Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Hands on: HTC One X Plus mit schnellerem Tegra-3-Prozessor

Mit dem One X Plus hat HTC seine One-Reihe um eine weitere Version ergänzt und dabei den Tegra-3-Chipsatz aktualisiert. In Deutschland soll das Android-Smartphone vor allem mit 64 GByte Speicher verkauft werden.
/ Jörg Thoma
57 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
One X Plus von HTC (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
One X Plus von HTC Bild: Daniel Pook/Golem.de

Das HTC One X Plus ist der direkte Nachfolger des von uns getesteten One X , das bereits einen Tegra-3-Chipsatz mit vier Kernen hatte. Neben einer aktualisierten Ausgabe dieses Chipsatzes laufen auf dem HTC One X Plus das aktuelle Android 4.1 alias Jelly Bean und HTCs Sense-Zusatzfunktionen in angepassten Versionen.

HTC One X Plus – kommentiertes Hands on
HTC One X Plus – kommentiertes Hands on (02:55)

Anstelle des im One X verbauten Tegra 3 hat das One X Plus einen Tegra 3, der wie das Smartphone die Bezeichnung Plus trägt. Der neue Prozessor hat die interne Kennung AP37 statt wie zuvor AP33. Die Kerne des AP37 von Nvidia sind mit bis zu 1,7 GHz getaktet, zuvor waren es 1,5 GHz. Außerdem sollen die Taktung der GPU im One X Plus erhöht sowie die Speicherzugriffe beschleunigt worden sein.

Energiespareinstellung von HTC

Gleichzeitig hat HTC die Kapazität des Akkus von zuvor 1.800 auf 2.100 mAh erhöht. HTC verspricht nicht nur eine längere Nutzungsdauer. Zudem soll ein spezieller Energiesparmodus in den Einstellungen eine darüber hinaus verlängerte Laufzeit ermöglichen, etwa durch die Begrenzung der Taktfrequenz der Prozessorkerne.

In Deutschland wird das HTC One X mit 64 GByte Speicher auf den Markt kommen. Daneben soll es eine Variante mit 32 GByte geben. Jedoch ist wie beim Vorgänger ein Einschub für eine Micro-SD-Karte nicht vorgesehen.

Gehäuse aus Polycarbonat

Auch in anderen Bereichen hat sich an der Hardware wenig geändert. So ist die Größe des Arbeitsspeichers mit 1 GByte gleich geblieben. Das Super-LC-Display ist mit 4,7 Zoll genauso groß wie das des Vorgängers und hat die gleiche Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln. Es liegt geschützt unter einer Abdeckung aus Gorilla Glass 2, während im HTC One X noch die erste Version des kratzresistenten Materials verbaut wurde.

Das Unibody-Gehäuse ist wie bei seinem Vorgänger ebenfalls aus Polycarbonat. Es wird bei der Produktion leicht aufgeschäumt und erhält so in seiner endgültigen Form eine gummiartige Oberfläche, die sich griffig anfühlt. Die Gewichtserhöhung um 5 Gramm fällt kaum auf. Auch die Maße sind mit 134 x 69,9 x 8,9 mm identisch geblieben.

Bessere Frontkamera

Die Frontkamera wurde im Vergleich zum One X verbessert. Sie verwendet einen leistungsfähigeren BSI-Sensor statt eines FSI-Sensors und hat mit 1,6 Megapixeln mehr als die des HTC One X mit 1,3 Megapixeln und eine f2.2-Blende. Sie soll bei schlechteren Lichtverhältnissen bessere Bilder machen als die des Vorgängers. Die Hauptkamera ist hingegen mit 8 Megapixeln aus dem Vorgänger übernommen. Beide Kameras nutzen im One X Plus denselben Bildprozessor.

Jelly Bean und Sense 4 Plus

Neue Funktionen in Android 4.1 alias Jelly Bean hat HTC direkt übernommen, etwa Google Now, die Sprachsteuerung oder die Benachrichtigungen. Seine eigene Bedienoberfläche Sense hat HTC auf Jelly Bean portiert und für das One X Plus angepasst. In Sense 4 Plus verzichtet HTC auf einige optische Funktionen. Das soll vor allem die Leistung des Smartphones erhöhen. In der Wetterapplikation wurden beispielsweise die 3D-Effekte entfernt.

Wird das Smartphone aus der Kameraapplikation in den Standby-Modus geschaltet und danach wieder eingeschaltet, erscheint die Kamera-App sofort wieder, ohne Umweg über den Lockscreen. Von dort aus konnten wir allerdings auch direkt auf die Bedienoberfläche wechseln.

Flash-Player ist integriert

Die Bildschirmtastatur in Sense 4 Plus erhält von HTC ein größeres Wörterbuch, was eine bessere Vorauserkennung bei der Eingabe ermöglichen soll. Wer will, kann im One X Plus auch auf die Standardtastatur von Android umschalten. HTC rüstet seine Smartphones weiterhin mit Adobes Flashplayer aus, so auch das One X Plus.

Nvidia will bis zum Ende des Jahres 30 neue Spiele für Tegra 3 veröffentlichen. Außerdem will HTC noch in diesem Jahr eine Playstation-Zertifizierung für seine Geräte erhalten. Dann sollen solche Spiele über eine spezielle Applikation installiert werden können.

Updates für One X und One S

Auch die bisherigen HTC-Smartphones One X und One S sollen im November 2012 Updates auf Android 4.1 alias Jelly Bean zusammen mit Sense 4 Plus erhalten, sagte Fabian Nappenbach, bei HTC verantwortlich für dessen Produkte.

Im Web bietet HTC eine neue Starthilfe, die die Konfiguration eines Smartphones über den Webbrowser ermöglichen soll. Dort werden Anwender eine Vorlage erstellen können, in der sie Daten zu E-Mail-Konten, Klingeltönen oder das Aussehen des Startbildschirms bestimmen können. Die Einstellungen können auf mehrere Smartphones von HTC übertragen werden. Wird ein Smartphone neu eingerichtet, kann der Anwender ebenfalls auf die von ihm erstellte Vorlage zugreifen. Die Verwaltung installierter Applikationen erfolgt aber weiterhin über Googles Play Store.

In den USA soll das One X Plus mit LTE verkauft werden. In Europa hingegen wird es vorerst keine Version mit LTE geben. Ganz ausschließen wollte das Nappenbach allerdings noch nicht. Die Version mit 64 GByte soll Mitte Oktober 2012 veröffentlicht werden und dann 650 Euro kosten.


Relevante Themen