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Blood in the Mobile

In dem Film Blood in the Mobile von Piasecki Poulsen, der am 10. April 2012 auf Arte ausgestrahlt wurde, wird der Zusammenhang zwischen Ressourcenankauf und Kriegstreiberei im Kongo untersucht. Dabei stellt sich der Filmemacher selbst vor die Kamera und führt persönlich durch den Film. Er hat sich für seinen Dokumentarfilm, der auf Deutsch den Titel Blutige Handys trägt, in Lebensgefahr gebracht, indem er das sogar von der UN gemiedene Walikale-Gebiet aufsuchte, um in den Coltan-Minen unter Tage zu drehen.

Lost im Kongo

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Im Ministerium für Bergbau der Demokratischen Republik Kongo spricht Poulsen in Kinshasa mit dem hochrangigen Beamten Kampe Kampe über die Gewinnung von Coltan und Kassiterit und muss feststellen, dass dieser neben seiner Tätigkeit als Regierungsbeamter noch eine Firma betreibt, die ausländischen Firmen Bergbaulizenzen beschafft. Als Regierungsbeamter genehmigt er diese beantragten Lizenzen auch selbst.

Diese Win-Win-Situation ist für ihn kein Interessenkonflikt, schließlich sei er kein Politiker, der Gesetze macht, er habe es nicht zu entscheiden. "Ich bin Wissenschaftler, Geschäftsmann, nicht Politiker."

Die alles beherrschende Frage ist: Wer kontrolliert den Abbau von Coltan und Kassiterit im Ostkongo und was passiert mit dem Geld, das die Verkäufer erwirtschaften?

Zufällig gerät Poulsen bei einem abendlichen Frustbesäufnis an einen der Menschen, die die Lizenz zum Betreiben der Mine haben. Er reist ins Walikale-Gebiet im Nord-Kivu und untersucht selbst die Arbeitsbedingungen unter Tage. Es ist heiß, stickig, eng und es geht bis zu hundert Meter tief hinunter in die Erde in unbefestigte Stollen, die jeden Moment zusammenbrechen können. Obwohl es Minderjährigen verboten ist, in der Mine zu arbeiten, trifft das Filmteam auf 13-Jährige und sogar Zehnjährige, die 72 Stunden am Stück unter Tage sind.

Gelddruckmaschine für bewaffnete Einheiten

4 Euro bekommen die Träger für 50 Kilo der Mineralien, die auf dem Weltmarkt 930 Euro wert sind. Coltan wird später in Tantal umgewandelt, welches in Mobilfunkgeräten und anderen elektronischen Produkten zum Einsatz kommt. Die Minenarbeiter selbst bekommen nur Cent-Beträge. Sie können die Minen, von denen es im Ostkongo Hunderte gibt, kaum verlassen, da sie in eine Abhängigkeit zu den Kontrolleuren der Mine geraten, die für alles eine Steuer erheben.

Um in das Minengebiet zu kommen, wird Wegzoll an eine der bewaffneten Einheiten fällig, wer hinaus will, muss einen Teil des Coltans abgeben. Für die jeweiligen Kontrolleure ist die Kontrolle der Minen eine Gelddruckmaschine, jedenfalls so lange, bis sie von einer anderen bewaffneten Einheit verdrängt werden.

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Anonymer Nutzer 01. Mai 2012

Seltene Erden sind ein ganz anderes Thema, lassen sich aber nicht so schön...

Bouncy 30. Apr 2012

Neu bei Golem oder freier Redakteur? Den Leser im Artikel direkt anzusprechen...

AdmiralAckbar 30. Apr 2012

Die Rechte,um diese Dokumentationen zum Download anzubieten sind um einiges teurer als...

Llame 30. Apr 2012

hmm

Eheran 29. Apr 2012

Danke für diese Information. Also ist es auf dauer nicht harmlos, die Kerne von Frückten...


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