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(Bild: Logitech)

Harmony-Abschaltung: Logitech schenkt Betroffenen einen neuen Fernbedienungs-Hub

Logitech lenkt ein und spendiert allen Besitzern eines Harmony Link Hubs einen neuen Fernbedienungs-Hub. Das Unternehmen hatte einen Proteststurm ausgelöst, als die Abschaltung aller Harmony Link Hubs bekannt gegeben wurde.

Das hatte Logitech offenbar nicht erwartet: Der Konzern löste einen Proteststurm aus, weil der Fernbedienungs-Hub Harmony Link Hub für alle Kunden ab März 2018 komplett abgeschaltet wird. Nur ein Bruchteil der Betroffenen sollte kostenlos ein Autauschprodukt bekommen. Nun änderte Logitech seine Meinung und alle Besitzer eines Harmony Link erhalten kostenlos einen Harmony Hub, der alle Funktionen des Harmony Link abdecken soll.

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Deutsche Kunden sind nicht betroffen

Von all dem sind Kunden in Deutschland nicht betroffen, weil der Harmony Link hierzulande nie auf den Markt gekommen ist. Logitech hat weitere Details zum Grund für die Abschaltung des Harmony Link in einem Blog-Posting bekanntgegeben. Demnach läuft ein Sicherheitszertifikat aus, das erneuert werden müsste. Passiert das nicht, besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Daher entschloss sich Logitech, alle Funktionen des Harmony Link abzuschalten.

Harmony Link Hub (Bild: Logitech) [1/3]

Harmony Link Hub (Bild: Logitech) [2/3]

Harmony Link Hub (Bild: Logitech) [3/3]

Zunächst wollte Logitech nur ausgewählten Harmony-Link-Besitzern einen kostenlosen Austausch anbieten. Nur Kunden, die den Harmony Link vor weniger als einem Jahr gekauft und noch Garantie darauf haben, sollten gratis einen Harmony Hub erhalten, das Nachfolgemodell. Der Harmony Link kam 2011 auf den Markt, die meisten Kunden werden ihn länger als ein Jahr besitzen. Allen übrigen Kunden wurde ein Preisnachlass von 35 Prozent eingeräumt, wenn sie sich einen 100 US-Dollar teuren Harmony Hub kaufen.

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Logitech gesteht einen Fehler ein

"Ich habe einen Fehler gemacht", sagt dazu Rory Dooley, Leiter von Logitechs Harmony-Abteilung. "Mea culpa. Wir werden unsere Kunden gut behandeln und das Richtige tun", erklärte er in einem Gespräch mit Wired. Ausnahmslos alle Besitzer eines Harmony Link erhalten nun kostenlos einen neuen Harmony Hub. Logitech will alle Kunden kontaktieren und alle Austauschgeräte bis Mitte März 2018 austauschen. Dann verweigert der Harmony Link seinen Dienst.

Wenn Kunden bereits das 35-Prozent-Angebot angenommen haben, bekommen sie von Logitech den restlichen Kaufpreis für den Harmony Hub erstattet. Betroffene sollten sich dann bei Logitech melden.

Der Harmony Link Hub kam 2011 auf den Markt und ist ein Vorläufer des auch in Deutschland angebotenen Harmony Hubs. Beide Fernbedienungs-Hubs nutzen Logitechs Cloud-Dienst, um neben Fernseher, Anlage und Ähnlichem auch Smart-Home-Geräte steuern zu können. Die Smart-Home-Bedienung ist mit dem Harmony Link nicht möglich, somit erhalten Kunden zusätzliche Funktionen, wenn sie den Harmony Hub als Austauschgerät erhalten haben.

So funktioniert Harmony

Die Harmony-Fernbedienungen von Logitech benötigen den Harmony Hub, um zu funktionieren. Sowohl in der Fernbedienung als auch im Hub sind Infrarotsender enthalten, um Fernseher, Anlage, Blu-ray-Player und Ähnliches darüber steuern zu können. Zudem ist Bluetooth vorhanden, sodass sich auch Streaming-Boxen wie etwa die Fire-TV-Geräte von Amazon damit bedienen lassen, die keine Infrarottechnik nutzen.

Zudem können Smart-Home-Komponenten darüber angesprochen werden, um etwa beim Einschalten des Fernsehers das Licht zu dimmen. Außerdem können alle Harmony-Hub-Funktionen mit passenden Apps vom Smartphone oder Tablet auch von unterwegs aus genutzt werden. Es gibt passende Apps für Android und iOS.

Harmony kann Aktionen

Das Besondere an der Harmony-Fernbedienung sind die Aktionen. Nutzer können mehrere Befehle zu einer Aktion zusammenfassen. Mit einem Knopfdruck schalten sich der Fernseher, der Blu-ray-Player sowie die Mehrkanalanlage an und das Licht wird gedimmt.

Dabei wird der Fernseher gleich auf den richtigen Kanal für den Blu-ray-Player eingestellt und der passende Eingang an der Mehrkanalanlage aktiviert. Smart-Home-Komponenten lassen sich ebenfalls einbinden, um etwa das Licht zu dimmen oder auszuschalten. Die Befehlsketten lassen sich vom Anwender frei bestimmen und die betreffenden Daten werden in der Cloud gespeichert.

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