Tano Lichtschwert ausprobiert (02:37)

Auch hinter der interessanten weißen Farbe steckt eine Geschichte. Während der Klon-Kriege kämpfte Tano noch mit grünen und blauen Klingen. Nachdem sie vor der Order 66 fliehen konnte, machte ein Inquisitor des Imperiums sie auf dem Planeten Raada ausfindig. Tano konnte ihren Angreifer besiegen und den Kyber-Kristall seines rot leuchtenden Schwerts von der dunklen Seite der Macht reinigen. Die Klinge verlor ihre Farbe und leuchtete von nun an weiß.

Eigentlich kämpft Ahsoka in Star Wars stets mit zwei Schwertern. Hasbro hat allerdings nur die längere der beiden Klingen als Replik veröffentlicht, was das Set ein wenig inkomplett wirken lässt. Der gekrümmte Griff wirkt durch die stabile und schwere Metallkonstruktion sehr hochwertig, was im Bereich der Deko-Lichtschwerter keine Seltenheit ist. Das Lichtschwert von Hasbro setzt sich vor allem durch seinen Funktionsumfang von anderen Schwertern ab, enttäuscht an anderen Stellen aber doch.

Hasbro Pulse Force FX Ahsoka Tano Ligtsaber - Pro und Contra
Pro Contra
+ Cooles Design entspricht der Star-Wars-Vorlage fast exakt - merkwürdige Ergonomie und zu leicht erreichbarer Power-Schalter
+ Aufladbarer Akku mit USB-C - Sound zu leise bei Duellen
+ Dedizierter Ausstellungsmodus mit eingeschalteter Klinge - Gyroskop ziemlich ungenau
+ Lichtschwertgeräusche wie in den Serien - es fehlt Ahsokas zweites Shoto-Lichtschwert

Da wäre zum einen das generelle Design des Griffs. Er wirkt im Gegensatz zu vielen anderen Lichtschwertgriffen etwas weniger detailliert. Auch sehen wir keine Gebrauchsspuren, Kratzer oder andere typische Schäden, die eine Waffe wie diese aufweisen würde. Hier schaffen eventuell Farben, Pinsel und Feilen Abhilfe.

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Generell ist es nicht Hasbros Schuld, dass Ahsokas Lichtschwert nicht so ganz in die typische dreckige Star-Wars-Optik passen will. Die Replik entspricht bis auf wenige Details exakt dem in den Serien gezeigten Modell. Die Macher von Disney haben sich einfach ein eher untypisches Design einfallen lassen, das definitiv Geschmackssache ist.

Doch was passiert, wenn wir das Schwert ausstellen oder sogar in einem richtigen falschen Lichtschwertkampf schwingen wollen? Hier performt das Hasbro-Lichtschwert unterschiedlich gut.

Schön zum Ausstellen, Lichtschwertduelle mit Makeln

Ob wir unser Nerdzimmer dekorieren wollen oder ein Lichtschwertduell nachspielen: Hasbro legt dem Lichtschwertreplik einige Zubehörteile bei, um diverse Szenarien darzustellen. Dazu gehören zwei Kopfstücke für den Griff, die einfach ausgetauscht werden können. So können wir das Lichtschwert im ein- und im ausgeschalteten Zustand ausstellen.

Passend dazu kann ein zweiteiliger Standfuß genutzt werden. Er besteht größtenteils aus Metall. Nur das abnehmbare Kopfende ist aus Kunststoff gefertigt. Generell wirkt der Ständer gut verarbeitet und ist stabil. Allerdings ist er nicht besonders unauffällig, so dass die Aufmerksamkeit weg vom schicken Lichtschwertgriff gelenkt wird. Wir würden das Schwert deshalb lieber an die Wand hängen.

Dabei hat Hasbro sich schon gedacht, dass Fans ihr schickes Lichtschwert möglicherweise im eingeschalteten Zustand präsentieren wollen. Dafür wurde ein spezieller Präsentationsmodus integriert. Wird das Schwert per USB-C geladen, werden sämtliche Summ- und Zischsounds abgeschaltet. Die nerven nämlich auf Dauer selbst die härtesten Fans.

Wiederaufladbarer Akku statt AA-Batterien

Moment mal: USB-C-Ladung? Tatsächlich ist es eher eine Ausnahme, dass Lichtschwertrepliken mit einem wiederaufladbaren Akku ausgestattet werden. Ein Blick in das Hasbro-Pulse-Sortiment zeigt etwa: Ahsoka Tanos Griff ist der einzige mit diesem praktischen Feature. Alle anderen Black-Edition-Schwerter müssen mit wechselbaren AA-Batterien betrieben werden.

Im akkubetriebenen Modus kann das Schwert zudem für spontane Duelle mit den Nerdfreunden genutzt werden. Wie bei den meisten anderen Produkten dieser Art wird die ausfahrbare Lichtklinge mit einer transparenten und in diesem Fall weiß leuchtenden LED-Röhre simuliert. Die müssen wir vor dem Kampf erst einmal auf den Griff montieren.

