Hardware: Angst vor US-Zöllen treibt Notebookproduktion an

Compal, Foxconn, Quanta und Co. bauen merklich mehr Notebooks im Vergleich zum Vorjahr. Ein Grund: die Furcht vor den US-Strafzöllen, welche die Trump-Regierung hartnäckig durchsetzt.

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Fabriken produzieren Notebooks auf Vorrat.
Fabriken produzieren Notebooks auf Vorrat. (Bild: Lenovo/Montage: Golem.de)

Notebookfertiger haben im zweiten Quartal 2019 ihre Produktion merklich gesteigert. 39,7 Millionen Notebooks wurden hergestellt - eine Steigerung von 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als einen Grund nennt Anabelle Hsu, Forschungsdirektorin der IDC, die drohenden Strafzölle in den USA. "Sie bereiten den Aufbau zusätzlicher Bestände vor, um den Einfluss der US-Zölle zu vermeiden - das ist der Hauptgrund für die Erhöhung der Auslieferungen", sagt sie.

Ein großer Teil der Notebooks wird von Taiwaner Unternehmen in China gefertigt - etwa 82,3 Prozent der Produkte stammen aus dem Inselstaat. Compal zeigt sich laut IDC für 30,5 Prozent der Auslieferungen verantwortlich. Der Konzern baut unter anderem Notebooks für Dell, HP und Dynabook. Quanta ist mit 21 Prozent an zweiter und LCFC mit 10 Prozent an dritter Stelle.

Apple will in den USA bauen

Als Folge der Aufstockung der Bestände erwartet die IDC einen Rückgang der produzierten Stückzahlen im vierten Quartal 2019. Zudem sollen bald weitere Produktionsstätten außerhalb Chinas und Taiwans für die Massenproduktion von Notebooks zur Verfügung stehen. Der Hersteller Foxconn wird für Apple beispielsweise den neuen Mac Pro in einem US-Werk produzieren. Das soll die Regierung unter US-Präsident Trump zufriedenstellen.

Andere Hersteller wie Huawei sind stark von US-Strafzöllen betroffen. Der chinesische Hersteller darf nicht einmal mehr Google-Play-Dienste verwenden und arbeitet derzeit an einer Alternative - Harmony OS. Huawei-Gründer Ren Zhengfei hat einen wirtschaftlichen Schaden bereits bekannt, der durch den Erlass vom 15. Mai 2019 verursacht wurde. Huawei baut einige seiner Geräte wie Apple bei Foxconn.

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