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Happy Horse 1.0: Unbekannte Video-KI liegt vor Seedance 2.0 an der Spitze

Happy Horse 1.0 setzt sich im Benchmark an die Spitze. Doch zur Video-KI fehlen weiterhin verlässliche Infos zu Ursprung und Funktionen.
/ Przemyslaw Szymanski
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Beispiele für Videos, die angeblich mit Happy Horse 1.0 generiert wurden (Bild: tryhappyhorse.com / Screenshot Golem)
Beispiele für Videos, die angeblich mit Happy Horse 1.0 generiert wurden Bild: tryhappyhorse.com / Screenshot Golem

Im Wettbewerb um leistungsfähige KI zur Videogenerierung gibt es einen neuen bislang unbekannten Spitzenreiter: Happy Horse 1.0 belegt im neuen Benchmark von Artificial Analysis(öffnet im neuen Fenster) den ersten Platz und verdrängt damit den bisherigen Anführer Seedance 2.0 von Bytedance.

Medienberichte(öffnet im neuen Fenster), die sich auf eine Internetseite(öffnet im neuen Fenster) beziehen, auf der sich Happy Horse 1.0 angeblich bereits testen lässt, beschreiben die Technik dahinter als einen bekannten Ansatz: Demnach sollen Videos direkt aus Texteingaben oder hochgeladenen Bildern entstehen und in 1080p-Auflösung erzeugt werden können.

Außerdem heißt es, dass das Modell Dialoge, Umgebungsgeräusche und Effekte direkt mitgeneriere und damit Bild und Ton in einem Schritt zusammenführe. Im Gegensatz zu vielen anderen Systemen würde damit der sonst übliche mehrstufige Prozess entfallen, bei dem zunächst ein stummes Video erstellt und anschließend vertont und synchronisiert wird. Dabei soll die KI neben Englisch, Mandarin, Kantonesisch, Japanisch und Koreanisch Deutsch und Französisch unterstützen.

Allerdings ist Vorsicht geboten: Auf der vermeintlichen Webseite des Systems finden sich bislang keine Beispielvideos mit Tonspur, so dass sich diese Fähigkeiten nicht unabhängig überprüfen lassen. Ebenso unklar ist, wie Artificial Analysis zu den Ergebnissen kommt. Die Plattform veröffentlichte bislang keine weitergehenden Details dazu, nach welchen Kriterien Happy Horse 1.0 im Benchmark bewertet worden sei.

Happy Horse 1.0 stammt wohl von Alibaba

Auch wer hinter dem Modell steht, gibt noch Rätsel auf. Auf der Internetseite stehen keine Informationen zu den Entwicklern. Dennoch ordnen sowohl das US-Technikmagazin The Information als auch der Benchmark-Betreiber Artificial Analysis das Modell dem chinesischen Konzern Alibaba Group zu. The Information will die Urheberschaft unter Berufung auf mehrere, nicht namentlich genannte Quellen ermittelt haben.

Diese Einordnung wird auch durch den Beitrag eines Accounts auf X(öffnet im neuen Fenster) gestützt, der dem Projekt zugerechnet wird. Darin heißt es, dass Happy Horse Teil einer internen KI-Innovationseinheit des chinesischen Konzerns sei und sich weiter in Entwicklung befinde. Gleichzeitig stellt der Account klar, dass es bislang keine offizielle Internetseite gebe und kursierende Angebote nicht von den Entwicklern selbst stammten.

Es wäre allerdings nicht ungewöhnlich, wenn hinter dem Start eine Strategie stecken würde. In der KI-Branche werden neue Modelle immer wieder zunächst ohne klare Zuordnung präsentiert, um Aufmerksamkeit allein über ihre Leistung zu erzeugen. Erst später wird offengelegt, wer tatsächlich dahinter stehe – ein Vorgehen, das zuletzt auch Xiaomi bei einem eigenen Modell nutzte(öffnet im neuen Fenster).


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