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Eine mögliche Zukunft im ÖPNV: Check-In und Be-Out statt Sichtkarten.
Eine mögliche Zukunft im ÖPNV: Check-In und Be-Out statt Sichtkarten. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Handy-Ticket in Berlin: BVG will Check-in/Be-out-System in Bussen testen

Eine mögliche Zukunft im ÖPNV: Check-In und Be-Out statt Sichtkarten.
Eine mögliche Zukunft im ÖPNV: Check-In und Be-Out statt Sichtkarten. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Die BVG will in Kürze ein neues Handy-Ticket mit virtuellen Fahrausweisen im ÖPNV testen. Während der Einstieg klassisch per Klick funktioniert, erfasst die App den Ausstieg automatisch über die Koordinaten des Kunden. Mit dem Test soll die prinzipielle Nutzbarkeit des Systems überprüft werden.

Die BVG plant auf einer Berliner Buslinie den Test eines neuen Handyticket-Systems. Derzeit wird im Verkehrsverbund Berlin Brandenburg regulär das Handyticket Deutschland eingesetzt. Im Unterschied zum aktuellen System erlaubt das neue allerdings eine genauere Erfassung der Fahrt. Das neue Handy-Ticket arbeitet zwar auch mit einem Check-in, erfasst jedoch ebenfalls den Ausstieg aus einem Fahrzeug. Das geschieht aber nicht mit einem Check-out, also einem Klick auf der App, sondern mit einem sogenannten Be-out. Das Smartphone selbst erkennt, dass der Nutzer den Wagen verlassen hat.

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Getestet wird das System auf der Linie 142 (PDF). Laut BVG erkennt das Smartphone den Ausstieg entweder per GPS oder per Bluetooth-Beacons. Dementsprechend müssen die Fahrzeuge mit der Beacon-Technik ausgestattet werden. Die Linie fährt vom Berliner Ostbahnhof zum Hauptbahnhof und wird zwischenzeitlich zum Leopold-Platz verlängert. Sonderlich oft sind Wagen dort nicht unterwegs, da in der Regel ein 20-Minuten-Takt gefahren wird. Das ähnelt der anderen BVG-Testlinie 204, auf der verschiedene Elektrobus-Systeme getestet werden.

Getestet wird das System vor allem mit Anwohnern, die per Postwurfsendung eine Einladung bekommen. Im Januar und Februar 2018 soll potenziellen Testern eine spezielle App zur Verfügung gestellt werden. Die BVG will dabei herausfinden, ob ein Check-in- und Be-out-System funktionieren kann und von Kunden angenommen wird. Ein mögliches Einsatzszenario wäre eine Bestpreis-Berechnung. Wer nur eine Kurzstrecke fährt, dem wird also auch nur eine Kurzstrecke berechnet. Die Beschreibung deutet darauf hin, dass das Ticket auf der VDV Kernapplikation basiert, die auch das Handyticket Deutschland und das E-Ticket Deutschland verwenden.

Test ohne praktischen Anreiz

Laut BVG gibt es für die Tester keinen finanziellen Vorteil durch eine Bestpreis-Berechnung. Wenn Fahrgäste, weil es so einfach ist, verstärkt den Kurzstreckentarif nutzten und ihr Fahrverhalten anpassten, würde das die Testergebnisse verfälschen, ist sich die BVG sicher. Offenbar soll in dem ersten Test nicht herausgefunden werden, ob sich das Nutzerverhalten durch das neue Angebot verändert. Fahrgäste müssen also parallel einen herkömmlichen Fahrschein mit sich führen. Das kann das klassische Handyticket Deutschland sein, das in Berlin als Check-in-System arbeitet. Das Ticket muss vor dem Betreten des Verkehrsmittels, das gilt auch für Busse und Straßenbahnen, gekauft werden. Es kann aber auch ein Papierfahrschein sein, der auch im Fahrzeug erworben werden darf und in der Regel einige Minuten länger als das digitale Ticket gültig ist.

In Berlin wurden bereits zahlreiche E-Ticket-Systeme getestet und teilweise eingeführt. So konnte etwa Touch & Travel mit der BVG genutzt werden und wurde mangels Nachfrage deutschlandweit wieder eingestellt. In den Betrieb überführt wurde das E-Ticket Deutschland für Berlin und Brandenburg, das nicht in Deutschland funktioniert und bis heute auch in Berlin massive Probleme hat. Per App eingeführt ist das Handyticket Deutschland, dass allerdings in der Straßenbahn und beim Bus Sonderregeln unterworfen ist. Erfolgreich abgeschlossen wurde schon im Jahr 2000 das Tick.et-System, das ursprünglich bis 2002 zu einem funktionierenden E-Ticket-System gemacht werden sollte.

Weltweit ist die Verwendung von zuverlässigen E-Ticket-Systemen die Regel. Golem.de kennt weltweit 30 E-Ticket-Systeme aus der Praxis. Schwierigkeiten sind diesen Systemen fremd.


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noyse 08. Dez 2017

Ich werde nie verstehen warum man das touch and travel eingestampft hat. In Berlin gab...

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Kondom 07. Dez 2017

Das GPS von meinem Handy zumindest ist alles andere als genau. Wenn dann im eigenen Auto...

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photoliner 07. Dez 2017

Dann kannst du dir halt kein Ticket ziehen bzw. die App generell nicht verwenden. Case...

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photoliner 07. Dez 2017

Man versucht damit eben Hardwarekosten zu sparen und die Verantwortung damit auf den...

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ML82 07. Dez 2017

der öpnv kommt allen nutzern aller wege zu gute, da er diese entlastet, jeder fahrgast...

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