Hardware-Kauf: RAM ist so teuer, dass altes DDR3 wieder im Trend ist

Die hohen RAM-Preise sind mittlerweile für viele Kunden untragbar, so dass sie auf ältere Systeme beim Neukauf zurückgreifen. Neben DDR4-Platinen scheinen dabei auch Mainboards mit DDR3 und CPU-Sockel für Intel-Prozessoren bis zur 7000-Generation Kaby Lake. Das berichtet Videocardz(öffnet im neuen Fenster) mit Bezug auf das chinesische Forum Board Channels(öffnet im neuen Fenster) . Kaby Lake wurde vor neun Jahren eingeführt und der Support seitens Intel 2024 eingestellt.
"Es gibt einen interessanten Trend: Die Verkäufe für DDR3-Mainboards wachsen schnell. Das könnte ein Bedürfnis für weniger teure PC-Builds widerspiegeln" , schreibt Board Channels, das unter anderem Verkäufe von Hardware im chinesischen Raum überwacht. Die Nachfrage soll demnach um zwei- bis dreimal höher sein.
Die dort schreibenden Brancheninsider bestätigen auch, dass diese DDR3-Boards oft mit Intel-CPUs bis Coffee Lake gepaart werden. Offiziell unterstützen die aber nur den neueren DDR4-Speicher. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: DDR4 ist aktuell noch eine gute Alternative zu DDR5. Die Module sind zwar ebenfalls bereits merklich im Preis gestiegen – etwa zehn bis 20 Prozent. 32 GByte bekommen Kunden aber noch für 200 Euro.
DDR3 kostet einen Bruchteil
Bei DDR5 sieht es anders aus: Kosteten 32 GByte DDR5-RAM im Oktober 2025 noch ebenfalls 200 Euro, liegen die Preise mittlerweile bei 430 Euro und mehr. Bisher ist auch keine Preissenkung in Sicht. Schauen wir auf die Preise für DDR3, dann sind 32 GByte auch heute noch neu bei Onlineshops wie Alternate für etwa 150 Euro erhältlich. Gebrauchter DDR3-RAM ist noch einmal merklich günstiger.
Allerdings funktionieren so alte Systeme mit dem neueren Windows 11 nicht mehr. Da der erweiterte Support von Windows 10 für die meisten Privatkunden Ende 2026 ausläuft, würde sich eine Neuanschaffung eines DDR3-Systems kaum lohnen – es sei denn, Windows 11 wird durch ein anderes Betriebssystem wie etwa Linux ersetzt.