Haptik, Gesten und neuronale Implantate: Wenn Computer fühlbar werden
Über Jahrzehnte hinweg war unsere Interaktion mit Computern auf die Zweidimensionalität von Bildschirmen und das mechanische Klicken von Tastatur plus Maus beschränkt – eine klare Trennung zwischen Mensch und Maschine. Neue Mensch-Maschine-Schnittstellen lösen die Grenze zwischen dem digitalen Raum und dem physischen Körper mehr und mehr auf. Haptische Rückkopplungssysteme lassen uns virtuelle Objekte greifen, als wären sie physisch präsent, während hochpräzise Gestensteuerung die Notwendigkeit klassischer Eingabegeräte komplett wegfallen lässt. Brain-Computer-Interfaces (BCIs) schließlich greifen direkt auf neuronale Signale zu und machen das Nervensystem selbst zur Schnittstelle.
Für IT-Systeme entstehen dadurch völlig neue Formen der Interaktion – und Anwendungen. Dieser dritte Teil der Serie beleuchtet, wie sich der physische Kontakt mit digitalen Systemen verändert, welche technologischen Grundlagen dahinterstecken und welche realen Einsatzszenarien bereits heute genutzt werden.