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Mer für Konsolenfreaks

Nutzer, die die Arbeit an der Konsole gewöhnt sind, werden sich sehr schnell mit Mer anfreunden können. Neben der Terminal-App lässt sich auch per SSH auf das System zugreifen: die Verbindung erfolgt dabei via WLAN über einen Router oder direkt via USB, wobei hier die notwendigen Einstellungen für das Routing auf dem Host-Rechner selbst vorgenommen werden müssen.

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So lassen sich die Standardkomponenten von Mer schnell ausfindig machen. Als Startumgebung wird etwa Systemd 187 verwendet, samt der darin enthaltenen Programme wie Udev, Journald als Logdienst oder auch Systemd-Analyze, um den Bootvorgang näher zu studieren.

Viele bekannte Pakete

Mittels Terminalzugang lassen sich auch die RPM-Pakete, aus denen Sailfish OS zusammengesetzt ist, durchsuchen und verwalten. Standardmäßig ist dies mit Packagekit und dessen Werkzeug Pkcon möglich. In den Repositories steht aber auch das aus dem Opensuse-Projekt stammende Zypper zur Verwaltung bereit. Root-Zugriff erhalten Jolla-Besitzer zudem über den Befehl devel-su.

Ein kurzer Blick auf die verfügbaren Pakete zeigt viel Bekanntes und Vorhersehbares. So ist für die Multimediaunterstützung das Gstreamer-Framework 0.10.36 zuständig, für den Sound wird Pulseaudio 4.0 verwendet, die grafische Oberfläche wird mittels Wayland dargestellt. Für Instant-Messaging wird das Telepathy-Framework genutzt, die Dokumente-App baut auf der KDE-Office-Suite Calligra auf und die Netzwerkverbindungen werden von Connman gesteuert, das für Embedded-Linux-Systeme gedacht ist.

Jolla als Entwicklerboard

In Jolla ist ein Snapdragon S4 Plus (MSM8930) von Qualcomm verbaut. Der Dual-Core ist mit 1,4 GHz getaktet und kann auf 1 GByte Arbeitsspeicher zugreifen. Damit verfügt das Jolla über eine vergleichbare Hardware wie einige aktuelle ARM-Entwicklerboards, etwa das ebenfalls mit Mer betriebene Improv.

Damit das Jolla auch tatsächlich für Softwarebasteleien genutzt werden kann, stehen die GNU Complier Collection (GCC) 4.6, LLVM 3.1 sowie der Editor Vim bereit. Neben den Standardbibliotheken für C-artige Sprachen stehen für C++-Entwickler Boost 1.51 sowie Qt 5.1 zur Verfügung. Außerdem können Python 2.7, Perl oder auch Ruby direkt genutzt werden.

Proprietäre Oberfläche

Trotz der vielen aus der Linux-Welt bekannten und freien Software, mit der das Jolla aufwartet, ist zumindest bis jetzt ein Großteil der grafischen Oberfläche nach wie vor proprietär. Auch wenn Jolla angekündigt hat, dies zu ändern, sind die Quellen noch nicht zugänglich, ebenso wenig wie der Bugtracker. Zwar finden sich in den Paketbeschreibungen Hinweise auf einen Bitbucket-Account von Jolla, dieser ist derzeit aber nicht öffentlich.

Neben den Jolla-eigenen Apps und den Sailfish-QML-Components, die eventuell frei verfügbar werden, ist aber davon auszugehen, dass einige Bestandteile proprietär bleiben werden. Dazu zählen vermutlich der Adreno-Grafiktreiber, der Yandex-Android-Appstore oder auch das von Nokia lizenzierte Kartenmaterial samt App.

 Hands on Sailfish OS: Intelligenter Baukasten zum Basteln und Portieren
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florifreeman 24. Nov 2014

Das muss nach einem Jahr noch einmal klar gestellt werden: Der Unterbau ist KEIN Android...

486dx4-160 08. Jan 2014

Die Karten sind gut, der Routenplaner von N9 ist auch ok, insofern ist das eben der...

tanren 19. Dez 2013

Also ich muss sagen vom optischen her gefällt mir die Sailfish Oberfläche überhaupt...

MistelMistel 17. Dez 2013

Hmm... Amazon liefert noch keine Bomben... Sonst hätt ich Dir da was via Amazon Prime Air...

birdy 17. Dez 2013

Ich meinte mit "QML statt Python" die UI. Die Business Logik in QML zu schreiben, davon...


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