Da kommt der zweite Griffkopf zum Einsatz, der eine Aussparung für die Klinge hat. Zudem wird sie mit einer dicken Inbusschraube festgehalten. Dadurch sitzt die LED-Röhre fest genug im Griff. Allerdings hat die Konstruktion so viel Spiel, dass die Klinge beim Hin- und Herschwingen spürbar nachgibt. Allzu stark sollten wir also nicht auf die Klingen der fiesen Sith einschlagen.

Ein Lichtschwert wäre aber kein Lichtschwert ohne den typischen summenden Sound. In den Originalfilmen wurde das noch analog über das Summen eines Röhrenfernsehers und das Knattern eines Projektormotors erreicht. Im Hasbro-Nachbau sind stattdessen ein digitaler Soundchip und ein passender Lautsprecher integriert.

Die Geräusche für das Summen wurden direkt dem Quellmaterial entnommen. Das bringt mehrere Probleme mit sich: Zum einen klingt Ahsokas Schwert im Vergleich zu anderen Lichtschwertern eher hochtönig und deshalb weniger bedrohlich. Zum anderen ist der Lautsprecher viel zu leise, vor allem, wenn wir es mit einem Nicht-Hasbro-Nachbau von Lukes Lichtschwert vergleichen, das wir als Referenz genommen haben.

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Träges Gyroskop

Zusätzlich dazu ist die Bewegungserkennung im Schwertgriff ziemlich unpräzise. Schwingen wir das Schwert zu schnell, wird der falsche Sound – der ikonische Aufprall der Klinge – abgespielt. Schwingen wir unser Schwert zu langsam, ertönt gar kein Sound. Das macht spontane Lichtschwertduelle eher zum Frustspiel.

Das ist doppelt schade, da wir auch einige weitere Soundeffekte auf Knopfdruck abspielen können. Halten wir einen der Rautenschalter am Griff gedrückt, ertönt etwa das typische Brummen, wenn sich zwei Lichtschwerter miteinander verhaken. Ein kurzes Antippen auf einen der Rautenschalter löst ein Blasterfeuer-Blockgeräusch aus.

Das mag in der Theorie cool sein, funktioniert durch die merkwürdige Ergonomie aber oft nicht. Stattdessen kommen wir während des Kampfes des Öfteren auf den Power-Schalter und schalten unser Schwert ab – Duell verloren!

Wir sind aber natürlich auch keine trainierten Jedi – erst recht nicht so gut trainiert wie Ahsoka Tano.

Hasbro Pulse Ahsoka Tano FX Elite Lightsaber – Verfügbarkeit und Fazit

Hasbro bietet das Ahsoka-Tano-Lichtschwert im Pulse-Onlineshop an. Aktuell ist dieses spezielle Modell auf 180 Euro reduziert. Normalerweise kostet es 360 Euro, was auch dem Preis einiger anderer Lichtschwertrepliken mit Sound und Klinge entspricht.

Fazit

Es bereitet uns schon Freude, ein dem Original nahezu identisches Lichtschwert durch die Luft zu schwingen und uns am Summen und Zischen zu ergötzen. Das Hasbro-Pulse-Black-Edition-Lichtschwert von Ahsoka Tano ist da keine Ausnahme.

Vor allem gefällt uns die Verarbeitungsqualität des Griffs, der größtenteils aus Metall gefräst wurde und sich recht schnell mit einer LED-Röhre als Klinge umwandeln lässt. Dass die Optik mit dem rustikalen Star-Wars-Look bricht und eher an ein japanisches Katana erinnert, ist Teil der Figur Ahsoka Tano und definitiv Geschmackssache.

Gerade als Ausstellungsstück macht Hasbros Schwert einen guten Eindruck. Wir können das Schwert dabei auch dauerhaft im eingeschalteten Zustand präsentieren. Mit eingestecktem USB-C-Kabel werden Summgeräusche nämlich abgeschaltet.

Ahsoka Tano Lichtschwert ausprobiert
Ahsoka Tano Lichtschwert ausprobiert (02:37)

Sobald wir das Schwert aber in der Hand halten und es umherschwingen, kommt uns die ungewöhnliche Ergonomie in die Quere. Uns passiert es oft, dass wir aus Versehen die Klinge aus- und einschalten. Auch sind die Lautsprecher sehr leise und ein wirkliches Star-Wars-Feeling will im Duell nicht aufkommen.

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Wir würden das Schwert deshalb vor allem Fans empfehlen, die sich ein besonders ausgefallenes und vor allem nerdiges Accessoire in ihre Wohnung stellen möchten. Diese sollten dann am besten auch Gäste einladen, die Star Wars und vor allem Ahsoka Tano lieben. Denn solche Menschen freuen sich sicher auch zu Weihnachten darüber.


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