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Hardware und Software: Facebook legt 360-Grad-Kamera offen

Wie versprochen stellt Facebook die Hardware-Designs seiner Rundum-Kamera und die besonders wichtige Software unter einer offenen Lizenz zum Nachbau zur Verfügung. Auch der genutzte Rechner steht bereit.

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Die Einzelaufnahmen in dem zusammengesetzten Rundumbild
Die Einzelaufnahmen in dem zusammengesetzten Rundumbild (Bild: Facebook)

Jeder, der möchte und die notwendigen Ressourcen hat, kann Facebooks Rundum-Kamera mit dem sprechenden Namen Surround 360 nachbauen und selbst einsetzen. Das Unternehmen teilte in seinem Blog mit, dass wie zur Vorstellung des Geräts versprochen, die Designs der Hardware, die Kontrollsoftware zur Aufnahmesteuerung sowie die Software zum Zusammenfügen des Endvideos veröffentlicht werde.

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Die Surround 360 nutzt 17 miteinander synchronisierte Industriekameras des Herstellers Point Grey mit 14 Weitwinkel- und drei Fisheye-Objektiven. Die Weitwinkelkameras sind kreisförmig angeordnet, während eine Fisheye-Kamera nach oben und zwei nach unten filmen. Jede Kamera ist mit einem 1-Zoll-Sensor mit nur 4,1 Megapixeln Auflösung ausgerüstet, doch das zusammengerechnete Video kann eine Auflösung von bis zu 8K erreichen.

Aus der Bauanleitung für das Gerät geht hervor, dass das Unternehmen sich für die Aufnahmesteuerung einen eigenen transportablen Rechner von dem Unternehmen Sterling hat bauen lassen. Das Modell Apollo-A1 bezeichnet Facebook scherzhaft als Lunchbox-Computer, da die Tastatur aus dem Gehäuse aufgeklappt wird.

Um die notwendige Leistung des PCs zu gewährleisten, empfiehlt Facebook die Verwendung von Intels Achtkerner Core i7-5960X Haswell-E mit den maximal nutzbaren 64 GByte RAM sowie einer Grafikkarte mit 1 GByte Videospeicher von Nvidia. Zum Lagern der Daten sollte ein RAID-System mit einer 12-GBit/s-SAS-Anbindung genutzt werden.

Kernstück Software

Zusätzlich zu dem vergleichsweise einfach umsetzbaren "Rundumblick" durch die Kameras selbst und der Aufnahme der einzelnen Videostreams wird Software benötigt, die diese letztlich zu einem stereoskopischen Video zusammensetzt. Nur so können sich Nutzer quasi frei in dem Video bewegen.

Facebook nutzt zunächst eine einfache Rektangularprojektion für jedes einzelne Kamerabild. Darüber hinaus wird die durch die Objektive verursachte Verzerrung korrigiert. Die Bilder werden schließlich zu einem Panorama zusammengefasst, wobei das Sichtfeld "zwischen" zwei Kameras durch Interpolation erstellt wird. Die Aufnahme der oberen und unteren Kameras werden mit Hilfe des optischen Flusses hinzugefügt.

Die Software basiert auf dem propietären SDK der Kameras von Point Grey für die Kontrolle der Aufnahmen und nutzt OpenCV zur Bildverarbeitung sowie FFmpeg für das Rendern des Videos. Der Code von Facebook steht unter einer BSD-Lizenz sowie einer Lizenz zur freien Nutzung möglicher Patente von Facebook.



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snowhite 30. Jul 2016

Das klingt nach einer netten Idee von Facebook (eigentlich bin ich sogar darüber...


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