Hans de Goede: Red-Hat-Entwickler soll Hybridgrafik unter Linux verbessern
Moderne Laptops haben meist eine integrierte GPU, die gemeinsam mit der CPU auf einem Die untergebracht ist. Für eine besonders starke Grafikleistung gibt es darüber hinaus Geräte mit einer zweiten, dedizierten GPU. Die Unterstützung in Linux für die Verwendung von Geräten mit zwei GPUs ist trotz mehreren Jahren Arbeit daran immer noch nicht perfekt. Der Red-Hat-Entwickler Hans de Goede will die noch bestehenden Probleme nun weitgehend lösen.
Wie de Goede in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) schreibt, stehen einige seiner Arbeiten bereits im aktuellen Linux-Kernel 4.6 zur Verfügung, der auch in dem erst vor wenigen Wochen erschienenen Fedora 24 genutzt werden kann. Zwar sollten damit die größten Probleme beseitigt sein. De Goede bittet aber darum, bei eventuellen Fehlermeldungen mit benachrichtigt zu werden, um die Ursache zu beheben.
Fehlerlösung für alle Distributionen
Die von dem Entwickler geplanten Verbesserungen sollen in Fedora 25(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung stehen, das Anfang November erscheinen soll. Zusätzlich zum Beheben von noch vorhandenen Fehlern im normalen Betrieb will de Goede auch dafür sorgen, dass Programme explizit auf der dedizierten Grafikkarte ohne Probleme ausgeführt werden können. Es ist davon auszugehen, dass die Arbeiten de Goedes direkt in Upstream-Projekte eingepflegt werden, so dass diese auch schnell in anderen Linux-Distributionen bereitstehen.
Die Unterstützung zweier GPUs in einem Gerät war unter Linux anfangs so schlecht, dass sich der Linux-Gründer bei einer Rede an der Aalto-Universität in Finnland zu den Worten "Fuck you, Nvidia!" hinreißen ließ. Immerhin werden in den Laptops meist Grafikkarten von Nvidia als dedizierte GPU genutzt, wofür Nvidia selbst zunächst aber keine Treiberunterstützung umgesetzt hatte.
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