Lässt sich 5G-Wellenform über Satellit übertragen?

"Zum einen muss technisch bewiesen sein, dass die 5G-Wellenform über Satellit übertragen werden kann", sagte Corici. "Hierzu laufen bereits erste Untersuchungen. Die Herausforderung besteht auch darin, dass ein LEO-Satellit abhängig von der Umlaufbahn manchmal weniger als 30 Minuten von einem Punkt auf der Erde sichtbar ist. Daher müssen die zeitliche Übergabe von Kommunikationspaketen genau geplant und Systemverzögerungen berücksichtigt werden."

Interoperabilität von Satellitensystemen erforderlich

Stellenmarkt
  1. Business Intelligence Data Architect (m/w/d)
    Hays AG, Kempten
  2. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    über Hays AG, Elmshorn
Detailsuche

Neben der grundsätzlichen Integrationsarbeit der beiden Netze müsse auch neueste Satellitentechnologie eingebunden werden. Beispielsweise werde an der Interoperabilität von Satellitensystemen gearbeitet.

Über Inter-Satellite-Links, kurz ISL, versenden Satelliten bidirektional Informationen untereinander. Aktuell gelinge dies nur mit Satelliten der gleichen Umlaufbahn, also nur zwischen LEO-, MEO- oder GEO-Satelliten, sagte der Wissenschaftler. "In Zukunft sollen diese Verbindungen auch über verschiedene Satellitensysteme in sogenannten Multi-Satelliten-Systemen funktionieren. Dies hat zur Folge, dass das sogenannte 3D-Kommunikationsnetz um neue Lösungen für die Verwaltung und Weiterleitung von Verbindungen zwischen den Umlaufbahnen ergänzt werden muss."

Um die Integration und neue Funktionalitäten zu erproben, ist Fraunhofer FOKUS mit seiner Testumgebung 5G Playground ein Bestandteil des europaweiten 5G-Satellitentestfelds SATis5 der Europäischen Weltraumorganisation Esa. Das Fraunhofer-Institut entwickelt dafür sein Software-basiertes Kernnetz Open5GCore weiter. Ergänzend nutzt es seine Management-Plattform Nemi für den Edge-basierten Datenaustausch und -analyse.

Golem Karrierewelt
  1. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
  2. Airtable Grundlagen: virtueller Ein-Tages-Workshop
    31.08.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

So könne in der 5G-Satellitenkommunikation zum Beispiel festgelegt werden, wie viele Daten transportiert und welche Echtzeitfähigkeit gewährleistet werden könne. Dies sei auch eine wichtige Basis, um Machine Learning in das Kommunikationsnetz einzubinden. Perspektivisch ermögliche dies, dass das softwarebasierte Netz Kapazitäten und Funktionen autonom entsprechend des Anwendungsfalles anpassen könne.

Es dauert noch fünf Jahre

Es wird davon ausgegangen, dass ein 5G-Netz mit Satellitenintegration in den nächsten fünf bis zehn Jahren Marktreife erlangenund die Anforderungen des globalen Kommunikationsmarktes erfüllen wird. "Die Konvergenz wird außerdem durch die 6G-Forschung, zum Beispiel im Projekt Open6GHub, weiter vorangetrieben. Dort nimmt die Satellitenkommunikation einen wichtigen Platz ein, um vielfältige Optionen für eine hocheffiziente Kommunikation für sowohl nomadische als auch stationäre Netze sowie für über verschiedene Standorte verteilte Campusnetze zu ermöglichen", sagte Corici.

5G-Satellitenkommunikation biete große Vorteile: "Sie ist überall verfügbar, verbraucht wenig Energie, verursacht weniger Jitter und gewährleistet deterministische Kommunikationsprotokolle", betonte er.

Das 5G-Satellitennetz ist aber auch nicht mehr ganz so fern: 5G-Daten aus dem Mobilfunknetz wurden im Juni bereits per Satellit in Echtzeit zwischen Japan und Europa übertragen. In dieser Woche kündigten Ericsson, der französische Rüstungskonzern Thales und der US-Chipentwickler Qualcomm an, ein Netz von 5G-Satelliten in die Erdumlaufbahn zu bringen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 HAPS: Leistungsstarkes, weltweites 5G-Netz nur mit Satelliten
  1.  
  2. 1
  3. 2


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Dungeon Keeper
Wir sind wieder richtig böse!

Nicht Held, sondern Monster: Darum geht's in Dungeon Keeper von Peter Molyneux. Golem.de hat neu gespielt - und einen bösen Bug gefunden.
Von Andreas Altenheimer

25 Jahre Dungeon Keeper: Wir sind wieder richtig böse!
Artikel
  1. bZ4X: Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an
    bZ4X
    Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an

    Toyota bietet Kunden den Rückkauf seiner Elektro-SUVs an, nachdem diese im Juni wegen loser Radnabenschrauben zurückgerufen wurden.

  2. Laptops: Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler
    Laptops
    Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler

    Noch vor einem Jahrzehnt gab es kaum Laptops mit vorinstalliertem Linux. Inzwischen liefern das aber sogar die drei weltgrößten Hersteller - ein überraschender Siegeszug.

  3. Entwicklerstudio: Eidos Montreal möchte Cyberpunk 2077 mit Deus Ex toppen
    Entwicklerstudio
    Eidos Montreal möchte Cyberpunk 2077 mit Deus Ex toppen

    Eidos Montreal würde gerne ein neues Deus Ex machen. Der Plan, damit Cyberpunk 2077 zu übertrumpfen, scheitert aber vorerst an einem Detail.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (u. a. Samsung 980 1 TB 77€ und ASRock RX 6800 639€ ) • Alternate (u. a. Corsair Vengeance LPX 8 GB DDR4-3200 34,98€ ) • AOC GM200 6,29€ • be quiet! Deals • SSV bei Saturn (u. a. WD_BLACK SN850 1 TB 119€) • Weekend Sale bei Alternate • PDP Victrix Gambit 63,16€ [Werbung]
    •  /