Abo
  • IT-Karriere:

Harald Krüger: BMW will Elektroautopläne beschleunigen

BMW will im Jahr 2023 25 elektrifizierte Modelle im Programm haben. Zuvor ist dies für 2025 geplant gewesen, doch Konzernchef Harald Krüger will Elektroautos nun schneller einführen.

Artikel veröffentlicht am ,
BMW i3
BMW i3 (Bild: BMW)

BMW plant laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), zwei Jahre früher als bisher anvisiert 25 elektrifizierte Automodelle anzubieten. Der ambitionierte Plan sollte eigentlich 2025 aufgehen und wurde auf der Internationalen Autoausstellung 2017 bekanntgemacht. Nun reicht BMW-Chef Harald Krüger das Tempo nicht mehr, und er will das Projekt um zwei Jahre nach vorne ziehen. Außerdem habe er das Ziel verkündet, jedes Jahr 30 Prozent mehr elektrifizierte Autos zu verkaufen.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, bundesweit
  2. Software AG, Darmstadt, Saarbrücken

Das könnte schwer werden, wenn die Ladeinfrastruktur nicht deutlich schneller ausgebaut wird. Künftig soll der Mini als Elektrovariante angeboten werden, der i4 und der iX3 stehen kurz vor dem Start, wurden aber noch nicht vorgestellt.

Seit dem i3 im Jahr 2013 präsentierte BMW kein reines Elektroauto mehr. Es wurden zwar Verbesserungen an dem Fahrzeug vorgenommen, doch neue Elektroautos gab es nicht. BMW setzt auf diverse Hybridmodelle.

Krüger forderte in einem Positionspapier, das Mitte Juni 2019 bekannt wurde, dass die Bundesregierung den Ladestrom für Elektroautos verbilligen müsse. Damit sich Elektroautos schneller durchsetzten, sollten die Kommunen kostenlose Parkplätze ausweisen und weitere Vorteile für Elektroautobesitzer schaffen.

Wenn sich Elektroautos nicht besser verkauften, könne die deutsche Autoindustrie die CO2-Vorgaben der EU nicht erreichen, warnte der BMW-Chef. Um den CO2-Ausstoß von 2021 bis 2030 um 3,5 Prozent zu senken, müssten 55 Prozent der BMWs im Jahr 2030 einen Stecker haben, also mindestens Plugin-Hybride sein.

Im März 2019 verlangte Volkswagen in einem umfangreichen Maßnahmenkatalog die stärkere Förderung der Elektromobilität von der Bundesregierung. Geringverdiener sollten beim Kauf eines Elektroautos finanziell unterstützt werden. Für sie solle der Ladestrom kostenlos sein, wenn ihr Elektroauto unter 20.000 Euro gekostet habe. Außerdem solle der Kauf von Elektroautos künftig nicht mehr pauschal gefördert werden, sondern in Abhängigkeit von Fahrzeuggröße und Reichweite. Wer kleinere Fahrzeuge unter 4 Metern Länge mit bis zu 200 km Reichweite kaufe, solle 5.000 Euro erhalten. Wer Autos mit mehr als 4,65 Metern Länge kaufe, solle nur 2.000 Euro bekommen.

Ein weiteres Hemmnis sieht VW bei den Genehmigungsverfahren für private Ladeinfrastruktur. Daher sollten Verfahrenswege beschleunigt und auf Supermarktparkplätzen jeweils mindestens zwei Ladepunkte errichtet werden.

Nachtrag vom 25. Juni 2019, 10:58 Uhr

BMW hat die Pläne mittlerweile bestätigt.

Leseraufruf

Immer wieder versprechen Wissenschaftler und Hersteller bahnbrechende Neuerungen bei Akkus, Brennstoffzellen und anderen Energiespeichern. Akkus laden angeblich schneller, sie haben mehr Kapazität bei gleichem Gewicht, sie sind nicht feuergefährlich. Manches davon ist Humbug, andere Innovationen funktionieren im Labor, brauchen aber Jahre, bis sie serienreif sind.

An den Reaktionen sehen wir immer wieder, dass dieses Thema unsere Leser bewegt. Wir planen daher einen Artikel, der so viele offene Fragen beantwortet wie möglich. Schreibt uns dafür eure Fragen und Wünsche an redaktion@golem.de.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. GTA 5 12,49€, GTA Online Cash Card 1,79€)
  2. (aktuell u. a. Dell-Notebook 519€, Dell USB-DVD-Brenner 34,99€)
  3. 88,00€
  4. 107,00€ (Bestpreis!)

Komischer_Phreak 26. Jun 2019 / Themenstart

Könntest Du Belege einbringen, das Lithiumakkus in der Entwicklung ausgereizt sind? Nach...

DooMMasteR 26. Jun 2019 / Themenstart

i1 i2 i3 i4 i5 i6 i7 i8 i9 ix1 ix2 ix3 ix4 ix5 ix6 ix7 ix8 ix9 und noch ein paar Cabrios...

Dwalinn 25. Jun 2019 / Themenstart

Die wollen halt auch im Abflussrohr von Musk fahren

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 5700 (XT) - Test

Die Navi-10-Grafikkarten schlagen die Geforce RTX 2060(S), benötigen aber etwas mehr Energie und unterstützen kein Hardware-Raytracing, dafür sind sie günstiger.

Radeon RX 5700 (XT) - Test Video aufrufen
Radeon RX 5700 (XT) im Test: AMDs günstige Navi-Karten sind auch super
Radeon RX 5700 (XT) im Test
AMDs günstige Navi-Karten sind auch super

Die Radeon RX 5700 (XT) liefern nach einer Preissenkung vor dem Launch eine gute Leistung ab: Wer auf Hardware-Raytracing verzichten kann, erhält zwei empfehlenswerte Navi-Grafikkarten. Bei der Energie-Effizienz hapert es aber trotz moderner 7-nm-Technik immer noch etwas.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Navi 14 Radeon RX 5600 (XT) könnte 1.536 Shader haben
  2. Radeon RX 5700 (XT) AMD senkt Navi-Preise noch vor Launch
  3. AMD Freier Navi-Treiber in Mesa eingepflegt

Energie: Wo die Wasserstoffqualität getestet wird
Energie
Wo die Wasserstoffqualität getestet wird

Damit eine Brennstoffzelle einwandfrei arbeitet, braucht sie sauberen Wasserstoff. Wie aber lassen sich Verunreinigungen bis auf ein milliardstel Teil erfassen? Am Testfeld Wasserstoff in Duisburg wird das erprobt - und andere Technik für die Wasserstoffwirtschaft.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?
  2. Energiespeicher Heiße Steine sind effizienter als Brennstoffzellen
  3. Klimaschutz Großbritannien probt für den Kohleausstieg

Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
Erasure Coding
Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
  2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

    •  /