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Haptic Display: Fujitsus Klebe-Touchscreen soll in Autos landen

Das Display mit fühlbarer Oberfläche haben wir auf dem Fujitsu Forum in München erneut ausprobiert. Die Probleme mit der Stromversorgung sind noch nicht gelöst, daher ist die Technik nun für Autos vorgesehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Haptic Display bringt auch Krokodile in den Streichelzoo
Das Haptic Display bringt auch Krokodile in den Streichelzoo (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Damit der Fahrer nicht abgelenkt wird, will Fujitsu sein Haptic Display als Touchscreen für Fahrzeuge anbieten. Dies sagte das Unternehmen Golem.de auf seiner Konferenz "Fujitsu Forum" in München. Dort ist der schon zum MWC 2014 gezeigte Protoyp des fühlbaren Touchscreens in einem 10-Zoll-Tablet zu sehen. Stellen auf dem Display können sich rau oder glatt anfühlen. Das eignet sich laut Fujitsu, um Bedienungselemente leichter auffindbar zu machen.

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Fujitsu verweist hier auf das 17-Zoll-Display des Tesla S, das schon viel kritisiert wurde. Sinnvoller wären nach Angaben des Unternehmens nicht möglichst schicke, sondern möglichst einfache Oberflächen, die sich ertasten lassen.

Dabei kann der Fahrer beispielsweise über das Display streichen, um eine Taste oder einen Schieberegler zu finden. Das setzt voraus, dass er zumindest grob weiß, wo sich die gerade gesuchten Bedienungselemente befinden - was aber auch bei mechanischen Reglern so ist. Wir haben das auch mit geschlossenen Augen ausprobiert, der Unterschied zwischen leichtem Gleiten und einem förmlichen Klebenbleiben der Finger ist deutlich wahrnehmbar.

Auch recht exakte Einstellungen ermöglicht das Haptic Display. Fujitsu demonstriert das mit dem fein einrastenden Schloss eines Tresors. Wenn wir über den Rand mit den Ziffern streichen, gibt es für jede Raste einen Widerstand, dann wieder keinen, und das Schloss dreht sich um eine Position weiter, wenn wir den Druck nicht senken. Spiele erhalten mit haptischen Touchscreens ganz neue Möglichkeiten. Spontan fällt uns ein, dass wir das gerne für das Schlösserknacken in einer eventuellen Tablet-Version des Spiels Thief hätten. Dann könnte der Meisterdieb sich auch in völliger Dunkelheit bereichern.

Ultraschall lässt eine Visitenkarte schweben

Zur Technik gibt Fujitsu weiterhin nur an, dass es sich um gezielt erzeugten Ultraschall handelt, weil für viele Elemente des Systems noch Patentanträge laufen. Der Touchscreen selbst ist eher von der klebrigen Sorte, fühlt sich ohne Ultraschall also rau an. Dort, wo die Töne erzeugt werden, stößt das Display Objekte ab, also auch die Finger. Die Kraft ist so stark, dass auch eine Visitenkarte auf dem Bildschirm zu schweben scheint. Dafür ist viel Energie nötig, auch der Prototyp ist ständig an die Steckdose angeschlossen.

Bedingt durch die noch hohe Leistungsaufnahme ist mit einem Haptic Display in Smartphones und Tablets vorerst wohl nicht zu rechnen. Einen Termin für erste Produkte nennt Fujitsu noch nicht. Das gilt aber auch für andere ähnliche Lösungen, wie die schon seit zwei Jahren immer wieder vorgeführten Prototypen von Tactus, bei denen sich die Tasten sogar aus dem Display wölben. Fujitus Fühlschirm erscheint auch geeignet, Systeme wie Hyperbraille für Blinde und Sehbehinderte zu ergänzen.



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Brotbüchse aus... 20. Nov 2014

- was aber auch bei mechanischen Reglern so ist. Das ist wieder typisches...

spag@tti_code 19. Nov 2014

Du weißt schon, dass dein Motoröl darauf ausgelegt ist, bei Betriebstemperatur (90°C...

spag@tti_code 19. Nov 2014

Um einen Taster fühlen zu können muss ich ihn berühren. Wie kann ich ihn danach auslösen...


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