Hardware: Apple will Hardware-Entwicklung in die eigene Hand nehmen

Das Silicon Valley Business Journal(öffnet im neuen Fenster) berichtet, dass Apple eine ehemalige Chipfabrik von Maxim Integrated Products(öffnet im neuen Fenster) übernommen habe. Dort wurden bis Juli 2015 Halbleiter hergestellt. Das Gelände befindet sich gegenüber einer großen Liegenschaft von Samsung.
Was Apple mit dem Grundstück und dem Gebäude vorhabe, schreibt das Magazin nicht. Dort könnte die Herstellung von Prototypen in geringen Stückzahlen stattfinden - etwa von Chips mit 600 bis 90 Nanometern Strukturbreite. Entsprechende Maschinen diverser Hersteller gehören zum Inventar, wie Immobilienverkäufer Atreg in den Unterlagen ausführt. 197 Maschinen von Herstellern wie Amat, Hitachi, LAM, Novellus, TEL, KLA und ASML seien vorhanden.
Apple habe außerdem in Taiwan eine Forschungsabteilung gegründet, die sich mit der Entwicklung neuer Displaytechniken befassen solle, berichtet Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) . Denkbar ist, dass Apple dort Konzepte und Fertigungsmethoden für neue Displays erarbeitet und die Massenfertigung weiter Dritten überlässt. Das Gebäude gehörte früher Qualcomm. Das Unternehmen entwickelte dort seine Mirasol-Displays. Diese Farbbildschirme reflektieren ähnlich wie E-Paper das vorhandene Tageslicht, eine Hintergrundbeleuchtung ist nicht nötig. Aufgrund der fehlenden Beleuchtung nimmt das Mirasol-Display sehr wenig Leistung auf, weshalb die Toq verglichen mit anderen Smartwatches mit OLED- oder LC-Display eine längere Akkulaufzeit hat.
Einem früheren Bericht zufolge will Apple ab 2018 auf die OLED-Technik für die Bildschirme beim iPhone setzen.