Abo
  • IT-Karriere:

Hans de Goede: Linux-Hybridgrafik-Unterstützung vorerst nur unter X11

Ein Red-Hat-Entwickler soll dafür sorgen, dass Linux endlich Rechner mit einer integrierten sowie einer dedizierten GPU gut unterstützt. Seine Arbeiten fokussieren sich zunächst aber nur auf das alte X11, da der Wayland-Desktop von Gnome die Technik noch nicht unterstützt.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Kombination einer Nvidia-GPU und einer integrierten Intel-Grafik ist das Hauptproblem der Hybridgrafik unter Linux.
Die Kombination einer Nvidia-GPU und einer integrierten Intel-Grafik ist das Hauptproblem der Hybridgrafik unter Linux. (Bild: Nvidia)

Die kommende Version 25 der Linux-Distribution Fedora, die in rund drei Wochen erscheinen soll, soll die Verwendung sogenannter Hybridgrafik nach jahrelangen Arbeiten endlich zufriedenstellend unterstützen. Der dafür zuständige Red-Hat-Angestellte Hans de Goede stellte diesen Plan Anfang Juli vor und erklärt in einer aktuellen Zusammenfassung seiner Erfolge, dass sich die Arbeiten zunächst nur auf das veraltete X11-Protokoll beschränken.

Stellenmarkt
  1. DIBT Deutsches Institut für Bautechnik, Berlin
  2. Etkon GmbH, Gräfelfing

Nutzer, in deren Geräten wie einigen Laptops eine integrierte sowie eine dedizierte GPU verbaut sind, können diese Kombination also zumindest vorerst nicht einfach mit dem designierten X11-Nachfolger Wayland verwenden. De Goede begründet dies damit, dass der Standarddesktop von Fedora, Gnome 3, die zugrundeliegende Technik für die Hybridgrafik unter Wayland noch nicht unterstützt. Die Wayland-Sitzung von Gnome 3 ist jedoch als Standard in Fedora 25 vorgesehen.

Gnome muss für Wayland nachbessern

Das Wayland-Protokoll selbst unterstützt die Funktion zum Auslagern spezieller Funktionen oder ganzer Anwendungen auf eine bestimmte GPU (DRI_PRIME) schon seit einiger Zeit. Das Gnome-Team muss seinen Wayland-Compositor wohl also noch dahingehend anpassen. Gleiches dürfte auch für andere Wayland-Compositors gelten. Darüber hinaus arbeitet das Gnome-Team auch daran, es Nutzern über die grafische Oberfläche möglichst einfach zu machen, diese Funktion zu verwenden. Hierfür ist etwa ein eigener Menüeintrag entstanden, der mit Gnome 3.24 im Frühjahr erscheinen soll.

De Goede schreibt zudem, dass trotz der fehlenden Wayland-Unterstützung Anwender der freien Linux-Treiber dank seiner Arbeiten ein wesentlich geschmeidigeres Nutzungserlebnis haben sollten, als dies bisher möglich gewesen sei. Dazu habe der Entwickler auch einige noch notwendige Funktionen in dem generischen Modesetting-Treiber umgesetzt, der statt der hardwarespezifischen X-Treiber (DDX) in Fedora für die Skylake-Chips von Intel sowie für Maxwell-GPUs von Nvidia oder neuere eingesetzt wird. Die Arbeiten von de Goede sind nicht auf Fedora beschränkt und sollten mittelfristig auch den Nutzern anderer Linux-Distribution zur Verfügung stehen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. AMD Ryzen Threadripper 1920X für 209,90€ statt 254,01€ im Vergleich und be...
  2. 179€ (Bestpreis - nach 40€ Direktabzug)
  3. 35€ (Bestpreis!)
  4. 199€ + Versand

Thaodan 25. Okt 2016

Ich weiß das es davon abhängt. Bei meinem Dell sind die anderen Anderen Bildschirme eben...

Atalanttore 25. Okt 2016

Du richtige Grammatik schreiben musst. Windows ist technisch ganz anders aufgebaut als...


Folgen Sie uns
       


iOS 13 ausprobiert

Apple hat iOS 13 offiziell vorgestellt. Die neue Version des mobilen Betriebssystems bringt unter anderem den Dark Mode sowie zahlreiche Verbesserungen einzelner Apps.

iOS 13 ausprobiert Video aufrufen
Vision 5 und Epos 2 im Hands on: Tolinos neue E-Book-Reader-Oberklasse ist gelungen
Vision 5 und Epos 2 im Hands on
Tolinos neue E-Book-Reader-Oberklasse ist gelungen

Die Tolino-Allianz bringt zwei neue E-Book-Reader der Oberklasse auf den Markt. Der Vision 5 hat ein 7 Zoll großes Display, beim besonders dünnen Epos 2 ist es ein 8-Zoll-Display. Es gibt typische Oberklasse-Ausstattung - und noch etwas mehr.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Tolino Page 2 Günstiger E-Book-Reader erhält Displaybeleuchtung

Elektromobilität: Warum der Ladestrom so teuer geworden ist
Elektromobilität
Warum der Ladestrom so teuer geworden ist

Das Aufladen von Elektroautos an einer öffentlichen Ladesäule kann bisweilen teuer sein. Golem.de hat mit dem Ladenetzbetreiber Allego über die Tücken bei der Ladeinfrastruktur und den schwierigen Kunden We Share gesprochen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität Hamburg lädt am besten, München besser als Berlin
  2. Volta Charging Werbung soll kostenloses Elektroauto-Laden ermöglichen
  3. Elektromobilität Allego stellt 350-kW-Lader in Hamburg auf

Linux-Kernel: Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen
Linux-Kernel
Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen

Bisher gilt Google als positive Ausnahme von der schlechten Update-Politik im Android-Ökosystem. Doch eine aktuelle Sicherheitslücke zeigt, dass auch Google die Updates nicht im Griff hat. Das ist selbst verschuldet und könnte vermieden werden.
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Kernel Linux bekommt Unterstützung für USB 4
  2. Kernel Vorschau auf Linux 5.4 bringt viele Security-Funktionen
  3. Linux Lockdown-Patches im Kernel aufgenommen

    •  /