Hardcore Twitter 2.0: Twitter verschickt Abfindungsangebote mit vielen Problemen

Twitter hat seinen entlassenen Mitarbeitern am Montag versichert, dass es sich bei einer am Wochenende verschickten E-Mail "nicht um einen Phishing-Versuch" gehandelt habe, berichtet Gizmodo(öffnet im neuen Fenster) . Die E-Mails eines externen Dienstleisters beinhalteten Aufhebungsverträge und Informationen zu Abfindungspaketen. "Falls ihr euch über den aktuellen Stand von Twitter wundert: Viele Leute haben gerade ihre Trennungsvereinbarungen in ihren Spam-Ordnern erhalten" , twitterte(öffnet im neuen Fenster) der Twitter-Angestellte Parker Lyons.
Die E-Mail wurde nicht über Twitters eigene Domain, sondern die Adresse twitterseparation@cptgroup.com verschickt. Empfänger sollten sich auf einer Website der CPT Group anmelden, um die vollständigen Unterlagen einsehen zu können. Twitters Personalabteilung verschickte anschließend eine weitere E-Mail(öffnet im neuen Fenster) , in der sie bestätigte, dass das Unternehmen tatsächlich mit der CPT Group als externem Dienstleister zusammenarbeitet und dass es sich nicht um einen Phishingversuch handelt.
Bei den Empfängern handelte es sich nicht um die Angestellten, die in der ersten Entlassungswelle nach der Übernahme von Elon Musk im November 2022 entlassen wurden . Diese erhielten bereits Abfindungen. Betroffen sind nun diejenigen, die Musks Ultimatum, bei ''Twitter 2.0'' weiterarbeiten zu wollen, ablehnten . Sie mussten zwei Monate auf ihre Trennungsverträge und Abfindungen warten.
Aber nicht nur der Versand selbst, sondern auch der Inhalt sorgte für Verunsicherung. Die Abfindung belaufe sich lediglich auf ein Monatsgehalt, berichteten Insider(öffnet im neuen Fenster) . Die US-amerikanische Arbeitsrechtsanwältin Lisa Bloom übte scharfe Kritik an den Bedingungen der versendeten Verträge. Es handle sich "um Abfindungsverträge, die die Arbeitnehmer auf Lebenszeit zum Schweigen bringen und von ihnen verlangen, dass sie auf wichtige gesetzliche Rechte verzichten" , twitterte sie(öffnet im neuen Fenster) .
In Deutschland laufen momentan mehrere Kündigungsschutzklagen(öffnet im neuen Fenster) gegen die Twitter GmbH. Auch die Gründung eines Betriebsrats wurde bereits angestrebt . In den USA reichten entlassene Twitter-Angestellte im November 2022 eine Sammelklage ein . Twitter hatte bei den Entlassungen gesetzliche Fristen zur Information von betroffenen Angestellten in mehreren Bundesstaaten nicht eingehalten.



