Hardware-Encoding im Test: Adobe Premiere exportiert in 1/4 der Zeit

Dank der Unterstützung von Grafikkarten-Video-Encodern macht Adobes Premiere Pro endlich Gebrauch von Hardware-Beschleunigung.

Ein Test von veröffentlicht am
Adobe Premiere Pro mit 8K-Encoding durch Nvidias NVENC
Adobe Premiere Pro mit 8K-Encoding durch Nvidias NVENC (Bild: Adobe, Sceenshot: Golem.de)

Vor wenigen Tagen hat Adobe etwas getan, das wir uns schon seit Jahren erhofft hatten: Seit der Version 14.2 nutzt Premiere Pro die Hardware-Beschleunigung für Video-Encoding in aktuellen und älteren Grafikkarten. Das klappt für H.264 und für HEVC unter Windows 10 mit AMD- sowie mit Nvidia-Modellen.

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Konkret ist eine Geforce-Karte mit Maxwell-, Pascal- oder Turing-Architektur und NVENC (Nvidia Encoder) notwendig; bei den Quadro-Ablegern wird sogar die Kepler-Technik unterstützt. Consumer-Radeons empfiehlt Adobe nicht, stattdessen werden bei den Systemanforderungen nur Radeon Pro und FireGL mit VCE (Video Codec Engine) genannt. Ob dem tatsächlich so ist, konnten wir bisher nicht in der Praxis überprüfen.

Unseren Tests zufolge wird die Hardware-Beschleunigung für H.264 bis 4K-UHD und für HEVC bis 8K-UHD verwendet. Das klappt mit einer Farbtiefe von 8 Bit und von 10 Bit, wobei zumindest unsere Geforce RTX 2080 Ti eine variable Bitrate in einem Durchgang (VBR1) oder eine konstante Bitrate (CBR) in Hardware beschleunigen kann. Wählen wir zwei Pässe (VBR2) aus, schaltet Premiere Pro auf Software um.

  • Ryzen 7 3700X, 32GB DDR4-3200, RTX 2080 Ti, Samsung 970 Evo Plus, Win10 v1090, Geforce 445.87 (Bild: Golem.de)
  • Ryzen 7 3700X, 32GB DDR4-3200, RTX 2080 Ti, Samsung 970 Evo Plus, Win10 v1090, Geforce 445.87 (Bild: Golem.de)
Ryzen 7 3700X, 32GB DDR4-3200, RTX 2080 Ti, Samsung 970 Evo Plus, Win10 v1090, Geforce 445.87 (Bild: Golem.de)

Der Videospeicher der Geforce ist bei 8K-HEVC mit gut 5 GByte gefüllt, allerdings ist der Wochenrückblick 10/2018 kein forderndes Projekt: Wir verwenden 4K-Greenscreen-Footage und vorab in 1080p konvertiertes Material von mehreren Außendrehs.

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Um zu prüfen, wie viel schneller Premiere Pro mit Hardware-Beschleunigung per Nvidias NVENC encodiert, haben wir mit H.264 in 4K und mit HEVC in 8K exportiert. Zum Vergleich führen wir die Export-Zeit im CPU-Modus auf einem achtkernigen Ryzen 7 3700X (Test) und mit der Mercury Playback Engine (CPU plus CUDA) auf, wobei wir für Letzteres von der Version 14.2 zurück auf die Version 14.1 für Premiere Pro und den Media Encoder wechseln mussten.

Mit H.264 in 4K verkürzt der Hardware-Encoder die Wartezeit von 6:17 auf 2:03 Minuten, der reine CPU-Pfad ist mit 9:44 Minuten abgeschlagen. Mit HEVC in 8K beeindruckt Nvidias NVENC umso mehr: Das Projekt ist in 11:21 Minuten exportiert, per Mercury Playback Engine dauert es mit 41:07 Minuten gleich vier Mal so lange und per Prozessor geschlagene 54:38 Minuten. Die Zieldatei mit NVENC (4,91 GByte) fällt kleiner aus als mit CUDA (5,78 GByte) - wir sehen jedoch keine Qualitätsunterschiede.

Intel Quicksync unterstützt Premiere Pro schon seit 2018. Passend zur Integration des NCENC und der VCE meldet sich daher auch Intel zu Wort: Bei den aktuellen Ice-Lake-Chips soll Quicksync mindestens 50 Prozent schneller sein als bei den älteren Whiskey-Lake-Prozessoren. Ein Ausblick auf Tiger Lake wäre da spannender gewesen.

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Doener 03. Jun 2020

Das bedeutet das deine Aussage über QuickSync falsch ist. Die IGPU von Haswell ist Gen7...

Clown 26. Mai 2020

Ich beschäftige mich schon länger nicht mehr mit Videoschnitt, aber Adobe hat so lange...

Eheran 25. Mai 2020

Da wackelt die Kamera immer mal wieder. Mein Tipp, da das spätestens bei Aufnahmen über...

Eheran 25. Mai 2020

+1, ist immer nur einen Rechtsklick weit entfernt ;)



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