Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Hardware: Verbraucherzentrale warnt vor DVB-T2-Geräten aus dem Ausland

Hardware aus dem Ausland läuft mit DVB-T2 oft nicht. Käufer sollten auf ein spezielles Logo auf den Geräten achten, um HD-Fernsehen über die Antenne empfangen zu können. Bisher wurde DVB-T 2 im Ausland mit dem älteren Standard MPEG4 (h.264) kombiniert.
/ Achim Sawall
24 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
DVB-T2-Logo auf der Ifa 2015 (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
DVB-T2-Logo auf der Ifa 2015 Bild: Achim Sawall/Golem.de

Auf der Ifa in Berlin stellen Hersteller ihre Empfangsgeräte für den neuen HD-tauglichen Standard des Antennenfernsehens DVB-T2 vor. Wie die Verbraucherzentrale Sachsen erklärte(öffnet im neuen Fenster) , ist von dem Kauf von Geräten in anderen Ländern abzuraten.

"Für die deutsche DVB-T2-Auflage ist ein spezieller Decoder nötig" , sagte Katja Henschler von der Verbraucherzentrale. "Die deutschen Fernsehsender haben sich für eine neue Codierung entschieden, womit die Qualität verbessert und die Anzahl der Sender vergrößert werden kann. Geräte, die aus dem Export kommen, verfügen über diesen Decoder in der Regel nicht. Deshalb ist auch vom Kauf in anderen Ländern abzuraten, in denen DVB-T2 bereits eingeführt ist, wie zum Beispiel Österreich, Frankreich oder Großbritannien." Das gelte gleichermaßen für Receiver wie für Fernsehgeräte mit integriertem Empfangstuner.

Ab dem kommenden Jahr soll eine Einführungsphase für die deutsche Variante DVB-T2 starten. Bereits jetzt laufen Pilotprojekte in Berlin, München und seit kurzem in Köln/Bonn, über die Programme empfangen werden können.

Altes und neues Codierungsverfahren

In Deutschland laufe "DVB-T2 mit dem effizienten Codierungsverfahren HEVC (h.265). Bisher wurde DVB-T2 im Ausland mit dem älteren Standard MPEG4 (h.264) kombiniert. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit allen relevanten Marktpartnern das DVB-T2-HD-Label entwickelt" , sagte Stefan Schinzel, Leiter Produktmanagement TV-Plattformen beim Sendernetzbetreiber Media Broadcast, Golem.de. Damit könnten Kunden sicher sein, dass ein Gerät die Wiedergabe von DVB-T2 mit HEVC unterstütze.

Die neuen Geräte seien auch abwärtskompatibel. Somit kann das derzeit noch ausgestrahlte, herkömmliche DVB-T-Signal ebenfalls empfangen werden.


Relevante Themen